[Rezension] Fliedersommer von Cathy Bramley

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Titel: Fliedersommer
Autor: Cathy Bramley
Übersetzerinnen: Franziska Heel
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 13.Juni 2017
Format: Klappenbroschur (448 Seiten)
ISBN: 978-3453422070
Preis: 9,99€

zum Buch

 

 

 

Worum geht es?

Holly Swifts größter Traum wird wahr, als ihr eine Stelle auf Wickham Hall angeboten wird. Gemeinsam mit Ben, der Hollys Herz auf Anhieb höherschlagen lässt, organisiert sie die schillernden Sommerfeste und Hochzeiten auf dem prächtigen Anwesen, das Zeit ihres Lebens ein besonderer Ort für sie war. Bereits als Kind ist sie durch die Gärten und Gänge des Schlosses gewandert. Doch welche Geheimnisse das Gemäuer wirklich für sie bereithält, muss Holly erst noch erfahren …Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Fliedersommer – ein Buchtitel, der bei mir sofort wunderschöne Kindheitserinnerungen hervorruft. Ich liebe den Geruch dieser Blumen und ich mag es in meinem nun doch schon nicht mehr ganz so jungen Alter, an diese Zeit und unsere großen, duftenden Fliederbäume im Garten erinnert zu werden. Aber nicht nur der Buchtitel hat mich sofort neugierig gemacht, sondern auch der Blick auf das wunderschöne Cover. Der locker gebundene Fliederstrauß und die dazu passende Schriftfarbe machen das Buch zu einem richtigen Eyecatcher. Aber natürlich ist nicht nur die Optik für mich interessant gewesen. Auch der Klappentext hat Lust auf eine locker-leichte Liebesgeschichte gemacht. Von der Autorin Cathy Bramley hatte ich bisher noch nichts gelesen und ich war ziemlich gespannt auf ihren Schreibstil und die Umsetzung ihres Fliedersommers und die Geschichte um Holly und Ben.

Der Einstieg in die Geschichte war nicht ganz so leicht wie erwartet. Die Erzählungen und Beschreibungen wirkten auf mich leicht gehetzt und haben nicht sofort eine Wohlfühlstimmung bei mir aufkommen lassen. Mit dem Schreibstil der Autorin bin ich aber gut zurecht gekommen. Er ist durchweg flüssig und leicht geschrieben und hat mich durch die ersten Kapitel förmlich fliegen lassen.

Für die Protagonistin Holly habe ich auch gleich Sympathien entwickelt, denn ihr Charakter ist besonders liebevoll beschrieben und ich denke es wird wenig Leser geben, die dies nach den ersten gelesenen Kapiteln anders sehen.

Die Beschreibungen des Herrenhauses und deren Ländereien haben mir super gefallen. Die Beschreibungen sind sehr bildgewaltig und detailgetreu, dadurch habe ich ein tolles Bild von “Wickham Hill” bekommen. Ich glaube, an so einem Ort würde ich mich auch sehr wohl fühlen. Leider fehlt mir im ganzen Buch der Bezug zum Flieder und ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, warum gerade dieser Titel gewählt wurde?

Ein weiterer großer Wermutstropfen ist für mich die Entwicklung der Geschichte, denn mir fehlen bei der Begleitung von Hollys Geschichte die Ecken und Kanten. Ein junges Mädchen bewirbt sich auf eine Traumstelle, die sie dann auch sofort ohne Konkurrenzkampf durch andere Bewerber bekommt. An ihrem ersten Arbeitstag steht sie allein vor ihrer neuen Aufgabe, ihre Chefin fällt für unbestimmte Zeit aus und diese eigentlich unlösbare Aufgabe löst sie mit Bravour und ohne große Hilfe von außen. Das wirkt auf mich total unrealistisch, deshalb ist es mir dann auch mit Fortlauf der Geschichte immer schwerer gefallen, mit dieser Erzählung richtig warm zu werden. Auch die Geschichte zu Ben zieht sich so in die Länge, dass ich teilweise keine große Lust mehr hatte, die Geschichte weiterzulesen. Und obwohl sie so viel Potenzial gehabt hätte und die Idee des Buches auch toll ist, konnte es mich bis zum Ende nicht richtig fesseln und in die Welt von Holly und Ben abtauchen lassen.

Schade, meine durch den Titel und das Cover in das Buch gesetzten Erwartungen konnten nicht im geringsten erfüllt werden. Am Ende war ich von der liebenswerten Holly und ihrem fehlerfreien Verhalten ziemlich genervt und fast froh, das Buch aus der Hand legen zu können.

Fazit:

Leider hat mich dieses Buch nicht richtig fesseln und begeistern können. Meine Erwartungen an das Buch wurden nicht erfüllt und deshalb gibt es knappe 2,5 von 5 Sternen.

[Blogparade] Ich und mein Blog

…naja, strenggenommen müsste es in unserem Fall heißen: “Ich und unser Blog”, aber da sind wir jetzt mal nicht so pingelig. Winking smile

Mitte Juli hat die liebe Steffi von angeltearz liest eine ganz wundervolle Blogparade ins Leben gerufen und alle Blogger, egal aus welchem Bereich, dazu eingeladen mitzumachen. Viele haben dies bereits getan und nun möchte ich auch mich und tthinkttwice in diese Liste mit einreihen.

Anlass zur Blogparade hat die schlechte Stimmung in der Bloggerwelt gegeben, die in letzter Zeit leider vorherrschend war. Blogger haben andere Blogger in ihren Posts niedergemacht, Anderen die Rezensionsexemplare geneidet oder sich anderweitig missfällig geäußert.
Das alles ist sehr schade und sollte natürlich nicht so sein. Steffi ruft uns also alle dazu auf füreinander einzustehen, Neid und Missgunst sein zu lassen und einfach zu zeigen, dass hinter jedem Blog ein Mensch und keine gefühllose Maschine steckt.

Blogparade

Du und dein Blog – Die Fragen

Wer bist du? Stell dich vor!

Ich bin Miriam, mittlerweile bereits 33 Jahre alt, Mutter einer ganz wundervollen Tochter und Ehefrau des besten Ehemanns der ganzen weiten Welt. Besagter Ehemann bloggt übrigens auch hier bei tthinkttwice mit.
Zusammen mit zwei sehr speziellen Katzen wohnen wir im Norden Hamburgs, in Schleswig-Holstein. Seit meinem sechsten Lebensjahr bin ich ein Nordlicht und kann es mir auch gar nicht vorstellen woanders zu wohnen als im verregnenten Schleswig-Holstein.
Im Moment bin ich in Elternzeit, arbeite aber ansonsten als Erzieherin und liebe meinen Beruf, obwohl er wirklich nicht gerade unanstrengend ist.

Ich gehöre zu der Kategorie, die viel zu viele Interessen haben, sich dann aber nicht entscheiden können worauf sie ihren Fokus legen und so im Endeffekt zu gar nichts kommen. So möchte ich beispielsweise schon seit Jahren endlich nähen lernen oder mir einen Hogwarts Schal selberstricken oder ganz viel basteln oder oder oder. Überall im Haus liegen angefangene Projekte rum, Wolle oder Bastelmaterial. Von den Büchern wollen wir erst gar nicht sprechen.
Ich schaffe es ziemlich gut mich auf das Bloggen und Lesen als Hobby zu konzentrieren, könnte aber mehr schaffen, würde ich nicht ständig den Drang haben etwas Neues lernen zu wollen. Winking smile

Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich habe Ende 2011 den Entschluss gefasst, dass ein Blog hermuss und ich der Welt unbedingt mitteilen möchte, was ich so denke und was ich von bestimmten Büchern und Produkten halte.
Ursprünglich wollten mein Mann und ich eigentlich Produkttests machen, denn es ist uns mächtig auf die Nerven gegangen, dass wir so häufig auf Produkte gestoßen sind, die super beworben wurden, sich aber als Müll herausgestellt haben. Wir haben auch mit einigen Produkttests angefangen, doch recht bald fing ich an über Bücher zu schreiben und diese wurden dann zum Hauptthema, bis der Blog eigentlich ein reiner Bücherblog geworden ist. Seit 2016 unterstützt uns übrigens eine Freundin von mir bei der Blogarbeit und schreibt fleißig Rezensionen.

Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Ja, mein Umfeld weiß mittlerweile davon, dass ich blogge. Ich bin stolz auf meine Arbeit, die ich hier leiste und stehe voll dahinter.
Das war aber nicht immer so. Denn ich habe mich recht lange ein wenig geschämt so öffentlich im Netz unterwegs zu sein. Ich weiß gar nicht mehr wieso. Damals habe ich meinem Umfeld nichts davon erzählt. Heute halte ich damit überhaupt nicht mehr hinterm Berg.
Die meisten sind sehr interessiert und wollen gerne mal einen Blick auf den Blog werfen. Einige Andere interessiert es gar nicht, aber negatives habe ich noch nicht darüber gehört.

Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

Na klar! Social Media ist heutzutage ja gar nicht mehr wegzudenken. Besonders dann nicht, wenn man – wie beispielsweise als (Buch)Blogger sehr viel online unterwegs ist.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit anderen Bloggern, was die Aktivität auf verschiedenen Portalen bei weitem nicht mithalten kann, aber ich habe einige Accounts, man kann mir folgen und ich bin tatsächlich aktiv dort, nur eben aktiv für meine Verhältnisse und nicht für die des Durchschnittsusers.
Macht aber nichts, denn das soll ja alles Spaß machen. Smile

Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen? (Trau dich und sei ehrlich)

Ja, da gibt es tatsächlich etwas. Mich stört dieses permanente Konkurrenzdenken, der Neid und die Missgunst einiger Blogger da draußen.
Ist es denn nicht egal, dass XY 1000 Abonnenten hat und man selber nur 200? Warum kann man sich nicht darüber freuen, dass ein Blogger, der noch nicht so lange dabei ist wie man selber, mit einem berühmten Autor auf der Buchmesse frühstücken darf und man selber hat bei dem Verlag noch nicht einmal die Chance ein Rezensionsexemplar anzufordern. Was soll’s.
Das alles und noch viele Dinge mehr sollten doch eigentlich egal sein. Denn das Bloggen und das Lesen sind doch Dinge, die uns allen Spaß machen, deswegen machen wir sie doch auch oder? Warum kann man sich denn nicht einfach für den Anderen freuen, sondern sitzt grummelt vor dem Rechner oder dem Smartphone und flucht über die Ungerechtigkeit der Welt.
Warum höre ich z.B. auf Bilder einer Person zu liken, nur weil ich ihr nicht mehr Likes oder Abonnenten gönne als mir? Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht.

Ich würde mir einfach wünschen, dass jeder Spaß an seinem Hobby haben darf, egal wie “erfolgreich” oder eben nicht erfolgreich er ist, mit dem was er tut.
Ich blogge seit fast sechs Jahren und tthinkttwice ist relativ klein. Aber dennoch habe ich mir eine gute Wissensbasis aufgebaut, die ich gerne an Andere weitergebe, wenn sie nach Hilfe fragen. Und genau das würde ich mir von anderen Bloggern auch wünschen.

Auch würde ich mir wünschen, dass meine Meinung und mein Lesegeschmack als das akzeptiert wird, was es ist – MEINE Meinung und MEINE Vorliebe. Es bleibt doch jede, selber überlassen, was er gut findet oder nicht. Warum also muss ich mich dann hinstellen und mich darüber auslassen, wie es nur sein kann, dass jemand genau dieses Buch mochte, obwohl es ja so verwerflich ist oder wieso jemand nur Jugendbücher liest und noch nie einen Klassiker in der Hand hatte. Leben und leben lassen. Lasst den Menschen doch ihre Vorlieben und urteilt nicht darüber, besonders nicht öffentlich und hetzerisch.

Und was magst du an der Bloggerwelt?

Wie bereits erwähnt, blogge ich seit fast sechs Jahren und in dieser Zeit habe ich so einige Blog-Bekanntschaften und teilweise auch Freundschaften geschlossen. Gleiche Interessen verbinden und das dann ausleben zu können, ist einfach wunderbar.
Ich habe auf diesem Wege Menschen kennengelernt, auf die ich mich mehr verlassen kann, als auf Leute in meinem Umfeld. Menschen, bei denen ich festgestellt habe, dass uns mehr verbindet als “nur” die Liebe zu Büchern und das Bloggen.
Ich habe Überraschungspost zum Geburtstag bekommen, super liebe Karten zu Weihnachten, ein Überraschungspäckchen mit einem Buch – einfach so, weil die Person mir schlicht und einfach eine Freude machen wollte oder aufmunternde Worte in Situationen, in denen ich diese ganz dringend gebraucht habe.
Einige dieser Menschen durfte ich bereits persönlich kennenlernen und habe sie so noch mehr in mein Herz geschlossen. Bei einigen steht ein persönliches Treffen noch aus.
Ein wertschätzendes Miteinander ist mir sehr wichtig und all diese “Kleinigkeiten” zeigen, dass jemand an mich gedacht hat. Dass diese Menschen einen Teil ihrer Zeit und Energie für mich hergegeben haben, damit es mir gut geht und genau das finde ich so wundervoll.
Aus Fremden werden Freunde und man tut einander gut – gleiche Interessen verbinden eben.

Liest du auch außerhalb deines eigenen „Blogbereiches“ oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?

Das tue ich in der Tat, auch wenn ich zugeben muss, dass ich wahrscheinlich so um die 95% in “meinem” Bereich lese und nur 5% davon außerhalb.
Ich habe z.B. angefangen Mama- bzw. Familienblogs zu lesen, seitdem ich selber auch Mama bin. Und weil ich gerne Dinge selber mache, verfolge ich auch einige DIY-, Häkel- und Bastelblogs.
Grundsätzlich gilt bei mir, was mein Interesse wecken und halten kann wird abonniert bzw. gelesen.

Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Das erinnert mich wieder daran, dass ich unbedingt noch eine Blogroll anlegen wollte…muss ich dringend auf meine Blog-To-Do-Liste schreiben.

Wenn ich an meine Lieblingsblogs denke, fallen mir gleich drei ein, die ich schon seit meinen ersten Gehversuchen hier in der Bloggerwelt verfolge. Und zwar sind das zum einen Buchbahnhof von der lieben Yvonne, Griinsekatzes Leseecke der lieben Franzi und Tintenhain, das der lieben Mona gehört.

Sehr gerne lesen tue ich außerdem noch bei read books and fall in love von Elizzy, Tirilu und super.lese.helden von der lieben Tina.

Falls ich jemanden vergessen haben sollte (was ich fast glaube), dann tut mir das total Leid. Ich lese bei so vielen von euch sehr gerne!

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Wenn ihr auch Lust habt mitzumachen, dann schaut doch bei angeltearz vorbei, nehmt euch die Fragen mit und beantwortet diese.

[Rezension] Seit du bei mir bist von Nicolas Sparks

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Titel: Seit du bei mir bist
Autor: Nicolas Sparks
Sprecher: Alexander Wussow
Verlag: Random House Audio, Gekürzte Lesung
Erscheinungsdatum: 27.März 2017
Format: 6 CDs, Laufzeit: ca. 7h 50
ISBN: 978-3837137767
Preis: 14,95€

zum Hörbuch

 

Worum geht es?

Der große neue Roman von Nicholas Sparks

Mit 34 glaubt Russell, auf der absoluten Glücksseite des Lebens zu stehen: Er hat eine umwerfende Frau und eine süße kleine Tochter, ein wunderschönes großes Haus und beruflichen Erfolg. Doch dann bricht sein Traum binnen kürzester Zeit entzwei: In der Ehe zeigen sich deutliche Risse, und eine berufliche Neuorientierung erweist sich als gefährliche Sackgasse. Mit einem Mal steht er da, verlassen und arbeitslos, und soll sich alleine um die fünfjährige Tochter kümmern. Zunächst fühlt er sich komplett überfordert, nur langsam schafft er es, sich aus der Krise heraus zu kämpfen. Dabei hilft ihm auch eine Frau, die er für immer verloren glaubte. Doch dann schlägt das Schicksal erneut zu …Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Nicolas Sparks und Alexander Wussow, zwei Namen die mein Herz höher schlagen lassen. Sparks schreibt tolle Bücher und seine Buchverfilmungen rühren mich häufig zu Tränen, und Wussow hat eine wunderschöne Stimme, weshalb ich mir gern Geschichten von ihm vorlesen lasse.

Das Cover ist sehr geschmackvoll gewählt. Mir gefallen die hellen Farbtöne genauso wie die wenigen, hübsch in Szene gesetzten Gegenstände. Auch der Klappentext hat mich sehr angesprochen und neugierig auf das Hörbuch gemacht.

Mit einem großen Becher Milchkaffee ausgestattet, habe ich mich gemütlich in meinem Strandkorb gesetzt und begonnen, die erste CD zu hören. Hach, auch bei diesem Hörbuch bin ich wieder ganz verzaubert vom ruhigen und gleichmäßigen Lesetempo Alexander Wussows. Nicht nur die Geschichte von Nicolas Sparks lässt mich nach den ersten Kapiteln ein ein Traumland eintauchen, auch der Klang der Stimme schafft großartige Wohlfühlmomente. Nun aber zurück zu den Fakten und weg von der jugendlichen Schwärmerei *hüstel*.

Wie aus allen von mir bereits gelesenen Büchern des Autors gewohnt, lässt er sich auch bei dieser Geschichte sehr viel Zeit, seine Protagonisten und deren Lebensumstände in aller Deutlichkeit und mit bildgewaltigen Beschreibungen ans Herz zu legen. Die Geschichte ist durch eine leichte und flüssige Wortwahl sehr gut verständlich und macht Lust auf mehr. Auf der ersten CD war ich mit den Protagonisten auch ganz zufrieden. Ich habe mich zwar mit ihren Handlungen nicht immer identifizieren können, aber sie waren mir mehr oder weniger sympathisch.

Leider kippte dieser Eindruck nach der zweiten CD und Russel und Vivian fingen an mich zu nerven. Mit Vivians Art und wie sie sich gegenüber Russel verhalten hat, kam ich so wenig klar, dass ich am liebsten gar nicht weitergehört hätte. Mit so einer Art Frau kann ich überhaupt nichts anfangen und für ihre Handlungen habe ich nicht das geringste Verständnis. Auch mit Russel konnte ich ab dort nicht mehr richtig sympathisieren und hätte mir von seinem Charakter mehr Rückgrat und einige Ecken gewünscht, stattdessen lässt er sich von seiner tyrannischen Frau alles gefallen. Ist wahrscheinlich vom Autor so gewünscht, aber mir gefällt das überhaupt nicht. Auch die anderen Protagonisten, mit Ausnahme von Russels großartiger Schwester Marge, empfand ich eher als blass und werden mir bestimmt nicht sehr lange mehr in Erinnerung bleiben.

Leider schleppt sich auch der Verlauf der Geschichte ohne wirklich spannende und aufregende Erlebnisse so dahin. Einzig Wussows Stimme hat mich davon abgehalten, das Hörbuch vorzeitig zu beenden. Der Wunsch, dass die Geschichte vielleicht doch noch etwas an Fahrt aufnimmt und mich mitreißt, wurde leider erst bei der letzten CD erfüllt. Dann allerdings überschlagen sich dermaßen die Ereignisse, dass ich teilweise Schwierigkeiten hatte, dem Verlauf folgen zu können.

Das Ende hat mich dann doch ein kleines bisschen versöhnlich gestimmt und für einen dicken Kloß im Hals und die eine oder andere Träne gesorgt.

Fazit:

Als großer Fan von Nicolas Sparks Büchern muss ich diesmal leider sagen, dass mich die Geschichte überhaupt nicht fesseln konnte. Mit den Protagonisten konnte ich leider nicht warm werden und der Plot hat mich leider über viele Strecken im Buch nicht fesseln können. Schade, deshalb gibt es für dieses Hörbuch nur knappe drei von fünf Sternen.

[Rezension] Don’t you cry–Falsche Tränen von Mary Kubica

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Titel: Don’t you cry – Falsche Tränen
Autor: Mary Kubica
Verlag: HarperCollins Germany
Erscheinungsdatum: 12. Juni 2017
Format: Klappenbroschur (384 Seiten)
ISBN: 978-3959671057
Preis: 14,99€

zum Buch

Leseprobe


Worum geht’s?

Mitbewohnerin.
Freundin.
Mörderin?

Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Der spannender Klappentext, ein sehr ansprechendes Cover und die Versprechung auf einen “fesselnden psychologischen Thriller” haben mich sofort neugierig auf das Buch gemacht.
Doch leider gibt es ein kleines Problem, wenn durch Marketing eine entsprechende Erwartung geschürt wird und das Produkt diese leider nicht so ganz einhalten kann. Der Kunde ist meistens enttäuscht oder ärgert sich, nicht das bekommen zu haben, was er eben – naja – erwartet hat.

Nicht falsch verstehen. Das Buch ist durchaus interessant, aber in meinen Augen eben kein Thriller. Mehr ein Drama mit Spannungsmomenten.
Doch wenn mir ein Thriller versprochen wird, dann möchte ich gerne einen haben. Ungefähr Dreiviertel des Buches habe ich den Thrill gesucht und im letzten Viertel dann endlich gefunden.
Das Ende des Buches hat so einiges an Langatmigkeit der vorherigen Kapitel wettmachen können, das ändert aber leider nicht so viel daran, dass ich mich die meiste Zeit beim Lesen etwas gelangweilt habe.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen. Doch sie neigt zu ausschweifenden und teilweise sich wiederholenden Erklärungen bzw. Beschreibungen. Das bin ich von Thrillern einfach nicht gewohnt. Meine Erwartung war, dass es rasant zugeht und ich mich nicht mit irrelevanten Erzählungen beschäftigen muss. Dies hat leider dafür gesorgt, dass der Spannungsbogen immer wieder abgeflaut ist, bis er an einigen Punkten sogar komplett inexistent war.

Die Autorin lässt sich viel Zeit für ihre Charaktere und führt sie recht langsam ein. Zum Teil ist das so für die Dramaturgie gewollt, zum Teil ist es aber leider auch einfach langatmig. Dies hatte bei mir zur Folge, dass ich Schwierigkeiten hatte die Charaktere einzuordnen oder auch mich mit ihnen zu identifizieren und so nur halbherzig mitgefiebert habe.

Beim Ende zeigt die Autorin allerdings was sie alles kann. Sie hat die Geschichte über mehrere hundert Seiten so aufgebaut, dass ich bis zum Schluss bestimmte Zusammenhänge nicht einmal im Ansatz erahnt habe, sie aber eigentlich zu erahnen gewesen wäre, hätte man als Leser die richtigen Schlüsse gezogen.
Wirklich geschickt gemacht. Wäre das ganze Buch so geschrieben wie das Ende, man hätte mich nicht mehr von diesem Buch loseisen können.
Doch leider war der Großteil des Buches zu langatmig und wenig spannend für einen Thriller. Sehr schade, denn konzipieren kann die Frau wirklich sehr gut.

Fazit

Klappentext, Cover und Marketing versprechen hier einen Thriller. Gefunden habe ich ihn leider erst im letzten Viertel des Buchs.
Wer hier nicht mit der Erwartung rangeht, einen Thriller in der Hand zu haben, sondern ein Drama mit Spannungsmomenten, der könnte wirklich große Freude an dem Buch haben. Denn die Autorin versteht sich sehr gut darin, eigentlich ganz offensichtliche Dinge bis zum Ende zu verschleiern und den Leser so ziemlich zu überraschen.
Von mir gibt es daher gute 3 von 5 Sternen. Hier gibt es ganz eindeutig Potenzial nach oben für ihr nächstes Buch.

[Rezension] Summer Switch von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin

978-3-401-60324-7

Titel: Summer Switch
Autor: Stefanie Gerstenberger und Marta Martin
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 10. Juli 2017
Format: Hardcover (376 Seiten)
ISBN: 978-3401603247
Preis: 15,00€

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Leseprobe

 

 

Worum geht es?

Bei der schlanken Felicia und der rastazöpfigen Catta ist es Krieg auf den ersten Blick. Schon am ersten Ferientag am Hotelpool auf Elba geraten die beiden aneinander. Und dann passiert es: Durch einen magischen Switch finden sich die beiden am nächsten Morgen im Körper der jeweils anderen wieder! Die coole Catta liegt im Bett von Felicia, in einem schmalen Körper und mit einem Kleiderschrank voll langweiliger Klamotten. Die brave Hoteliers-tochter Felicia hingegen erwacht im klapprigen VW-Bus von Cattas Familie. Der Horror! Wenn doch bloß Cattas Bruder Jacques nicht so süß wäre … Felicia und Catta brauchen nun ausgerechnet ihre allerbeste Feindin als Verbündete, um wieder sie selbst zu werden und diesen verfluchten Sommer irgendwie zu überstehen. Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Bei diesem Buch handelt es sich um das bereits dritte Gemeinschaftsprojekt vom erfolgreichen Mutter-Tochter-Gespann Gerstenberger/Martin. Wie bei den beiden Vorgängern ist auch dieses Buch mit einem wunderschönen Cover in Szene gesetzt. Es wurden viele sommerliche Motive verwendet und die vielen UV-Lackierungen machen dieses Buch zu einem absoluten Eyecatcher. Auch das hübsche Lesebändchen in orange kann bei mir punkten. Nachdem ich das Buch ausgiebig berührt und durchgeblättert habe, bin ich mit Felicias und Cattas Geschichte gestartet.

Dank des tollen, leichten und lockeren Schreibstils der Autorinnen bin ich gut in der Geschichte angekommen. Sie versprühen gleich auf den ersten Seiten jede Menge italienischen Mittelmeerflair. Ich habe sofort Lust bekommen, meine Koffer zu packen und nach Elba zu reisen.

Das Buch beginnt mit den Erzählungen der Protagonistin Felicia. Damit der Leser auch sofort weiß, welche der beiden Mädchen gerade ihre Geschichte erzählt, hat der Arena Verlag sich entschieden, nicht nur am Kapitelanfang die Namen der jeweiligen Protagonistinnen abzudrucken, sondern diese Namen zusätzlich unten neben die Seitenzahl zu drucken. Eine schöne Hilfe, die ich total genial finde.

Auf den ersten Seiten werden die Charaktere mit sehr viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt. Eins wird beim Lesen sofort klar: Die Mädchen könnten nicht unterschiedlicher sein. Und sie können sich überhaupt nicht ausstehen.

Ich habe lang überlegt, welchen Charakter ich lieber mag. Ich habe mich nicht entscheiden können, denn jedes Mädchen ist auf ihre Weise einfach liebenswert, ich mag jede ihrer Ecken und Kanten. Felicia fehlt eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein, Catta fehlt die ruhige Art und der Familiensinn. Wie praktisch, dass sich nach kurzer Lesezeit die Mädchen im Körper der jeweils anderen befinden. Ich bin großer Fan von solchen Geschichten und habe mir beim Lesen häufig überlegt, wie sich Felicia und Catta im Körper der anderen fühlen mögen.

Es war toll zu lesen, wie die beiden Protagonisten sich im Laufe der Geschichte im Körper der anderen weiterentwickeln und teilweise sogar über sich hinauswachsen. Das Buch ist voller Höhen und Tiefen und war dadurch für mich zügig zu lesen. Es regt zum Nachdenken an, bietet aber auch viel Humor. Ich finde, die Geschichte wurde für die empfohlene Altersklasse perfekt umgesetzt.

Ich habe von Anfang bis Ende großen Spaß beim Lesen gehabt und alles um mich herum komplett ausgeblendet. Die 372 Seiten sind wie im Flug gelesen worden und ich habe das Buch mit einem Lächeln auf den Lippen beendet.

Am Schluss des Buches gibt es ein italienisches Glossar, damit konnte ich die mir nicht bekannten Wörter übersetzen.

Fazit:

Eine tolle, locker-leichte Sommergeschichte für sonnige Urlaubstage. Ich habe viel Freude beim Lesen gehabt und spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus und nicht nur für die jungen Leser. Mille Grazie an Stefanie Gerstenberger und Marta Martin für dieses Sommer-Lesehighlight. Von mir gibt es verdiente fünf von fünf Sternen.

[Rezension] Der magische Faden von Tom Llewellyn

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Titel: Der magische Faden
Autor: Tom Llewellyn
Illustratorin:  Nina Dulleck
Verlag: Thienemann Verlag
Erscheinungsdatum: 20. Juli 2017
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Format: Gebundene Ausgabe & eBook (256 Seiten)
ISBN: 978-3-522-18449-6
Preis: 12,99€

zum Buch

Leseprobe

Worum geht’s?

Wie unheimlich der schwarze Faden aussieht! Als Markus ihn vorsichtig berührt, bekommt er einen elektrischen Schlag. Doch damit nicht genug: Der Faden bewegt sich und schlängelt sich quer durchs Haus, immer weiter, bis zum Dachboden. Dort stoßen Markus und seine Geschwister auf einen Karton mit alten Briefen ihres Vaters. Fünf Jahre ist es her, seit er in Griechenland spurlos verschwunden ist. Immer tiefer tauchen Markus und seine Geschwister in die griechische Mythologie ein, um ihren Vater wiederzufinden. Die Spur führt direkt zum Labyrinth des Minotaurus …

Meine Meinung zum Buch

“Der magische Faden” wird als Buch für Fans von Percy Jackson beworben. Ich selber habe die Bücher noch nicht gelesen, weiß aber grob um was es darin geht. Daher war ich zunächst auch etwas irritiert als ich angefangen habe den magischen Faden zu lesen und sich herausstellte, dass alle Charaktere normale Menschen und keine Halbgötter oder Gestalten aus der griechischen Mythologie waren.
Nun gut, dachte ich mir, weiterlesen, da kommt bestimmt noch was. Ungefähr zur Hälfte des Buches habe ich mich dann damit angefreundet, dass die griechische Mythologie durchaus Teil der Geschichte ist, aber anders als ich gedacht hatte.
Obwohl ich durch den Vergleich mit Percy Jackson eine andere Erwartung an das Buch hatte, hat es mir dennoch gut gefallen.

Markus, Lukas und Jannie leben alleine mit ihrer Mutter, denn ihr Vater ist vor fünf Jahren spurlos in Griechenland verschwunden. Die beiden Brüder, besonders Lukas sind wütend auf ihren Vater, denn sie glauben, er habe sie absichtlich verlassen.
Als dann eines Tages ein sonderbares Paket bei ihnen ankommt, das ganz danach aussieht, als würde es von ihrem Vater stammen, ist die Aufregung groß.
Das Paket enthält jedoch nur ein schwarzes Wollknäuel. Nur? Plötzlich erwacht der schwarze Faden zum Leben! Er bewegt sich, lässt das Haus blau leuchten und versetzt Markus einen elektrischen Schlag. Das kann ganz eindeutig kein normaler Faden sein.
Zusammen mit Markus’ neuer Freundin Aster machen sie sich auf die Suche nach der Lösung dieses Rätsels.

“Der magische Faden” ist ein leicht geschriebenes Kinderbuch, das mit einer guten Portion Humor daherkommt. Selbst ein kleines bisschen schwarzen Humor lässt der Autor durchblicken.
Tom Llewellyn schreibt der Zielgruppe angemessen – locker, leicht und flüssig zu lesen. In seine Art von Humor musste ich mich zwar erst ein wenig “einarbeiten”, aber nach einigen Kapiteln musste ich doch so einige Male schmunzeln. Kinder im Alter der Zielgruppe finden die Sprüche der Charaktere bestimmt ganz besonders lustig.
Die Charaktere an sich sind interessant gezeichnet. Es sind keine “08/15” Persönlichkeiten, denn jeder von denen ist auf seine Art ganz besonders. Markus, z.B. ist sehr nah am Wasser gebaut und schämt sich dafür vor Lehrern und Mitschülern so häufig weinen zu müssen. Lukas kümmert sich rührend um seine Schwester, ist aber ansonsten ein kleiner Haudegen und die kleine Jannie ist super intelligent, spricht aber kein einziges Wort.
Ich fand die Charaktere sehr liebenswert und besonders Markus macht eine tolle Entwicklung durch.

Die ganze Geschichte ist toll aufgebaut, aber sowohl Klappentext als auch der Vergleich mit Percy Jackson lassen eine ganz andere Geschichte erahnen. Der Leser erfährt etwas über die griechische Mythologie, aber der Schwerpunkt liegt, meiner Meinung nach in den Themen Freundschaft, Familie und Zusammenhalt.
Die Story ist spannend erzählt und auch ich als erwachsener Leser konnte ein wenig mit rätseln, worauf die Geschichte hinauslaufen wird.

Fazit

Der Vergleich mit Percy Jackson hinkt vielleicht ein kleines Bisschen, aber dennoch habe ich dieses Buch gerne gelesen. Die Charaktere sind toll und liebenswert und auch die Geschichte hat mir gefallen.
Ich möchte diesem Kinderbuch 4 von 5 Sternen geben. Schaut es euch gerne einmal genauer an.

 

Weitere Rezensionen

Verena von Lieblingsleseplatz

tthinkttwice macht Sommerpause

SommerpauseIhr Lieben,
im August wird es ruhig werden hier auf unserem Blog, denn wir machen alle Urlaub! Juhu!
Ein wenig entspannen und die Seele baumeln lassen.

Für euch bedeutet das, dass es kaum Beiträge geben wird im August, wahrscheinlich nur hier und da mal eine Rezension.
Und das tthinkttwice-Reading von Nina und mir setzt einen Monat aus. Wir melden uns dazu Ende des Monats nochmal, um das Buch für September zu besprechen.

Wir wünschen euch allen ein paar schöne und erholsame Wochen und sehen uns so richtig aktiv Ende August/Anfang September wieder!