[Rezension] Luna Park 2–Jahrmarkt der Gier von Olivia Monti

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Titel: Luna Park 2 – Jahrmarkt der Gier
Autorin: Olivia Monti
Verlag: Selfpublished
Erscheinungsdatum: 03. April  2016
Altersempfehlung: 11 – 18 Jahre
ASIN: B01DT2PCTO
Format: eBook (424 Seiten)
Preis: 1,00€ (ich weiß nicht, ob das zeitlich begrenzt ist)zum Buchzur Leseprobe  

Worum geht’s?

Musstest du schon einmal eine Million Euro verdienen, um nicht zu verhungern?
Genau das passiert den Freunden Dugo, Brauni, Camel und Zaza, als ihre Geisterbahnfahrt in der Parallelwelt des Luna Parks endet. Jeder bekommt im Park sofort einen Job. Nur wer eine Million verdient, darf wieder nach Hause. Es ist die Hölle der Gier. Alle dort denken nur noch ans Geldverdienen. Wer keine Million verdient, der muss auf unabsehbare Zeit im Park bleiben und steigt dort immer mehr ab, bis er im armen „Luna Park Süd“ schließlich auf der Straße landet und bettelt.
Brauni wird im reichen „Luna Park Nord“ ein erfolgreicher Banker und soll faule Hypothekenpapiere an seine Freunde verkaufen. Camel soll mit seiner Spielhölle armen Schluckern im Süden den letzten Cent aus der Tasche locken.
Entkommen dem Park am Ende nur diejenigen, die über Leichen gehen? (Quelle: Amazon)

Meine Meinung zum Buch

Wie sich bereits am Titel des Buches unschwer erkennen lässt, handelt es sich bei “Luna Park 2 – Jahrmarkt der Gier” um den zweiten Band einer Reihe. Bereits im ersten Teil landen die Freunde Dugo, Brauni, Camel und Zaza im Luna Park, allerdings hat der Luna Park von damals ein anderes Grundthema als dieser hier.
Als die Autorin angefragt habt, ob ich das Buch rezensieren könnte, hat sie mir versichert, ich könne den zweiten Band problemlos ohne Kenntnis des ersten lesen. Konnte ich auch. Doch ich habe mir beim Lesen nicht nur ein Mal gedacht, dass es besser gewesen wäre Band 1 auch zu kennen. Es werden recht viele Anspielungen gemacht, die irgendwann auch mehr oder weniger erklärt werden, aber ich musste mir das Wissen um bestimmte Dinge mühsam zusammensammeln, was weggefallen wäre, hätte ich den ersten Band auch gelesen. Wen die Themen der beiden Bücher interessieren, dem würde ich tatsächlich empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, es ist einfach angenehmer, auch wenn man Band 2 tatsächlich ohne Vorkenntnisse versteht.

Nach dem Motto “Seid vorsichtig mit dem, was ihr euch wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.”, landen die vier Freunde erneut im Luna Park. Alle vier fühlen sich von ihren Eltern unverstanden oder vernachlässigt und  obwohl sie dem letzten Luna Park nur knapp und mit äußerst viel Mühe entkommen sind, hat sich jeder von ihnen für einen kurzen Moment gewünscht, wieder auf dem Jahrmarkt zu sein.
Das lässt sich der König des Luna Parks natürlich nicht zwei Mal sagen und verfrachtet die Freunde erneut in sein Reich. Doch dieses Mal ist etwas anders. Statt Spiel, Spaß und Freude, erwartet sie nun Gier, Korruption und die Ausbeutung der Armen. Alle vier erhalten die Möglichkeit mit einem sehr einträchtigen Job viel Geld zu verdienen, um so dem Luna Park zu entkommen. Dabei müssen sie über Leichen gehen und ihre eigenen Freunde verraten. Doch ist das wirklich der Weg raus aus dem Park?

Vom Grundtenor her ein wichtiges Thema, das definitiv Erwähnung finden sollte. Heutzutage scheint die Mehrheit wirklich nur auf ihr eigenes Wohl bedacht zu sein und was mit denen passiert, die es nicht so gut getroffen hat, ist ihnen entweder egal oder sie versuchen sogar noch Profit daraus zu ziehen. Der Versuch, dieses doch recht schwere Thema in einem Jugendbuch zu verarbeiten, hat mir gefallen. Allerdings fand ich die Umsetzung nicht immer gelungen.
Beim Lesen hatte ich an mehreren Stellen das Gefühl, dass mit stark erhobenem Zeigefinger geschrieben wurde, a lá “Kinder, macht das ja nicht so!”. Das war mir ein wenig zu viel des Guten. Außerdem muss ich ganz ehrlich zugeben, dass ich bei den wirtschaftlichen Erklärungsversuchen häufig abgeschaltet habe und das obwohl (oder vielleicht gerade deswegen Winking smile ) ich auf einem Wirtschaftsgymnasium war. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die anvisierte Zielgruppe etwas mit diesen Erklärungen anfangen kann. Sie sind in vielen Teilen zu komplex und zu technisch, obwohl ich durchaus rausgelesen habe, dass hier versucht wurde, das ganze Thema auf ein verständliches Niveau  herunterzubrechen.

Beim Lesen ist mir sehr häufig aufgefallen, dass die Protagonisten sich mal ihrem Alter entsprechend verhalten haben und dann wieder sehr wie Erwachsene. Das vermittelte mir das Gefühl, dass das Alter der Charaktere sozusagen je nach Szene springen würde. Das hat mich etwas irritiert.
Außerdem wird die Geschichte aus Dugos Sicht erzählt, aber gleichzeitig erzählt er auch über Dinge, die ihm nachträglich erzählt wurden. Ich weiß gar nicht wie ich das besser erklären soll…beim Lesen fand ich das ab und an recht merkwürdig. Unter anderem deswegen geriet ich während des Lesens manchmal ins Stocken, leider war das Buch nicht so flüssig geschrieben, wie ich es mir gewünscht hätte. Und zu allem Überfluss bin ich auf mehrere Schreib- und Interpunktionsfehler im Text gestoßen.

Auch wenn meine Rezension recht kritisch klingt, mochte ich die Idee der Geschichte und ich habe das Buch auch gerne gelesen. Allerdings habe ich auch sehr lange gebraucht, um das Buch zu beenden, weil es mich einfach nicht halten konnte. Ich konnte nur wenige Seiten am Stück lesen und musste dann auch wieder für einige Zeit pausieren.

Fazit

Insgesamt lässt sich sagen, dass ich die Idee super fand, aber mit der Umsetzung so meine Probleme hatte. Ein zu stark erhobener Zeigefinger, Protagonisten, die nicht immer authentisch wirkten und zu denen mir leider der Zugang gefehlt hat und eine Erzählweise, mit der ich nicht ganz klar kam. All das führte dazu, dass ich sehr lange gebraucht habe, um dieses Buch zu lesen.
Daher kann ich leider auch nur sehr knappe 3 von 5 Sternen vergeben.

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