[Rezension] Dungeons & Workouts: Vom Lauch mit Bauch zum Held von Welt

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Titel:
Dungeons & Workouts: Vom Lauch mit Bauch zum Held von Welt
Autoren: Gino Singh, Kai Kistenmacher, Hauke Gerdes, Matthias Ralf
Verlag: Meyer & Meyer
Erscheinungsdatum: 14. August 2017
Format: illustriertes Paperback (256 Seiten)
ISBN: 978-3-8403-7562-0
Preis: 22,95€

zum Buch

Leseprobe


Worum geht’s?

Eine Welt der Abenteuer und Helden. Eine Welt, in der deine eigene Kraft und Fitness den Ausschlag dafür gibt, ob du deine Gegner bezwingen kannst. Deine Reise führt dich durch mittelalterliche Städte, in einen düsteren Wald und aufs offene Meer. Nicht Schwert oder Axt sind die Waffen deiner Wahl, sondern schweißtreibende Workouts. Damit besiegst du nicht nur finstere Gesellen in der Welt von Dungeons & Workouts, sondern wirst auch in der wirklichen Welt fitter. Dieses Buch nimmt das, was ein Gamer an seinen Spielen so liebt und packt es in ein Trainingsbuch: XP, Levelaufstieg, Sidequests und Endgegner. Rocket Beans-Fitness-Master Gino Singh bringt Rollenspiel und Fitness endlich zusammen. Wer gedacht hat, dass ein mitreißendes Storytelling und Sport nicht zusammengeht, wird hier eines Besseren belehrt. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich nach dem Fitnesslevel des Spielers. So kann jeder zum Held von Welt werden!  (Quelle: Meyer & Meyer)

Meine Meinung zum Buch

Ich muss ganz dringend mehr Sport machen. Meine kleine Tochter hält mich zwar ganz schön auf trab, aber so als lesende und früher MMORPG-Spielerin Couchkartoffel, komme ich langsam nicht mehr mit, mit meinem kleinen Energiebündel und das muss sich unbedingt ändern.
Die Fitteste war ich noch nie und so richtig ins Schwitzen komme ich auch nicht gerne. Alle Jubeljahre wieder packt mich mal ein Motivationsschub und ich fange an Sport zu machen. Das klappt dann i.d.R. auch ziemlich gut, aber dann kommt immer irgendetwas dazwischen – schlechtes Wetter, zu müde, eine Verletzung, ein gutes Buch, und, und, und. Wichtige Dinge halt… *hust*

Als ich nun dieses Buch bei bloggdeinbuch entdeckt hatte, habe ich meine Chance gewittert und mich auf ein Exemplar beworben und auch eins bekommen. Danke dafür!

So als verkappte Ex-Gamerin und Sportmuffel hat mich das Buch sofort angesprochen. Allein der Titel ist schon so witzig. Außerdem preist sich das Buch selber als das ultimative Trainingsbuch für jeden Gamer an. Und dem Klischeedenken sei Dank, hatte ich sofort unsportliche Menschen vor Augen, deren Feinmotorik um einiges besser ausgeprägt ist als die Grobmotorik. Steinigt mich bitte nicht, denn ja, ich weiß, dass es durchaus auch sehr sportliche und fitte Gamer gibt.

Kommen wir nun aber zum Buch. Nach einer kurzen Einführung, wie das Buch zu handhaben ist, geht es auch schon gleich los mit einem Probetraining, mit dem man das eigene Fitnesslevel herausfinden kann. Je nachdem wie fit man ist (Amateur, Profi oder Legende), startet man das Training auf seinem Fitness-Level. Alle im Buch angegebenen Wiederholungen sind im Profi-Level. Für den Amateur zieht man 50% ab und für die Legende macht man 50% mehr Wiederholungen. Das finde ich ziemlich gut gelöst.

Das ganze Buch ist echt klasse illustriert und erinnert vom Aussehen in Teilen an die alten Textadventures. Ansonsten ist es wie ein Pen&Paper Rollenspiel aufgebaut – natürlich liegt dem Buch auch ein Charakterbogen bei, den man leicht heraustrennen und kopieren kann.
Als noch ziemlich mickriger und schwächlicher Held des Spiels beginnt man mit recht leichten Übungen, die kontinuierlich immer schwieriger und intensiver werden. Für jede erfolgreich absolvierte Übung steigt man zwei Level auf. Die Level sind später noch wichtig. Zwischendrin gibt es immer wieder Wahlmöglichkeiten und Itemoptionen. Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt und am Ende jeden Kapitel gilt es einen Boss zu erledigen. Je nach erreichtem Level hat man bestimmt viel Zeit dafür. Das Gute ist, bevor man sich an den Boss wagt, hat man in einem Dojo so viel Zeit wie man braucht, um sich auf diesen “Kampf” vorzubereiten.
Ganz am Ende des Buches trifft man dann natürlich auf den Endgegner und der hat es mächtig in sich. Passenderweise entpuppt er sich als der Schweinehund, den es nun zu besiegen gilt.

Ich persönlich fand das Buch sehr gut gestaltet und aufgebaut. Die einzelnen Trainings bauen aufeinander auf und fordern einen immer ein Stückchen mehr. Das Konzept und die Idee finde ich genial.
Leider hatte ich einige Schwierigkeiten beim Lesen, denn dadurch, dass es eben wie ein P&P Rollenspiel aufgebaut ist, ist der Text so verfasst, wie auch der Gamemaster sprechen würde. Witzig, aber es liest sich mühsam.
Auch habe ich leider nirgends etwas darüber gefunden, was mir beschreibt welche Muskelgruppen mit welcher Übung genau angesprochen werden. Außerdem wird auch nicht erwähnt wie häufig ich trainieren soll – jeden Tag, drei Mal die Woche, ein Mal im Monat? Das wäre noch hilfreich gewesen.

Fazit

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es meiner Meinung nach noch an einigen Stellen etwas Verbesserungspotential gibt.
Die Idee des Buches ist witzig, die Geschichte stimmig und die Übungen gut gewählt. Ich werde mich sicherlich mal an einer Trainingsrunde versuchen.

Von mir gibt es vier von vier Sternen.

Vielen Dank an den Meyer & Meyer Verlag und

für das Rezensionsexemplar.

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7 Gedanken zu “[Rezension] Dungeons & Workouts: Vom Lauch mit Bauch zum Held von Welt

  1. Hallo Miri,
    ich hatte das Buch ja schon kurz in der Hand und kann mir gut vorstellen, dass es dir gefallen hat. Deine Rezension gefällt mir auch. Das Buch sollte man sich wirklich mal merken. Auch ein tolles Weihnachtsgeschenk für Gamer.
    LG
    Yvonne

  2. Das muss ich mir glatt auf meine Wunschliste setzen. Das klingt ja super klasse. bin auch ne verkappte (Ex-)Gamerin – Ex nur, weil ich immer noch game, wenn ich denn mal Zeit habe, ergo, fast nie, aber immerhin und großer Sportmuffel. Mein einziger Sport ist Yoga und den mach ich mit Begeisterung, zu allem anderen müsste ich mich zwingen und zwingen ist doof also lass ich es. Und ich hab mich damit abgefunden, nie den super fitten athletischen muskelkörper mit geringem Fettanteil zu haben. Damit kann ich leben. xD Danke für die Empfehlung. Buch ist gleich mal gebookmarkt.
    Liebe Grüße aus dem heute verregneten München
    Grit

    • Hallo Grit!
      Danke für deinen ausführlichen Kommentar. 😊

      Ja, ich spiele auch nicht mehr, weil mir die Zeit dazu fehlt. Hätte ich Zeit, würde ich auch noch spielen. 😁

      Mit Yoga möchte ich gerne auch noch richtig anfangen. Am liebsten möchte ich es schon sehr bald angehen.

      Liebe Grüße
      Miri

      • Huhu Miri,

        ich kanns nur empfehlen. Angefangen habe ich mit meinem Anfängerkurs in unserem Sportverein und mittlerweile rolle ich meine Matte jeden abend aus und mache meine Flows. Dabei mache ich gar nichts anspruchsvolles, weil viele Dinge bei mir schnell mal ne Migräne triggern und das will ich ja vermeiden. Es hilft mir einfach, beweglich zu werden und zu bleiben und gleichzeitig tut es dem Geiste so gut, weil man einfach herrlich runterkommt und diese Zeit für sich nimmt. Wenn Du mal reinschnuppern willst, kann ich Dir die Yoga Basics von Amiena Zylla auf Youtube empfehlen. Sie hat auch ein tolles Basics Buch rausgebracht, das für Anfänger wie uns super geeignet ist, Yoga für sich selbst kennenzulernen ohne gleich zu überfordern. Am schönsten sind der riesige Abschnitt über Flows, die man einfach nachmachen kann. Davon gehören 4 zu meiner abendlichen Routine und danach fühle ich mich immer besser. Ambitionen ein genialer Yogi zu werden habe ich nicht. Ich wollte einfach was Gutes tun für mich und da ist Yoga genau mein Ding geworden.
        ganz liebe Grüße
        Grit

      • Danke für den Tipp, liebe Grit! Das schaue ich mir garantiert an. 😊

        Ich habe auch zwei befreundete Mamas gefragt, ob sie nicht Lust hätten mit mir Yoga zu machen und sie haben Lust. 😃 Jetzt müssen wir nur noch irgendwo einen Kurs finden.

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
        Miri

  3. Pingback: [Lese-Rückblick] September 2017 | tthinkttwice

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