[Rezension] Rat der Neun–Gezeichnet von Veronica Roth

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Titel: Rat der Neun – Gezeichnet
Autor: Veronica Roth
Übersetzerinnen: Petra Koob-Pawis, Michaela Link
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 17. Januar 2017
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahre
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag (608 Seiten)
ISBN: 978-3-570-16498-3
Preis:  19,99€

zum Buch

Leseprobe

 

Worum geht’s?

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …
Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in seinen Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.
Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören … (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

“Rat der Neun” ist mein erstes Buch von Veronica Roth. Ja, ich habe tatsächlich die Divergent-Reihe noch nicht gelesen und daher konnte ich völlig unvoreingenommen an Veronica Roth’ neustes Buch gehen. Obwohl ich noch nichts von ihr gelesen hatte, hat mich der Name doch schon gelockt und ich wollte nun unbedingt meine Erfahrung mit ihr machen – also durfte das Buch bei mir einziehen.

Mit seinen über 600 Seiten ist es nicht gerade ein dünnes Buch und wirkte zu Beginn doch leicht einschüchternd auf mich. Besonders da es Fantasy ist und ich häufig die Erfahrung gemacht habe, dass ich in Fantasybüchern langsamer und stockender vorankomme als in Büchern anderer Genres.
Überraschenderweise fand ich jedoch sehr schnell in die Geschichte und kam auch beim Lesen selber sehr gut voran. Allerdings erfordert die Geschichte doch ein gutes Maß an Konzentration, so dass ich insgesamt leider nur kurz und nicht so häufig zu dem Buch greifen konnte. Das soll keine Kritik am Buch darstellen. Ich war nur sehr häufig sehr müde und habe daher leider länger für das Buch gebraucht, als ich es gewollt hätte.

Veronica Roth hat in “Rat der Neun” eine komplexe Welt, voller facettenreicher Charaktere geschaffen. Beim Lesen entfalten sich sowohl die Welt als auch die Charaktere nach und nach. Man wird quasi als Neuling in eine für sich völlig fremde Kultur geschubst und fängt Seite für Seite, Kapitel für Kapitel immer mehr an zu verstehen und zu durchschauen. Man entdeckt bei Lesen immer wieder neue kleine Details, die die neu erschaffene Welt zu einem Ganzen macht. Die Charaktere sind mit einer besonderen Tiefe und Vielfalt gezeichnet. Es gibt hier kein schwarz oder weiß, kein gut oder böse, sondern viele Facetten von grau. Das macht das Ganze authentisch und ließ mich richtig mit den Charakteren mit fiebern.

Die Protagonisten Cyra und Akos machen neben all den anderen Charakteren die größte Entwicklung mit. Der Autorin ist es dabei gelungen mit meinen Emotionen und Sympathien zu spielen und ich änderte daher im Laufe der Geschichte nicht nur ein Mal meine Meinung zu einem bestimmten Charakter. Empfand ich in einem Kapitel noch Mitleid oder Wut, waren es drei Kapitel später schon wieder etwas völlig anderes. Die Beiden sind über sich hinausgewachsen und das hat sie für mich zu starken und authentisch gezeichneten Protagonisten gemacht.
Die Nebencharaktere verblassen jedoch zum Glück nicht neben diesen starken Persönlichkeiten. Die Autorin hat ihnen genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt wie ihren Protagonisten. Auch hier stimmt jedes Detail. Ich kann mich noch immer an meine Gefühle zu den einzelnen Charakteren erinnern und auch an die Personen selber, obwohl es schon ein paar Tage her ist, seitdem ich das Buch beendet habe. Dass Nebencharaktere das bei mir auslösen, beindruckt mich schon.

Das Buch wirkt recht düster und brutal und ist meiner Meinung nach auch nicht unbedingt etwas für zartbesaitete Gemüter. Ab und zu kann es schon recht blutig werden. Wer allerdings Fantasy gewöhnt ist, sollte damit kein Problem haben.
Obwohl es im Allgemeinen zwar so düster ist, blitzen immer wieder kleine Lichtblicke und Hoffnung auf. Hoffnung auf ein Leben, das nicht so dunkel und voller Schmerz und Gewalt ist.

Ich habe gern zu dem Buch gegriffen und ich habe es auch gerne gelesen. Allerdings waren mir viele der Kapitel zu lang und teilweise hätte es spannender sein können, so dass ich nicht mehr die volle Sternezahl geben kann.

Fazit

Veronica Roth ist mit “Rat der Neun – Gezeichnet” ein gelungener Start in ihre neue Fantasy Reihe gelungen. Sie überzeugt mit einer gut durchdachten, komplexen Welt und facettenreichen Charakteren. Insgesamt hätte das Buch zwar etwas spannender sein können, aber die sehr gut gezeichneten Charaktere haben mich dennoch immer wieder gerne zu dem Buch greifen lassen.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen.

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2 Gedanken zu “[Rezension] Rat der Neun–Gezeichnet von Veronica Roth

  1. Hallo Miri,
    bei mir steht Rat der Neun noch auf der Wunschliste, weil ich Die Bestimmung super fand. Deine Rezension macht jetzt noch mehr Lust darauf. Ich denke, dass das mal wieder ein Buch ist, das sowohl ich, als auch mein Vater lesen werden.
    LG
    Yvonne

    • Hallo Yvonne!
      Das freut mich. 😊 Ich hoffe, dass dir das Buch dann auch zusagen wird.
      Mein Mann ist auch schon ganz neugierig auf das Buch geworden.

      Liebe Grüße
      Miri

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