Sekte oder virales Marketing? Eine geheimnisvolle Post verdutzt Buchblogger.

Der beherzte Griff in den Briefkasten förderte am 22.05.2015 etwas Ungewöhnliches zutage. Einen roten Papierumschlag, frankiert mit einer Online-Briefmarke, keine Angabe eines Absenders, aber immerhin durch den Stempel der Hinweis: Aus Härtingen kommt die Post. Aus der Schweiz. Als Empfänger waren meine Frau und ich angegeben. Das ist für mich meist ein Indiz für eine Einladung oder ähnliches.

Umschlag Vorderseite Umschlag Rückseite

Doch der Inhalt war dann noch seltsamer, als der Umschlag selbst es bereits war: Eine Fotokarte mit der Abbildung von etwas, dass irgendwo zwischen dem Big Bang und der Darstellung von Überlichtschnellen Reisen durch den Weltraum liegt. Ziemlich StarTrek mäßig, wenn ihr mich fragt. Unten auf der Karte steht „1. Energie“ und auf der Rückseite befindet sich ein Text, der wie ein Klappentext zu einem SciFi Roman klingt.

Post Vorderseite Die Rede ist von den Großen Wegen (die augenscheinlich das Überbrücken großer Distanzen im Universum ermöglichen) und einer „hellen Energie“, die die Grundlage dafür bildet. Von einem Mönch namens Sarius, der sie entdeckt hat und den Maschinenkriegen die aus der Perspektive des Geschriebenen aber bereits in der Vergangenheit liegen. Interessant ist der Hinweis auf „Planet 1“, der dem Text nach vermutlich unsere Erde repräsentiert (durch eine klare Anspielung auf Isaac Newton).

Post RückseiteNatürlich habe ich sofort gerätselt, um was es sich hierbei überhaupt handeln soll und war die nächste Stunde über damit beschäftigt, Facebook, Twitter, Bing und Google nach Stichwörtern wie „S.T. O’Neill“, „Rasma“, „Planet 1“, „Isen“, „Mönch Sarius“, „Große Wege“, „Helle Energie“, usw. zu durchforschen. Ergebnisse: Keine. Intelligent gemacht. Das muss ich schon sagen.

Die Tatsache aber, dass der Brief an meine Frau UND mich adressiert war ließ mich stutzig werden. Also schaute ich in die Statistiken unseres Blogs (denn für mich klang der Text stark nach einer Werbung für ein Buch) und siehe da: In den letzten Tagen gab es drei Zugriffe aus der Schweiz. Nun gut… das kann ein Zufall sein, aber woher sonst sollte ein Unbekannter unsere postalische Anschrift haben, wenn nicht aus unserem Impressum?

Kurz darauf tauchte auf Twitter der Beitrag einer weiteren Person auf, die sich ebenfalls über diese Post wunderte. Und noch am gleichen Abend eine weitere. Beides ebenfalls Buchblogger. Das ist kein Zufall.

Und wenn sich auch aufgrund der ziemlich schrägen Diskussion auf Twitter die Idee gebildet hat, es könne sich um eine religiöse Sekte handeln, man solle da lieber die Finger von lassen und den Umschlag schnellstens entsorgen, bin ich überzeugt davon, dass der Urheber in genau diesem Moment sämtliche Online-Medien nach Hinweisen darauf überwacht, dass die Empfänger begonnen haben,durch ihre Neugier kostenlos die sozialen Netzwerke mit indirekter Werbung zu überfluten.

Im interessantesten Fall handelt es sich dabei um ein ARG (Alternate Reality Game), dass das Erscheinen eines neuen Romans ankündigt. Mindestens aber ist es eine gut gemachte virale Marketingkampagne.

Wir dürfen also gespannt sein!

Ich bin auf jeden Fall überzeugt davon, dass in kürze weitere Umschläge auftauchen und nach und nach Hinwesie auf Webseiten o.ä. mehr Informationen ans Tageslicht bringen werden. Wer ebenfalls diese mysteriöse Post bekommen hat und Lust hat, sich mit uns darüber auszutauschen, ist herzlich eingeladen, uns zu schreiben.

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