[Montagsfrage] Von welchem Autor/welcher Autorin wirst du nie wieder ein Buch in die Hand nehmen?

Die Montagsfrage von Libromanie gibt es heute mal am Dienstag für euch. Los geht’s!

Von welchem Autor/welcher Autorin wirst du nie wieder ein Buch in die Hand nehmen?

“Sag niemals nie”, so heißt es doch immer mal wieder. Ich bin eigentlich auch eher ein Fürsprecher der 2. und manchmal auch der 3. Chance und urteile daher nicht ganz so schnell. Es gibt allerdings auch bei mir zumindest zwei Autoren, deren Bücher nicht mehr in meine Nähe kommen werden.
Die Rede hier ist von Steve Alten, der die 2012 Reihe geschrieben hat und Krischan Heners (eher unbekannt). Bei Steve Alten musste ich mich während des Lesens immer mal wieder fragen welche Substanzen er beim Schreiben seiner Bücher eingeworfen haben könnte, um so einen (Entschuldigung) Mist zu produzieren.
Krischan Heners hat mit seinem Buch “Vor Ort” (was übrigens ein Geschenk meines Mannes war) hervorragend mit Nichbeherrschen des Schriftsteller Handwerks geglänzt. Ich hatte und habe seitdem nie wieder so etwas schlechtes gelesen. Gruselig.

Wie sieht’s bei euch aus? Habt ihr auch Autoren/Autorinnen, die nie wieder einen Fuß in euer Bücherregal setzen dürfen?

Wenn ihr nun auch gerne bei der Montagsfrage dabei sein möchtet, könnt ihr bei Libromanie vorbeischauen und die Frage einfach mitnehmen.

Montagsfrage

[Lese-Rückblick] März 2014

Lang lang ist’s her. Mein letzter Lese-Rückblick liegt nun Sage und Schreibe knapp über ein Jahr zurück. Ich weiß, dass ich damals wegen dieser Blogger-Abmahn-Geschichte aufgehört hatte, da ich die Cover der gelesenen Bücher zur grafischen Untermalung benutzt habe.

Danach ist es dann aus recht unschönen Gründen ziemlich still geworden auf unserem Blog. Und so kann es passieren, dass zwischen dem letzten Lese-Rückblick und diesem hier über ein Jahr vergangen ist. Schon nicht ohne.

Naja, ich möchte jetzt versuchen wieder mehr Regelmäßigkeit in den Blog zu bekommen und führe diese Kategorie wieder ein.

Lese Rückblick

 

Gelesen

912 gelesene Seiten

Top des Monats

Tja, wie ihr an den Sternebewertungen bereits erkennen konntet, gibt es diesen Monat leider kein Buch, das diesen Ehrentitel erhält.

Zusammengefasst

Insgesamt war der März seeeehr mau. Ich habe mich mit beiden Büchern schwer getan. Freitags in der faulen Kobra hat leider meine Erwartungen so gar nicht erfüllt und ich musste mich teilweise regelrecht dazu zwingen weiter zu lesen. Sehr schade, denn ich hätte gut ein humorvolles Buch gebrauchen können, das mich zum Lachen bringt. Dieses Buch hat es leider nicht geschafft.

Ich hoffe nun auf einen besseren April. Smiley

[Montagsfrage] Gehst du gerne zu Lesungen?

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Bereits vor einiger Zeit bin ich auf einen für mich neuen Blog gestoßen und habe ich auch gleich bei Bloglovin in meine Liste hinzugefügt.
Die Rede ist von Libromanie. Auf diesem Blog habe ich auch die Montagsfragen entdeckt und beschlossen ebenfalls mitzumachen.

Jeden Montag stellt Libromanie auf ihrem Blog eine Frage, die man innerhalb einer Kalenderwoche beantworten kann. Hat man dies getan, wird flux der eigene Artikel noch bei ihr verlinkt und fertig ist man.

Die heutige Frage wird also nun meine erste sein. Gehst du gerne auf Lesungen?

Da ich noch nie bei einer Lesung war, kann ich die Frage nicht ganz beantworten. Ich weiß nicht wie es ist bei einer Lesung dabei zu sein.
Da ich aber kein auditiv veranlagter Mensch bin, vermute ich, dass ich eher kein Fan von Lesungen wäre. Ich nehme über meine Ohren nicht annähernd so viel auf wie ich es gerne hätte.
Außerdem habe ich so meine Schwierigkeiten mit zu vielen Menschen auf zu wenig Raum, von daher wäre auch der Wohlfühlfaktor eher nicht gegeben.

Von daher: Nein, ich gehe nicht gerne auf Lesungen. Zwinkerndes Smiley

Wenn du nun auch gerne bei der Montagsfrage dabei sein möchtest, kannst du bei Libromanie vorbeischauen und dir die Frage einfach mitnehmen.

Montagsfrage

[Rezension] Freitags in der faulen Kobra von Stefan Nink

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Titel: Freitags in der faulen Kobra
Autor: Stefan Nink
Verlag: Limes Verlag
Erscheinungsdatum: März 2014
Format: Broschiert (448 Seiten)
ISBN-13: 978-3-8090-2636-5
Preis: 14,99€

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Worum geht’s?
Die Abenteuer von Siebeneisen, Wipperfürth und Schatten gehen weiter – dieses Mal mit Hauptsitz in Indien.
Um dem Maharadscha zu neuem Ruhm und vor allem Reichtum zu verhelfen, soll Siebeneisen auf die Suche nach einer magischen Ganesha-Staute gehen, die James Cook vor Rund 250 Jahren überall auf seiner Reiserute um die Welt, leider in Einzelteilen, versteckt hat.
Siebeneisen begibt sich erneut auf eine skurrile Weltreise u.a. mit Zwischenstopps in London, Neuseeland und Tonga. 

Meine Meinung
Erwartungen zu haben ist schon was Tolles…allerdings auch nur dann, wenn diese auch erfüllt werden. Als ich auf Stefan Ninks Buch “Freitags in der faulen Kobra” stieß und den Klappentext las, versprach dieser mir ein Buch voller Witz, Abenteuer und Reisen.
Den Witz und die Reisen konnte ich durchaus finden, allerdings blieb mir persönlich das Abenteuer zu sehr auf der Strecke.

Stefan Ninks Schreibstil ist angenehm flüssig, detailgetreu und gut zu lesen und dennoch hatte ich leider große Schwierigkeiten mit dem Buch voranzukommen.
Die sehr ausführlichen Informationen über die verschiedenen Reiseziele Siebensteins wirkten trotz des interessanten Grundcharakters häufig langatmig und bremsten meinen Lesefluss.
Ich erwartete eine humorvolle Abenteuergeschichte zu lesen und bekam einen Reiseführer mit Hintergrundstory präsentiert, was grundsätzlich nichts schlechtes ist, aber einfach nicht den Erwartungen entsprach, die ich an das Buch hatte.
Ich wollte lachen, rätseln und die Suche nach den Teilen der Statue gespannt verfolgen. Aus dem Lachen wurde ein seltenes Schmunzeln, die Spannung und das Rätseln fehlten mir leider fast komplett. Auch empfand ich vieles als sehr konstruiert, was mich teilweise auch ein wenig ärgerlich machte.

Auch wenn meine Kritikpunkte hier sehr im Vordergrund stehen, ist “Freitags in der faulen Kobra” durchaus kein schlechtes Buch. Es war nur leider kein Buch für mich.
Teilt man den Humor des Autors und kann sich auf die sehr detaillierten Informationen über die einzelnen Länder einlassen, wird man sicherlich seinen Spaß mit dem Buch haben.

Fazit
Auch wenn es mir schwer fällt das Werk eines Autors, in dem sicherlich viel Herzblut steckt kritisch zu betrachten, kann ich in Anbetracht meiner Kritikpunkte leider nicht mehr als 2,5 von 5 Sternen vergeben.
Das Buch hat überwiegend einfach nicht meinen Humor getroffen und war in weiten Teilen zu langatmig für mich.

[Rezension] Bunker Diary von Kevin Brooks

9783423740036

 


Titel:
Bunker Diary
Autor: Kevin Brooks
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: März 2014
Format: Broschiert (300 Seiten)
ISBN-13: 978-3-423-74003-6
Preis: 12,95€

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Worum geht’s?
Das Hilfsbereitschaft nicht immer positiv ist, muss der 16-jährige Linus nun leider am eigenen Leib erfahren.
In einem Moment hilft er noch einem vermeintlich blinden Mann und im anderen findet sich Linus tief unter der Erde in einem Bunker wieder – allein.
Mehrere Tage verbringt Linus allein im kalten Bunker, ohne etwas zu essen. Einzig die verbliebenen fünf Zimmer und die Tatsache, dass in der Küche Geschirr und Besteck 6-fach vorhanden sind, sagen ihm, dass er noch Gesellschaft bekommen wird.

Sechs unterschiedliche Personen, ein Bunker und ein Kampf ums Überleben.

Meine Meinung
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mit meinem nächsten Absatz gelyncht werde, möchte ich auf eine Tatsache hinweisen, die für so manchen Leser interessant sein könnte. Wer nicht das Gefühl haben möchte evtl. gespoilert worden zu sein, der möge bitte dem folgenden Abschnitt keine Aufmerksamkeit widmen.

Das Buch hat kein Happy End. Leser, die ohne ein Happy End nicht befriedigt oder glücklich ein Buch beiseite legen können, die dürfen sich gerne überlegen, ob dieses Buch wirklich etwas für sie ist. Ich empfehle trotz des fehlenden Happy Ends das Buch zu lesen und die Zähne zusammen zu beißen, denn in meinen Augen lohnt es sich.

Alle, die den vorangegangenen Abschnitt ignoriert haben, dürfen nun gefahrlos weiterlesen. Zwinkerndes Smiley

Kevin Brooks “Bunker Diary” wird als Jugendbuch gehandelt. Liest man sich die (zur Zeit) überwiegend englischen Rezensionen zu dem Buch durch, wird man schnell feststellen, dass viele Rezensenten “Bunker Diary” nicht in den Jugendbuchbereich einordnen möchten.
Ich sehe es nicht so. Für mich ist es ein Jugendbuch. Der Schreibstil ist flüssig und einfach, aber nicht anspruchslos gehalten. Das Buch lässt sich daher gut lesen.
Der Inhalt ist sicherlich nicht immer einfach zu verdauen und teilweise sehr finster. Aber wie der Autor so schön in seinem Vorwort sagt: “[…] junge Leute sine keine Dummköpfe – sie wissen, was es mit dem Leben auf sich hat, […].”
Damit hat er meiner Meinung nach Recht. Es geht nicht um sinnloses Abmetzeln und sich selber verstümmeln, um einen Bonus vom Entführer zu erhalten á la “Saw I – VIII”. Es geht um die elementaren Dinge, die geschehen, wenn Menschen aus ihrer Umgebung gerissen werden und sich in einer Situation wieder finden, in der es ums Überleben geht.

Brooks beschreibt bzw. lässt seinen Protagonisten Linus in Tagebuchform beschreiben wie völlig unterschiedliche Menschen mit dieser Entführungssituation zurecht kommen. Er lässt sie nachdenken, verzweifeln, aber auch “schöne” Momente erleben.

“Bunker Diary” ist definitiv kein Buch, das für seichten Lesegenuss sorgt. Es nimmt einen mit, lässt einen nachdenken und mich persönlich sogar ein paar Tränen vergießen.

Fazit
Auch wenn das Buch nicht leicht zu verdauen ist und sicherlich auch als finster bezeichnet werden kann, lohnt sich das Lesen meiner Meinung nach.
”Bunker Diary” konnte mich zwar nicht zu 100% überzeugen, hätte es dafür noch ein bisschen schneller und spannender sein können.
Mit 4 von 5 Sternen gibt es von mir eine Lese- und Kaufempfehlung.

[Rezension] Der Schattenjäger von Chris Moriarty

9783791513447

 

Titel: Der Schattenjäger
Autor: Chris Moriarty
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: September 2013
Format: Gebunden mit Schutzumschlag (320 Seiten)
ISBN-13: 978-3-7915-1344-7
Preis: 19,95€

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Bei “Der Schattenjäger” handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe. Ich setze daher den ersten Band als bekannt voraus, anderenfalls könnten Spoiler enthalten sein.

Worum geht’s?

Für Sascha, Lily und Inquisitor Wolf geht die Arbeit im magischen Melting Pot New York weiter. Die drei werden zu einem Tatort gerufen, der auf den ersten Blick kein Tatort zu sein scheint. Der Klezmerkönig, der berühmteste Schlagermusiker in ganz New York ist tot. Zunächst scheint klar zu sein, dass dieser durch einen Kurzschluss seiner mit elektrischen Lichtern ausgestatteten Jacke gestorben ist, doch Inquisitor Wolf möchte nicht so recht daran glauben.
Zusammen mit seinen beiden Lehrlingen macht er sich auf die Suche nach dem einzigen Zeugen und gleichzeitig Hauptverdächtigen des vermeintlichen Unfalls.
Auf der Suche nach diesem begegnen sie erneut dem Schattenjäger – wer steckt dahinter und wieso ist ausgerechnet Saschas Leben auch in Gefahr?

Meine Meinung

Die Geschichte um Sascha, Lily und Wolf geht weiter und dieses Mal hat sie mir sogar besser gefallen als das letzte Mal.

Während ich mich in Band 1 (“Der Seelenfänger”) noch mit der Eindimensionalität der Charaktere schwer getan habe, schafft es die Autorin dieses Mal die Charaktere lebendiger wirken zu lassen. Ihnen ein wenig mehr Tiefe und Konturen zu geben.
Die Charaktere sind hier im zweiten Band zwar besser ausgearbeitet als im ersten Teil, besitzen allerdings immer noch nicht die Tiefe, die ich mir gewünscht hätte.
Chris Moriarty geizt beispielsweise mit den Informationen über Inquisitor Wolf und streut sie nur häppchenweise ein. Sicherlich macht diese Vorgehensweise Wolf interessanter und als Leser möchte ich unbedingt mehr über ihn erfahren, aber leider führt es auch dazu, dass ich kaum eine Möglichkeit habe mich mit diesem Charakter zu identifizieren, da ich zu wenig über ihn weiß.
Im Vergleich zu Band 1 hat sie allerdings einen großen Sprung nach vorne geschafft, was Charaktere und auch Tempo betrifft.

Insgesamt ist “Der Schattenjäger” rasanter und auch spannender als der erste Band. Fängt das Buch noch sehr gemächlich an, entwickelt es schon bald ein angenehmes Tempo, so dass ich recht schnell mit dem Buch durch war.
Im Vergleich zu anderen Büchern ist “Der Schattenjäger” immer noch langsam und weniger spannend, doch lässt man sich auf die tolle herrschende Atmosphäre und das Drumherum ein, erwartet einen eine interessante und teils kritische Geschichte, die einem gleichzeitig auch Wissen über das Judentum vermittelt.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen, ist aber alles andere als anspruchslos. Ich persönlich würde auf Grund des Schreibstils (oder vielleicht auch nur der Übersetzung) die empfohlene Altersempfehlung ein wenig nach oben korrigieren. Das ein oder andere (nicht jüdische) Fremdwort hat auch mich Erwachsene kurz nachdenken lassen.

Wie auch im ersten Band gefällt mir die Mischung aus Magie und Historie sehr gut und würde mir sogar noch besser gefallen, würde die Magie noch mehr Raum einnehmen.
So wie sich dieser Band bis zum Ende hin entwickelt hat, hoffe ich im dritten Teil auf mehr Magie und ein paar mehr Antworten.

Mein Fazit

Moriartys Idee ihren Kindern ihre Herkunft in Form einer niedergeschriebenen Geschichte näher zu bringen, gefällt mir immer noch äußerst gut.
Im Vergleich zu Band 1 entwickelt “Der Schattenjäger” mehr Tempo, ist spannender und die Charaktere greifbarer.

Ich bin froh auch den zweiten Band gelesen haben zu dürfen und bin sehr gespannt auf den dritten Teil, der hoffentlich auch noch erscheinen wird.

Da ich immer noch Luft nach oben sehe, vergebe ich gute 4 von 5 Sternen.