[Rezension] Dornröschenschlaf von Alison Gaylin

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Titel: Dornröschenschlaf
Autor: Alison Gaylin
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 23. August 2012
Format: Taschenbuch (464 Seiten)
ISBN-13: 978-3548283784
Preis: 9,99€

zum Buch

 


Inhalt
Die Privatdetektivin Brenna Spector leidet unter einem äußerst seltenen Syndrom – sie kann nichts vergessen. Mit all ihren Sinnen erinnert sie sich detailgetreu an Ereignisse, die teilweise Jahrzehnte lang zurückliegen. Sich an alles zu erinnern und somit niemals vergessen zu können, empfindet sie selber als eine Qual – für ihren Beruf jedoch als einen Segen.
So auch in ihrem neusten Fall – einem Fall, der bereits vor über zehn Jahren seinen Anfang nahm und auch schon damals Brennas Aufmerksamkeit genoss.
Vor elf Jahren verschwand ein junges Mädchen – Iris Neff – spurlos und ist bis heute nicht aufgetaucht. Nachdem nun auch eine Bekannte von Iris’ Mutter verschwindet, bittet der Ehemann der Verschwundenen die Privatdetektivin um ihre Hilfe.
Der Fall scheint umfangreicher zu sein, als Brenna zunächst dachte und auch viel gefährlicher.

Meine Meinung
Als ich vor einiger Zeit die Leseprobe zu Dornröschenschlaf gelesen habe, war ich wirklich begeistert davon und hatte somit hohe Erwartungen an das Buch. Ich habe mich richtig darauf gefreut, da mich die Geschichte von Brenna fasziniert hat. Ein Mensch, der sich mit allen Sinnen an wirklich jede Kleinigkeit erinnern kann.
Wer hohe Erwartungen hat, der kann allerdings auch schnell enttäuscht werden und so erging es mir leider mit Dornröschenschlaf.

Die Idee an sich ist gut und wirklich interessant, die Umsetzung hat allerdings nicht dem entsprochen, was ich von einem Thriller erwarte.
Ein Thriller sollte, wie der Name schon sagt, Thrill enthalten, also spannend sein. Mich fesseln und erst ganz zum Schluss wieder loslassen. Das Buch konnte mich allerdings gar nicht fesseln. Für einen Thriller fand ich es fast schon langweilig.
Zu Gute halten kann man Alison Gaylin allerdings, dass sie es geschafft hat, erst ganz zum Schluss die letzten Fragen aufzuklären. Fast nichts ist schlimmer als 100 oder mehr Seiten vorm Schluss den Ausgang zu kennen. Zumindest das ist ein Pluspunkt, der noch ein wenig Spannung aufrecht erhalten konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach und größtenteils flüssig. Ich bin jedoch einige Male über die doch sehr aufzählende Erzählweise gestolpert, da ich davon kein so großer Fan bin.

Mit Brenna Spector ist der Autorin allerdings ein wirklich interessanter und auch realistischer Charakter gelungen. Die Protagonistin ist sympathisch und löst ihre Fälle, auf Grund ihres Syndroms, auf ihre eigene besondere Art und Weise. Mit mehr Spannung innerhalb der Handlung würde ich auch noch ein Buch mit Brenna als Protagonistin lesen wollen, da ich denke, dass Gaylin viel mehr aus ihrer Idee machen kann.

Fazit
Eine interessante Idee und eine sympathische Protagonistin reichen bei einem Thriller leider nicht aus, um meine Erwartungen daran zu erfüllen. Blutig muss er nicht sein, aber dafür bitte spannend.
Ein Pageturner ist Dornröschenschlaf meiner Meinung nach nicht und auch wenn ich mich ein wenig durch das Buch durchschlagen musste, würde ich einem weiteren Buch mit Brenna Spector eine neue Chance geben, in der Hoffnung, dass der Spannungsbogen durchgehend gehalten wird.

Knappe 3 von 5 Sterne und damit keine klare Kauf-/Leseempfehlung, aber abraten möchte ich euch auch nicht. Macht euch selbst ein Bild.

Skala 3 Stern

Vielen Dank an Ullstein für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und an vorablesen.de.

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15 Gedanken zu “[Rezension] Dornröschenschlaf von Alison Gaylin

  1. Also spannend fand ich es allemal 🙂 Werde die Reihe sicher auch weiterverfolgen. Was ich so faszinierend finde an dem Roman, ist die Fähigkeit von Brenna Spector. Zumal es diese Krankheit ja wirklich gibt o__O Allein das macht die Reihe m.E. schon lesenswert. Bin gespannt auf Teil2!

    • Die Fähigkeit von Brenna finde ich auch echt klasse, deswegen hat mich die Leseprobe auch so mitreißen können. Ich fand die Idee so gut und war dann enttäuscht, dass es eben nicht so spannend war, wie ich es erwartet hatte.
      Das ist das Problem mit hohen Erwartungen…sie können schnell enttäuscht werden.

      Einem weiteren Buch mit Brenna Spector würde aber auch ich eine Chance geben und hoffen, dass es dann für meinen Geschmack auch spannend genug ist. 🙂

  2. Vom Zitat her würde ich das Buch gar nicht lesen wollen.
    Und paar von den Fällen könntest du auch reinschreiben, ich krieg kein richtiges Gefühl für das Buch, von deinem Text her.

    LG
    Gregor

    • Ja, das Zitat gibt einen relativ guten Eindruck davon, wie die Schreibweise und Satzstellung der Autorin ist. Manchen gefällt sowas gut, anderen eben nicht. Ich hatte ja auch so meine Schwierigkeiten damit.

      Beispiele von Fällen zu geben ist nicht ganz einfach ohne zu spoilern. Dann verrät man plötzlich etwas, was man eigentlich nicht hätte verraten dürfen und potenzielle Leser finden das nicht witzig. Ich versuche genug zu verraten ohne zu viel zu verraten. In diesem Fall war es für dich wohl zu wenig. 🙂
      Wenn ich wieder ein wenig Luft habe, schaue ich, ob ich mehr Infos einbauen kann, ohne zu spoilern. Vielleicht geht da noch was. 🙂

      • hmm, ich sag dann immer, mach n fetten Spoileralarm dran, dann überspringen die Leser es dann, ich lese es mir dann gerne durch 🙂
        Irgendwie habe ich da einen andere Vorstellung von einer guten Rezension 🙂
        Ich finde etwas von der Geschichte zu erzählen vermiest doch das ganze Buch nicht. Wenn das so wäre, sollte man den Klappentext nicht erfinden 🙂

        Ich will immer wenigstens ein Beispiel lesen können, bei dem man dann sagen kann, das Buch lese ich es mir irgendwann durch.

        Sonst ja toll, das Buch ist fantastisch usw. 🙂
        was hab ich davon? Jeder empfindet anders, das ist das ganze Problem 🙂

        Naja, überleg dir, ob Du das ändern willst, ich würde es gerne lesen, wenn Du dann spoilers 😀 Mach so fetten roten Banner oben und unterhalb des Textes und die werden es dann erkennen, dass sie wegschauen sollten 🙂

        Lieben Gruß
        Gregor

    • Ich weiß gerade nicht genau was du meinst…meinst du einen Kommentar?
      Deine Kommentare müsstest du eigentlich alle sehen können, da sie bei dir mittlerweise automatisch veröffentlicht werden, ohne, dass ich oder mein Mann sie „approven“.

  3. Huhu, Ihr zwei, habe euch gerade „entdeckt“ und war schon mal ein wenig stöbern. Da ich „Dornröschenschlaf“ ebenfalls Dank Vorablesen.de und Ullstein lesen durfte, hat mich eure Meinung natürlich sehr interessiert – und sie ist ganz ähnlich wie meine ausgefallen 🙂
    Liebe Stöbergrüße hinterlässt
    Bine

    • Huhu 🙂 Schön, dass du uns entdeckt hast. Das freut uns natürlich sehr. 😀
      Ich muss gleich mal bei dir stöbern gehen und mir deine Rezi anschauen. Bin doch neugierig. 😉

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