[Rezension] Mein Freund, der Superheld von Anja Kiel

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Titel: Mein Freund, der Superheld
Autor: Anja Kiel
Illustrator: Steffen Gumpert
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum: 16. Januar 2017
Format: Hardcover (48 Seiten)
ISBN: 978-3473365067
Preis:  7,99€

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Zur Autorin

Worum geht es?

Lenny ist nicht besonders sportlich, und mutig ist er auch nicht … Dennoch freundet er sich mit Lenny an, der von sich behauptet, ein Superheld zu sein. Eine witzige Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft für Erstleser ab der 2. Klasse. Quelle: Ravensburger

Meine Meinung meine Buch:

Gewöhnlich lese ich die Bücher, die ich rezensiere, selbst. Bei diesem Erstlesebuch war es anders: Das habe ich mir von meinem 8-jährigen Sohn vorlesen lassen. Bisher hat ihn das Lesefieber noch nicht so richtig gepackt, weshalb ich ständig nach passenden Themen suche. Dieses Buch ist vom Titel schon ein absoluter Volltreffer, denn Superhelden stehen bei uns ziemlich hoch im Kurs. Die Begeisterung war schon ziemlich groß, als wir das Buch in den Händen gehalten haben. Das Titelbild ist cool und verspricht eine ziemlich lustige Geschichte.

Am Anfang des Buches befindet sich ein Inhaltsverzeichnis. Wir haben an fünf aufeinanderfolgenden Tagen je ein Kapitel gelesen. Die Kapitellängen sind perfekt gewählt und für junge Erstleser zügig zu lesen. Das liegt zum einen an dem leichten, flüssigen und altersgerechten Schreibstil der Autorin, zum anderen an den grandiosen Illustrationen von Steffen Gumpert. Schon auf der ersten Seite gibt es so viel zu entdecken und viele kleine Details haben hier für große Lacher gesorgt. Die Autorin Anja Kiel hat für ihre Geschichte einfache Wörter verwendet, die von meinem Sohn problemlos zu lesen waren. Bei Leserabe-Büchern werden den Lesern am Ende jedes Kapitels eine oder mehrere Fragen zum Inhalt gestellt. So kann man leicht herausfinden, ob das Gelesene verstanden worden ist oder ob die Leser nur aneinandergereihte Wörter lesen. Alle Fragen konnten hier ohne Probleme beantwortet werden und haben noch nach dem Lesen viel Stoff zum weiterdiskutieren geboten. Die Protagonisten Lenny und Falk waren uns sofort sympathisch, die Autorin hat sie sehr authentisch und liebenswert beschrieben. Das hat uns Beiden richtig gut gefallen.

Am Ende des Buches gibt es ein tolles Rätsel, bei dem sogar noch etwas gewonnen werden kann. Schade, dass die tolle Geschichte schon nach 39 Seiten zu Ende war. Wir würden uns sehr freuen, wenn es noch weitere Geschichten von Lenny und Falk geben würde.

Fazit:

Dies ist das bisher beste Buch, was wir aus dieser Reihe gelesen haben. Wir haben von Anfang bis Ende super viel Spaß beim Lesen gehabt. Mein Sohn möchte es unbedingt nochmal lesen. Es bekommt einen Ehrenplatz in seinem Bücherschrank und von uns eine ganz klare Leseempfehlung und fünf “Superhelden-starke” Sterne. Vielen Dank an Anja Kiel für dieses Lesehighlight und an Steffen Gumpert für diese genialen Illustrationen.

 

[Behind The Screens] #11 Mama hat Ausgang

“Behind The Screens” ist eine Aktion von Book Walk und Stehlblüten.

 

Wie war deine Woche?

Diese Woche war tatsächlich erstaunlich viel los. Also im Leben einer Mama, die mit Baby zu Hause ist. Winking smile
Gleich zu Beginn der Woche hat mein Smartphone erneut den Geist aufgegeben und ich bin bereits seit einer Woche handylos. Komisches Gefühl, das kann ich euch sagen. Im August letzten Jahres hat mein Handy ja zum ersten Mal gestreikt, übrigens genau 14 Tage vor Garantieablauf und jetzt sechs Monate und 14 Tage nach Garantieablauf nach Reparatur des Gerätes ist es wieder hinüber. Ein Schelm wer Böses dabei denkt… Aber es kristallisiert sich irgendwie schon ein Muster heraus. Naja, ein neues Handy ist bestellt und nun warte ich auf meine Nano Sim-Karte, da meine alte sich nicht mehr verkleinern ließ.
Am Donnerstag hatten wir dann wieder Delfi und Freitag Krabbelgruppe. Außerdem waren wir noch beim Osteopathen. Sehr spannender Termin. Es ist ja in der Tat nicht sehr einfach jemand guten auf diesem Gebiet zu finden und daher haben wir fast eine Stunde Fahrt auf uns genommen, um den Termin wahrzunehmen.
Am Freitag Abend war ich dann auch noch zusammen mit Nina und ihrem Sohn Ben bei einer Lesung von Oliver Lück. Die war echt toll, aber dazu gibt es später mehr.

Der erste Monat von 2017 ist bereits vorbei. Welches Buch hat euch bisher am besten gefallen und wieso?

Also eigentlich ist ja bereits der zweite Monat im Jahr 2017 fast rum und da ich insgesamt nicht so viele Bücher gelesen habe, bediene ich mich einfach aus beiden Monaten und suche euch das Buch heraus, das mir bisher am besten gefallen hat.
So, nach kurzer Recherche auf Goodreads und der Überraschung, dass ich dieses Jahr bereits vier Bücher gelesen habe und somit drei Bücher in meiner Jahres-Challenge von 12 Büchern im Jahr voraus bin, kann ich euch nun das Buch nennen, das mir am besten gefalen hat.
Das wäre “Pala – Das Geheimnis der Insel”. Band 2 der Trilogie von Marcel van Driel. Eine Reihe, die mir bisher echt gut gefallen hat. Wenn ihr die Rezension zu Band eins lesen wollt, dann klickt mal HIER.

Was war dein Wochenhighlight?

Mein Wochenhighlight war ganz klar die Lesung on Oliver Lück zu seinem Buch “Flaschenpostgeschichten”. Das Buch habe ich letztes Jahr signiert von Nina zu Weihnachten geschenkt bekommen. Nina war letztes Jahr bereits auf einer Lesung von Oliver Lück und war ganz begeistert. Als er dann wieder auf Lesereise hier zu uns gekommen ist, war klar, dass ich dieses Mal auch mit muss. Mein Mann hat also das Tochterkind übernommen und ich durfte ohne tonnenschwere Wickeltasche das Haus verlassen.
Wie ich bereits weiter oben erwähnt hatte, hat mir die Lesung wirklich sehr gut gefallen. Oliver Lück ist ein sehr sympathischer Autor, der sich Zeit für seine Leser nimmt und mit Leuten in den Augen von seinen Geschichten erzählt. Die Lesung wurde von vielen Bildern, einem kurzen Videoausschnitt und Tonspuren begleitet. Einfach stimmig das Ganze.
Schaut euch unbedingt seine Webseite näher an, besonders, wenn euch Geschichten von realen Menschen begeistern. Ein Besuch lohnt sich allemal. http://www.lueckundlocke.de/

Wie war eure Woche? Habt ihr was Tolles erlebt?

[Rezension] Ich im Hier & Jetzt–Das kreative Achtsamkeitsbuch für ein entspanntes Leben von The Mindfulness Project

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Titel: Ich im Hier & Jetzt–Das kreative Achtsamkeitsbuch für ein entspanntes Leben
”Autor”: The Mindfulness Project
Verlag: Lotos
Erscheinungsdatum: 15. August 2017
Format: Broschur
ISBN: 978-3-7787-8259-0
Preis:  9,99€

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“Achtsamkeit” – ein Wort, das in unserer hektischen, stressigen und schnelllebigen Zeit mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist. Es ist an der Zeit mehr auf sich selber zu achten, einen Gang runterzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Genau das dachte ich mir, relativ kurz nach der Geburt meiner Tochter. Mein Leben wurde einmal komplett auf links gezogen und der Stress war leider nicht mehr daraus wegzudenken.
Mich selbst nicht vergessen, entspannter werden und die wertvollen Momente mit meinem Baby genießen. Das wollte ich und da kam mir dieses Buch gerade recht. Ein Buch, das nicht nur durch blanke Theorie glänzt, sondern gleich dazu einlädt aktiv zu werden.
Wenn man mir lang und breit erklärt wie etwas funktioniert und was man tun muss, um dies zu erreichen, dann nehme ich das auf, befasse mich aber in der Regel nicht weiter damit. Ich bin da eher ein praktisch denkender Mensch. Ich muss gleich tun und nicht nur etwas darüber lesen/hören, was ich tun muss. Das ist das Tolle an diesem Buch. Es beinhaltet eine Menge Übungen, die einen ohne Umschweife am Thema Achtsamkeit arbeiten lässt.
Zückt eure Stifte, ihr werdet gleich schon ganz zu Beginn des Buches dazu aufgefordert reinzumalen und reinzuschreiben. Im Übrigen haben selbst meine Filzstifte nicht durchgedrückt, was mich sehr gefreut hat.

Das Buch beginnt mit einer kleinen Begrüßung und dann wird ach schon gleich erklärt, wie man mit diesem Buch arbeitet – es wird eine Mischung aus regelmäßiger Meditation und kurzen praktischen Übungen, die im Buch zu finden sind, angestrebt. Ein Link zu einer geführten Meditation ist ebenfalls angegeben, allerdings stammt dieser aus dem englischen Original und diejenigen, die des Englischen nicht wirklich mächtig sind, werden mit der Meditation leider nicht viel anfangen können.

Damit auch blutige Anfänger, wie ich, etwas mit dem Buch anfangen können, wird außerdem noch erklärt, was Achtsamkeit überhaupt ist, wie man im Hier und Jetzt lebt und es werden 10 Möglichkeiten genannt, wie man achtsamer durchs Leben gehen kann. Spielerisch wird so also auch ein Anfänger sehr gut in das Buch und die Thematik eingeführt.

Den Hauptteil des Buches nehmen die praktischen Übungen ein. Aus den Bereichen “Praktizieren, Konzentrieren, Beobachten/Ergründen und Sinne”, gibt es zahlreiche Übungen, die man Tag für Tag machen kann. Zum Ende hin gibt es noch ein Achtsamkeitsspiel, das man mit mehreren spielen kann und ganz zum Schluss hat man die Möglichkeit für Meditationsnotizen.

Fazit

“Ich im Hier & Jetzt” ist ein praktisch orientiertes Achtsamkeitsbuch, das gleich zum Mitmachen einlädt – für mich also genau die richtige Art von Buch ist, da mir reine Theorie hier nicht helfen würde. Die Übungen sind vielfältig gestaltet und auch Neulinge werden gut in die Thematik eingeführt.
Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, auch wenn ich leider immer noch nicht genügend Zeit finde, um mich wirklich intensiv damit zu beschäftigen. Aber Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.

[Behind The Screens] #10 Wenn man Kinder hat, dann hat man immer was zu erzählen

“Behind The Screens” ist eine Aktion von Book Walk und Stehlblüten.

Da im Hause Jacob letzte Woche nicht besonders viel los war, habe ich (Nina) beschlossen dieses Mal „Behind The Screens“ zu übernehmen. Viel Spaß beim Lesen.

Wie war deine Woche?

Die Woche fing total schön an. Ich hatte mich zuvor schon sehr auf eine ruhige Woche gefreut, in der nicht viel auf dem Programm stand. Am Donnerstag und Freitag waren Elterngespräche mit den Lehrern der Jungs angesagt, ansonsten gab es keine weiteren Termine. Der Postbote brachte uns tolle Bücherpost und es kam ein langersehnter Brief bei mir an. Aber von dem erzähle ich Euch gleich noch genauer. Eine Büchersendung war für meinen Kleinen dabei: Er hat sich über “Mein Freund, der Superheld” von Anja Kiel gefreut, außerdem hat uns noch “Club der Heldinnen.Entführung im Internat” von Nina Wegner erreicht.

Am Dienstag habe ich einen sehr interessanten Artikel über das neue Buch von Attila Hildmann, “Vegan for Fit Gipfelstürmer”, gelesen. Daraufhin habe mir in meiner Lieblingsbuchhandlung gleich das Buch bestellt. Kennt Ihr es? Und hat vielleicht schon jemand die 7-Tage-Detox-Diät gemacht? Ich habe schon viele vegane Rezepte von Attila Hildmann ausprobiert und war immer total begeistert. Zum Ende des letzten Jahres habe ich festgestellt, dass ich immer weniger Gefallen an Fleisch und Fisch habe und beschlossen, mich nun vegetarisch zu ernähren. Seitdem bin ich auf der Suche nach leckeren und kalorienarmen Rezepten.

Ich hatte mich schon die ganze Woche darauf gefreut, am Wochenende mit dem Attila-Buch zu beginnen und habe schon fleißig Einkaufslisten geschrieben. Leider kam das wahre Leben dazwischen und in unserem Fall eine Operation meines Kleinen am Freitag. Die OP hat er gut überstanden und nun erholen wir uns zu Hause von den Strapazen.

Gehst Du auf die Leipziger Buchmesse? An welchen Tagen wirst du da sein? Und falls nicht: Wie vertreibst du dir die messefreie Zeit?

Hier kommen wir nun zu der langersehnten Briefpost. Miriam und ich freuen uns riesig, denn unsere Presseausweise für die Leipziger Buchmesse sind angekommen – Juhuuuuuu. Wir haben uns in Leipzig eine Ferienwohnung gemietet und werden im Laufe des Mittwochs hier starten. Wir werden dann bis Sonntag in Leipzig sein und irgendwann wieder Richtung Heimat starten. Wir freuen uns sehr darauf, viele liebgewonne Autoren und Blogger zu treffen. Ist jemand von Euch auch dort? Wie lange bleibt Ihr auf der LBM?

Was war dein Wochenhighlight?

Der Erhalt unserer Presseausweise war definitiv mein Wochenhighlight und kann es kaum noch erwarten, endlich loszufahren. Es geht wirklich ein Traum in Erfüllung, denn ich habe es bisher noch nie geschafft, eine solche Messe zu besuchen.

Ich hoffe, Ihr habt eine tolle Woche mit ganz viel Lesezeit und wenig Stress. Hier im Norden ist es zwar bitterkalt, aber die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel und die ersten Vögel zwitschern schon. Hoffentlich kommt der Frühling bald.

Passt auf Euch und Eure Lieben auf,

Eure
Nina

[ Rezension] Mississippi Bande von Davide Morosinotto

 

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Titel: Mississippi Band
Autor: Davide Morosinotto
Übersetzerin: Cornelia Panzacchi
Verlag: Thienemann Verlag
Erscheinungsdatum: 17. Januar 2017
Format: Hardcover (368 Seiten)
ISBN: 978-3522184557
Preis:  14,99€

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Leseprobe

 

Worum geht es?

Alles begann mit dem Mord an Mr. Darsley. Oder vielleicht auch nicht. Wenn ich es mir recht überlege, begann es eigentlich ein paar Wochen zuvor. An dem Nachmittag, als wir durch die Sümpfe des Bayou paddelten, um ein paar Fische zu fangen. Was wir stattdessen fingen, war eine verbeulte Blechdose, in der drei Dollar lagen. Drei Dollar! Dafür würden wir uns etwas im Katalog bestellen. Noch ahnten wir nicht, dass wir mit dieser Bestellung das größte Abenteuer unseres Lebens auslösen würden …Quelle: Thienemann

 Meine Meinung zum Buch:

Dieses außergewöhnliche Buchcover und der Klappentext haben mich sehr neugierig auf die Mississippi-Bande gemacht. Es wurden sofort wunderschöne Erinnerungen an meine Kindheit mit Tom Sawyer und Huckleberry Finn hervorgerufen. Ich habe dieses Buch von den beiden Abenteurern so oft gelesen und war ganz gespannt auf die von Davide Morosinotto geschriebene Geschichte. Das Cover ist eine richtige Augenweide. Hier wurden 3D Effekte mit glänzender Schrift und nostalgischen Bildern kombiniert. Alleine für diesen genialen Augenschmaus gibt es schon mal volle Sternenzahl. Aber nicht nur das Cover ist wunderschön, auch die vielen Schwarz-Weiß-Illustrationen sind ein Traum, hier haben die Illustratoren um Stefano Moro wirklich ganze Arbeit geleistet. Die Innengestaltung des Buches wirkt sehr geheimnisvoll und auch die vielen Kapitelanfänge, Karten, Katalogseiten und Zeitschriftenartikel sind perfekt ausgewählt und unterstreichen die spannende Geschichte.

Am Anfang des Buches erwartet den Leser ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis, welches sich in vier Teile gliedert. Die Story startet gleich vom ersten Kapitel an spannend. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen, obwohl die Namen der Kinder doch sehr gewöhnungsbedürftig sind. Der Autor verwendet die Ich-Perspektive, wodurch ich gleich einen Zugang zu der erzählenden Person bekommen habe. Ohne Ankündigung übernimmt im zweiten Teil dann ein anderer Protagonist die Erzählung. Das hat mich etwas verwirrt und mir auch nicht besonders gut gefallen. Da hätte ich mir vorher eine kleine Ankündigung gewünscht. Genauso einen Wechsel gibt es in Teil 3 und 4. Auch dort wird die Geschichte dann von einer anderen Person erzählt.

Der Schreibstil des Autoren ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Das Buch ist durchweg spannend geschrieben und bietet viel Raum zum Nachdenken und zu diskutieren. Allerdings finde ich das empfohlene Lesealter ab 10 Jahren als ungeeignet. Es sind viele Szenen ziemlich brutal und nicht altersgerecht erzählt. Ich würde deshalb die Geschichte eher einer Altersklasse ab 12 Jahren empfehlen. Zartbesaitete Kinder werden beim Lesen bestimmt keinen Spaß haben.

Das Ende hat mich dann leider auch nicht ganz zufriedenstellen können, denn während Teil 1-3 aus der Sicht eines der vier Kinder geschrieben wird, kommt im letzten Teil ein alter Mann zu Wort. Dieser Sprung in der Zeit war mir dann auch zu viel, ich hätte es schöner gefunden, die Geschichte aus Sicht des vierten Kindes weitererzählen zu lassen.

Fazit:

Ein spannendes Buch für Abenteurer mit grandiosen Illustrationen. Leider hat mich die Geschichte nicht richtig packen können und deshalb gibt es nur 3,5 von 5 Sternen.

[Rezension] Schandfleck von Jürgen Seibold

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Titel: Schandfleck: Ein Allgäu-Krimi
Autor: Jürgen Seibold
Verlag: Piper Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 12. Januar 2017
Format: Taschenbuch (320Seiten)
ISBN: 978-3492308526
Preis:  9,99€

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Leseprobe

zum Autor

Worum geht es?

Das Allgäu: ein idyllischer Landstrich voller Tatorte und Mordwaffen

Das kleine Dorf Obergassen liegt malerisch am Fuße der Allgäuer Alpen. Nur der heruntergekommene Garzinger Hof stört die ländliche Idylle – und manche Bewohner würden den Schandfleck des Ortes lieber heute als morgen abreißen lassen. Aber der kauzige Eigentümer Manfred Garzinger mag weder verkaufen noch renovieren. Eines Tages wird er tot in seinem abgewetzten Lehnsessel gefunden, und Kommissar Hansen stößt bei seinen Ermittlungen auf eine verschwiegene Dorfgemeinschaft, die ihre Angelegenheiten lieber selbst regelt …Quelle: Piper

Meine Meinung zum Buch:

Nachdem ich eine ganze Menge Kinder- und Jugendbücher gelesen habe, war ich wieder auf der Suche nach einen spannenden Krimi. Vor zwei Jahren habe ich mich ins Allgäu verliebt, deshalb wurde ich von Jürgen Seibolds neuen Buchcover magisch angezogen. Beim Betrachten des Titelbildes habe ich sofort Fernweh bekommen. Aber nicht nur das Cover hat mich angesprochen, sondern auch der Klappentet traf genau meinen Geschmack. Ganz klar, dieses Buch musste ich unbedingt lesen.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir ganz leicht gefallen, ich bin bereits nach ein paar Seiten am Platz des Geschehens angekommen. Der Autor hat einen wunderbar leichten, flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil. Ich habe mich dadurch gleich sehr wohl gefühlt. Durch die vielen detailgenauen und bildgewaltigen Beschreibungen der Landschaft hatte ich die Gegend gleich vor Augen.

Der Plot ist von Anfang an spannend und kann durch die verschiedenen Erzählperspektiven auch stetig an Tempo und Spannung zunehmen. Neben einer süchtig machenden Geschichte überzeugt bei diesem Krimi auch ein überaus sympathisches Ermittlerteam. Ich mochte Eike Hansen von Beginn. Er ist, wie ich auch, ein Nordlicht, das mit einigen Sprachbarrieren zu kämpfen hat. Ich habe vor zwei Jahren auch immer mit Fragezeichen im Gesicht die Einheimischen angeschaut, wenn sie mit ihrem Dialekt versucht haben, mir etwas zu erzählen. Auch mit den anderen Protagonisten konnte ich schnell sympathisieren oder im Fall der Verdächtigen eben nicht. Die Anzahl der Protagonisten habe ich als überschaubar empfunden und sie in der Geschichte auch ziemlich schnell einordnen können. Ich habe die ganze Geschichte über mitgerätselt und bin dem Täter tatsächlich erst ganz zum Schluss auf die Schliche gekommen. Das Buch hat ein gelungenes und stimmiges Ende. Der Autor löst alle gesponnenen Fäden zum Buchende auf, sodass für mich keine Fragen offen bleiben.

“Schandfleck” ist schon der fünfte Fall von Eike Hansen und seinen Kollegen. Ich habe also noch einiges aufzuholen. Auch ohne Hintergrundwissen bin ich mit der Geschichte sehr gut zurecht gekommen, allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich einige interessante Ereignisse verpasst habe.

In nur zwei Tagen bin ich durch die 313 Seiten hindurch geflogen und war fast ein wenig traurig, dass ich nun das Buch in Regal stellen muss.

Fazit:

Ein genialer Allgäu-Krimi, der seinesgleichen sucht. Von Anfang bis Ende hat mich dieser Krimi bestens unterhalten. Ich spreche gerne eine Leseempfehlung aus und vergebe sehr gerne fünf von fünf Sternen

[Rezension] Goodbye Zucker von Sarah Wilson

 

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Titel: Goodbye Zucker
Autor: Sarah Wilson
Übersetzerin: Gabriele Lichtner
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 22.Juni 2015
Format: Broschur (224 Seiten)
ISBN: 978-3442175406
Preis:  12,99€

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Worum geht es?

Jeder kennt ihn, diesen Heißhunger auf Süßes: ruckzuck ist statt einem Stückchen Schokolade gleich die ganze Tafel weg. Wie man sich vom Zucker und seinen Tücken befreien kann, verrät uns die Australierin Sarah Wilson mit ihrem einfachen 8-Wochen-Entzuckerungsprogramm. Auf dieses Buch haben viele gewartet, denn die trendigen Rezeptideen mit vielen süßen Alternativen stehen ganz unter dem Motto: Naschen erlaubt – – aber gesund und mit Spaß!

„Mit den 108 trendigen Rezeptideen der Bestseller-Autorin sagt der süße Genießer mit gesundem Nachwerk dem schlechten Gewissen ade.“Quelle: Randomhouse

Meine Meinung zum Buch:

Mit dem Thema Zucker habe ich mich in der letzten Zeit schon etwas intensiver beschäftigt. Nachdem mein zuletzt zu diesem Thema gelesenes Buch ja eher sehr “theoretisch” geschrieben wurde und Rezepte ja nur einen kleinen Bereich abgedeckt hatten, gibt es in “Goodbye Zucker” 108 Rezepte, außerdem verspricht die Autorin zuckerfrei glücklich in 8 Wochen zu werden. Ich bin gespannt, ob dies auch bei mir zutrifft.

Dieses Buch fällt schon alleine durch das quadratische Cover mit den vielen Zitronen auf. Die große, geschwungene Schrift macht dieses Buch endgültig zum Eyecatcher.

Auch die Illustrationen finde ich sehr gelungen. Die vielen privaten Fotos der Autorin schaffen eine angenehme Atmosphäre beim Lesen.

Es gibt ein Inhaltverzeichnis, dort gibt es neben einer Einführung und ein paar persönliche Worte der Autorin, das 8-Wochen-Programm, Grundausstattung, 108 zuckerfreie Rezepte sowie einen praktischen Anhang mit z.B. Einkaufsliste und Rezeptverzeichnis.

Wie bei “Süßer leben ohne Zucker” erklärt die Autorin auch hier, warum ein zuckerfreier Leben empfehlenswert. Auch hier wird wieder deutlich: Nicht das Fett ist das Problem vieler Krankheiten; der Zucker ist es, der den Körper krank macht. Es geht natürlich nicht um den Verzehr in kleinen Mengen, sondern um den regelmäßigen Verzehr in hohen Mengen.

Dann geht es endlich los mit dem 8-Wochen-Programm. Auch hier findet der Leser jede Menge Tipps und Tricks rund um das zuckerfreie Leben. Diese sind alle sehr verständlich geschrieben und durch viele farbige Kästchen auch sehr übersichtlich und anschaulich anzusehen. Bevor die Autorin sich dann den zuckerfreien Rezepten zuwendet, gibt es einen detailreiche Beschreibung und Erklärung zur Grundausstattung. Dort geht es um die Herstellung von Saucen und Co. – zuckerfrei, versteht sich.

So gut informiert geht es dann weiter mit den vielen Rezeptideen. Interessant ist, wie einfach die Rezepte zu kochen sind und noch wichtiger, was für Zutaten verwendet werden. Als berufstätige Mama mit Haus und Hof habe ich nicht die Zeit und Lust, durch die ganzen Bioläden in der Umgebung zu fahren, um die benötigten Zutaten einzukaufen.

Da ich mich in Bioläden bereits gut auskenne und auf meinem Speiseplan immer häufiger vegetarische und vegane Gerichte stehen, habe ich keine Probleme mit dem Einkauf der Zutaten gehabt. Die Menge der Zutaten ist überschaubar und die Rezepte auch sehr lecker. Besonders gut finde ich die übersichtliche Einteilung: Frühstücksideen, Smoothies und Co., Gesunde Detox-Gerichte, herzhafte Snacks, Naschen mit Kids, Süßes für Zwischendurch und Kuchen & Desserts.

Nach 224 gelesenen Seiten habe ich das Buch begeistert zur Seite gelegt, auch in diesem Buch habe ich viele neue, sehr interessante Dinge über den Zucker erfahren. Ich werde mit Sicherheit das ein oder andere Rezept in meinen Speiseplan aufnehmen. Allerdings wird es wohl nicht möglich für mich sein, dauerhaft auf Obst zu verzichten. Allen, die sich mit einem zuckerfreien Leben auseinandersetzen, kann ich hier eine Leseempfehlung aussprechen.