[Rezension] Fast die ganze Wahrheit von Elke Weigel

Cover Fast die ganze Wahrheit

 

Titel: Fast die ganze Wahrheit
Autor: Elke Weigel
Übersetzer: /
Erscheinungsdatum: 27. Dezember 2015
Format: Taschenbuch (ca. 220 Seiten)
ISBN: 978-1522711360
Preis: 10,00€

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Leseprobe

 

Worum geht es?

Die Schwestern Linda und Ruth leben in einer abgelegenen Burgruine mitten im Wald. Eine scheinbare Idylle, bis Sebastian auftaucht und sich in Linda verliebt. Nichts ist, wie es zunächst erscheint. Je näher sich die beiden kommen, umso gefährlicher wird, was sie voreinander verbergen. Die Wahrheit zu kennen, bedeutet zu sterben.

Sebastian ist auf der Flucht vor seinem bisherigen Leben. Er trifft auf Linda, die mit ihrer Schwester in völliger Abgeschiedenheit lebt. Linda und Sebastian versuchen beide, möglichst wenig von sich zu verraten. Zuerst ist es wie ein Spiel, wenn sie verabreden, nicht über die Vergangenheit zu sprechen. Reizvoll und praktisch, meint Sebastian, und lässt sich darauf ein. Doch die Idylle wird gestört von Lindas Schwester, die gar nicht begeistert ist von Sebastians Auftauchen. Undurchsichtig ist auch Udo, der alte Jäger, der ein ganz besonderes Verhältnis zu den Schwestern zu haben scheint. Und dann sind da noch die anderen Jäger mit ihrer eigenen Welt, mit eigenen Regeln, wie Sebastian bald zu spüren bekommt, als er mit auf eine Treibjagd geht. Linda verschwindet immer wieder für mehrere Stunden. Sebastian wird zunehmend klar, dass in der Vergangenheit etwas Schreckliches geschehen sein muss, was mit den mysteriösen Vorkommnissen auf der Burg zusammenhängt. Es wird Winter und immer enger in der Einsamkeit der Burg – und die Wahrheit bahnt sich unaufhaltsam ihren Weg. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch:

Nach “Fußballtöchter” ist “Fast die ganze Wahrheit” das zweite Buch von Elke Weigel, das ich gelesen habe. Ich freue mich sehr, die Autorin nun von einer neuen Seite und mit anderem Genre kennengelernt zu haben.

Das Cover der Buches ist sehr schlicht gehalten. Ein rostiges Schloss, das an einem Baumstamm hängt. Im ersten Moment sicher nichts Spektakuläres, aber nach dem Lesen des Klappentextes hat es mich neugierig auf das Buch gemacht.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Der Prolog ist sehr kurz, hat es aber trotzdem geschafft meine Neugierde auf das Buch zu steigern. Gleich am Anfang stellten sich mir viele Fragen und ich konnte sofort weiter in die Geschichte eingetaucht. Es gibt einen Wechsel aus einer Liebesgeschichte und einer düsteren Familiengeschichte. Das war für mich sehr überraschend, denn ich habe eigentlich mit einem Thriller bzw. Psychothriller gerechnet.

Der von der Autorin verwendete Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist leicht verständlich und sehr flüssig zu lesen. Elke Weigel lässt sich sehr viel Zeit, um ihre Protagonisten und die Umgebung genau zu beschreiben, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die Anzahl der Protagonisten ist überschaubar. Am Anfang der Buches habe ich Schwierigkeiten gehabt, die verschiedenen Charaktere einzuordnen und konnte sehr schwer Sympathien zu ihnen aufbauen. Im Laufe des Buches hat sich meine Einstellung langsam geändert. Natürlich war mir nicht jeder der Charaktere sympathisch, aber ich habe langsam einen Bezug zu ihnen aufbauen und mich gut in ihre Rollen hineinversetzen können. Es gibt zwei verschiedene Handlungsstränge: Die meiste Zeit wird aus der Perspektive von Sebastian erzählt. Der zweite Handlungsstrang wird aus der Sicht von Isolde beschreiben und spielt viele Jahre vor der eigentlichen Geschichte. Zum Ende hin werden die beiden Geschichten zu einer abgeschlossenen. So kommt Licht ins Dunkel. Es bleiben allerdings bis zum Ende Fragen übrig, für die ich gerne auch noch die ein oder andere Erklärung gehabt hätte.

Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen konnte meiner Meinung nach leider nicht bis zum Ende aufrecht erhalten werden. Kurz vor seinem Ende wird das Buch durch sehr detaillierte Beschreibungen unnötig in die Länge gezogen. Was etwas schade ist, denn bis dahin war die Geschichte lesenswert. Das Ende des Buches hat mich dann wieder gut unterhalten und es konnten zwar nicht alle Fragen für mich geklärt werden, trotzdem hat es mir Spaß gemacht, “Fast die ganze Wahrheit” zu lesen.

Fazit:

Auch wenn ich mir unter Psychothriller/Krimi etwas ganz anderes vorgestellt hatte, habe ich mich bei Lesen von Elke Weigels “Fast die ganze Wahrheit” gut unterhalten gefühlt. Die Vergabe der Sterne ist diesmal nicht ganz so einfach, ich schwanke zwischen 3,5 und 4 Sternen. Ich habe mich von dem angegebenen Genre nun mal gelöst und nur die geschriebene Geschichte bewertet und die ist für mich dann mehr 4 als 3,5 Sterne wert.

 

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