[Montagsfrage] Wie kommst du mit Gewalt in Büchern zurecht? Magst du blutige Szenen oder lehnst du sie ab?

Hier geht’s zur Montagsfrage bei Buchfresserchen.

Die heutige Montagsfrage kommt von Eli von Wortmagieblog und ich finde sie äußerst interessant.

Da ich gerne auch mal einen Thriller lese, kann ich sagen, dass ich Gewalt in Büchern nicht grundsätzlich ablehne. Wenn sie zur Handlung passt und nicht einfach nur als plumpes Schockelement eingesetzt wird, dann komme ich damit ganz gut zurecht.
Besteht ein Buch allerdings nur aus Gemetzel, Blut und Gewalt, dann muss ich das nicht lesen. Ich frage mich dann, was genau der Autor damit bezwecken möchte. Möchte er nur schocken oder gibt es wirklich Menschen, die solche Bücher mögen? Gewalt hat für mich nie wirklich einen Sinn, aber sinnbefreiter als so, kann ich mir den Einsatz von Gewalt kaum vorstellen.

Dass ein Thriller nicht ohne solche Szenen auskommt, ist klar. Aber auch hier kann man als Leser schnell merken, welche Szenen zur Handlung passen und die Geschichte voranbringen und welche nur als Schockelement eingesetzt werden. Auf letztere kann ich gut und gerne verzichten.
Ich würde von mir behaupten, dass ich eine recht erfahrene Thrillerleserin bin, daher habe ich im Laufe der Zeit festgestellt mit welchen Arten von Gewalt ich einfach nicht zurecht komme. Ich habe deswegen teilweise schon ein Buch abgebrochen oder es schlechter bewertet.

Völlig zuwider sind mir Gewaltszenen, die sich gegen Kinder und Tiere richten. Damit komme ich einfach nicht zurecht. Kinder und Tiere sind für mich so unschuldig, dass ich es mit keiner Faser meines Körpers verstehen kann, wie jemand ihnen weh tun kann. Das ist für mich ein absolutes No-Go.
Außerdem komme ich mit Vergewaltigungsszenen nicht zurecht, besonders, wenn diese noch explizit geschildert werden. Es geht nicht. Bei solchen Szenen würde ich am liebsten das Buch irgendwohin pfeffern und es nie wieder anfassen.

Wie sieht es bei euch aus? Gewalt in Büchern – ja oder nein? Und wie weit darf ein Autor dabei gehen?

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7 Gedanken zu “[Montagsfrage] Wie kommst du mit Gewalt in Büchern zurecht? Magst du blutige Szenen oder lehnst du sie ab?

  1. “Besteht ein Buch allerdings nur aus Gemetzel, Blut und Gewalt, dann muss ich das nicht lesen. Ich frage mich dann, was genau der Autor damit bezwecken möchte. Möchte er nur schocken oder gibt es wirklich Menschen, die solche Bücher mögen?”

    Selbstverständlich gibt es die. Was glaubst du, warum Slasher und Torture Porn Filme so erfolgreich sind? Was glaubst du, warum Kampfsport so erfolgreich ist? Oder damals die Gladiatorenkämpfe ein voller Erfolg waren? Die Lust auf blutiges Gemetzel ist absolut nicht zu unterschätzen. Und sehr vielen geht es dabei um nichts anderes. Die brauchen keine Story. Die lenkt nur von den Blutfontänen ab. Im Buchbereich ist das nicht anders. Je expliziter die Gwalt beschrieben ist, desto erfolgreicher ist der Spaß dann eben bei dieser Zielgruppe. Klar, sonst kann kein Mensch mit dem Müll was anfangen, aber es gibt eben für alles einen Markt.

  2. Hallo, liebe Miri!
    Ich habe eigentlich nichts gegen blutige Krimis und Thriller und vertrage eigentlich recht viel, was das angeht. Man gewöhnt sich wohl an alles. Und ich glaube, genau das ist es, warum Autoren oft zu exzessiver Gewalt greifen. Den Leser schockt einfach nichts mehr – Leichenteile in Tupperdosen, ausgeweidete Menschenkörper, Verstümmelungen – alles schon gesehen. Die Autoren müssen immer noch einen draufsetzen, damit die Bücher sich verkaufen lassen. Darum kommen wahrscheinlich in letzter Zeit auch so oft Kinder oder Frauen in solchen Büchern vor. Um die Leser bei der Stange zu halten. Um sie zu schockieren. Um den Adrenalinpegel hochzutreiben und obenzuhalten. Dabei fühlt der Leser etwas und wenn es nur Abscheu und Angst ist.
    Nicht dass ich das gutheißen würde. Aber logisch betrachtet kann ich es verstehen. 🙂
    LG, m

    • Ja, vom logischen Aspekt her schon…aber es ist alles irgendwie ein Teufelskreis. Wie weit wollen Autoren, Filmemacher etc. denn noch gehen? Die Menschheit stumpft ab, aber immer mehr zu liefern, hat doch irgendwie auch einen gegenteiligen Aspekt.
      Ich bin da mehr Fan von, wenn mit dem Unbekannten geschockt wird und ich meiner Phantasie überlassen kann, was passiert sein könnte.

      Liebe Grüße
      Miri

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