[Rezept] Kartoffel-Kidneybohnen-Eintopf

Kartoffel-Kidneybohnen-Eintopf_640Heute wird es kulinarisch! Und das ist nicht gleichbedeutend mit aufwändig. Ich stelle euch ein einfaches und darüber hinaus sehr schmackhaftes Rezept aus der fleischfreien Küche vor. Einen Kartoffel-Kidneybohnen-Eintopf. Wer Lust hat, kann sich im Anschluss an das Rezept noch über die Entstehung des Fotos informieren.

Los geht’s!

Zutaten (für zwei bis drei Personen)

  • 4-5 mittelgroße Kartoffeln
  • ca. 120gr Räuchertofu
  • 2 El Mehl
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 200ml Sojamilch (ungesüßt)
  • Saft einer Zitrone

Zubereitung

Den Räuchertofu in ca. 1x1cm große und 2mm dicke Scheiben schneiden, in einem Topf mit etwas Öl anbraten, aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und mit etwas Öl und dem Mehl im Topf kurz anbraten.

Kidneybohnen aus der Dose in einem Küchensieb abtropfen lassen und abbrausen. Anschließend mit dem Räuchertofu zusammen in den Topf zu den Kartoffeln geben, mit der Gemüsebrühe auffüllen und unter gelegentlichem Umrühren ca. 15-20min bei mittlerer Hitze garen.

In einer Schüssel die Sojamilch mit dem Saft einer Zitrone eindicken. Kurz vor Ende der Garzeit unter den Eintopf rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Backstage

Das Rezept habe ich auf der Website http://www.tierrechtskochbuch.de gefunden. Über die Seite bin ich vor einiger Zeit gestolpert, als ich aus Neugier auf der Suche nach fleischfreien Rezepten war. Sehr klasse fand ich, dass die Website die Möglichkeit anbietet, die Rezepte in Form eines PDFs herunterzuladen. Dabei wird nach eigenen Vorgaben ein persönliches PDF generiert (z.B. lassen sich alle Rezepte auswählen oder nach Kategorien filtern). Zudem bekommt man auf Wunsch verschiedene Inhaltsverzeichnisse (alphabetisch, nach Kategorie, nach Hauptzutat), wodurch aus einem Suchen tatsächlich eher ein Finden wird.

Von Experten für Experten

Viele Fotos von Hobbyköchen zeigen eher die nüchterne Realität. Das ist der meist einzige Unterschied zu aufwändig produzierten Kochbüchern oder Webseiten von sog. Foodbloggern. Das Problem dabei ist häufig, dass ein günstiger CMOS Sensor, wie er in eigentlich allen Digitalkameras und Handykameras steckt, einfach Probleme damit hat, die Farben ordentlich einzufangen. Von Makrofotografie ganz zu schweigen. Hinzu kommt aber auch, dass professionelle Fotos immer manipuliert sind. Sowohl vor als auch nach dem Shoot. Um euch ein Beispiel zu geben, erzähle ich euch einfach mal, wie ich das Foto für dieses Rezept gemacht habe.

Doch zunächst einmal eine Gegenüberstellung:

Right_Wrong

Für das Foto links habe ich nach dem Kochen überlegt, wie ich das Rezept lecker präsentieren kann. Durch den Räuchertofu wurde die Sauce eher gräulich und dadurch, dass natürlich alle Zutaten darin schwimmen – hey, es ist halt ein Eintopf! – kommen die natürlichen Farben von Kartoffel, gebratenem Tofu und Kidneybohne gar nicht zur Geltung.

Aber auch natürlich sei mal dahingestellt. Zuerst habe ich daher den Rest des Eintopfes nach dem Essen in ein Küchensieb gegeben und vorsichtig die Sauce vom Gemüse getrennt. Dann habe ich jeweils einige Kartoffelwürfel, ein paar Scheiben Räuchertofu und Kidneybohnen im Sieb saubergewaschen und beiseite gestellt. Die Kartoffeln waren mir zu farblos. Also habe ich sie zusammen mit etwas Wasser und Curcuma in eine Schüssel gegeben, um sie leicht einzufärben. Curcuma macht herrlich gelb!

Der Räuchertofu war zwar stellenweise kross angebraten, aber etwas mehr Farbe tat ihm schon gut. Also habe ich die Scheiben kurzerhand in etwas Sojasauce eingelegt.

Dann habe ich als Füllmasse etwas vom Gemüse in die Schüssel gegeben und mit der gefilterten Sauce aufgefüllt. Die sauberen Kidneybohnen, die Kartoffelwürfel und den Räuchertofu habe ich dann einzeln oben aufgelegt, teilweise leicht eingedippt und ein klein wenig der Sauce stellenweise noch drübergegeben.

Für den Kick sorgt noch etwas Cayennepfeffer (der ist nämlich schön rot) und ein bisschen grob gemahlener schwarzer Pfeffer. Eine Stange Blattpetersilie dient bloß als Deko, macht sich dabei aber verdammt gut.

fotoboxAufgenommen habe ich das Foto mit einer Rollei Digitalkamera auf einem Gorillastativ und Selbstauslöser (damit die Aufnahme nicht verwackelt). Die Ausleuchtung habe ich mit einem selbstgebastelten Lichtzelt erreicht, das auf dem Schreibtisch steht; darüber steht eine einfache Schreibtischlampe (Schreibtisch – Lampe! Smiley).

Last but not least – und dieser Schritt ist immer nötig, da wir über keine sündhaft teure Spiegelreflexkamera verfügen und die Sensoren in meiner Kamera eben überfordert sind – ist noch eine Nachbearbeitung mit Gimp fällig. Meist beschränkt sich das auf manuelle Einstellungen in Bezug auf Helligkeit, Kontrast und die Farbintensität. Ganz gute Resultate erziele ich dabei häufig auch mit der Anpassung der Farbkurven.

Und das war es auch schon. Irgendwann werden meine Frau und ich sicher in ein teures und hochwertiges Equipment investieren. Bis dahin wird halt weiter gebastelt… und ich finde, die Ergebnisse können sich trotzdem sehen lassen!

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