[Rezension] Mein Leben als Zucchini von Gilles Paris

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Titel: Mein Leben als Zucchini
Autor: Gilles Paris
Übersetzerin: Melanie Walz
Verlag: Knaus Verlag
Erscheinungsdatum: 23. Januar 2017
Format: Hardcover (240 Seiten)
ISBN: 978-3813507706
Preis:  14,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht es?

Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!
Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird – denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit…
Gilles Paris‘ einfühlsam aus der Sicht eines Neunjährigen erzählter Roman ist eine wunderbare Liebeserklärung an die Kinder – an ihre unsentimental klare Weltsicht, ihren geradlinigen Mut und ihre Bereitschaft vorbehaltlos zu lieben. Eine Geschichte voller Poesie, fein changierend zwischen lebensklugem Humor, Nachdenklichkeit und Situationskomik und Hoffnung. Dieses lebenskluge Buch erinnert daran, wie großmütig und nachsichtig die Kinder dieser Welt mit den Erwachsenen sind. Quelle

Meine Meinung zum Buch:

“Nicht jeder hat das Glück ein Waisenkind zu sein!” Bei diesem Satz bin ich hängengeblieben und habe mich lange gefragt, was genau der Waisenjunge Icare, genannt Zucchini, damit sagen möchte. Was muss dieser Junge erlebt haben, um so einen Satz sagen zu können?

Viel Zeit, um langsam in dem Buch anzukommen gibt der Autor Gilles Paris dem Leser nicht, denn die Geschichte nimmt gleich auf den ersten Seiten ordentlich Fahrt auf. Icare, ein neunjähriger Junge, erschießt versehentlich seine Mutter – und schon war ich mitten in einer Gefühlsachterbahn. Ich habe mit dem Buch schon vor ein paar Wochen zu lesen begonnen und musste es wieder beiseite legen. Ich war einfach nicht in der Stimmung, mich auf Icares Geschichte einzulassen, denn das was ich dort gelesen hatte, hatte mich schon ziemlich mitgenommen.

Nun habe ich einen zweiten Anlauf gestartet und war diesmal erstaunlicherweise ziemlich schnell in der Geschichte drin. Sie wird aus der Perspektive des Jungen erzählt, was sie für mich wahrscheinlich auch deshalb so emotional macht. Mit einer sehr kindlichen und facettenreichen Sprache erweckt der Autor seinen Protagonisten zum Leben. Als ich mich mit dem Schreibstil des Autors zurecht gefunden hatte, bin ich dann auch zügig voran gekommen.

Immer mehr habe ich mich auf Icares Situation einstellen können und mich sogar mit ihr anfreunden können. Der Autor hat eine wundervolle Gabe, mit den Worten zu spielen und löste dadurch bei mir eine Vielzahl von Emotionen aus. Er war schön mitzuerleben, wie sich die harte Schale des Jungen öffnet und er zum ersten Mal in seinem Leben richtig glücklich zu sein scheint. Sehr bildgewaltig wird seine Entwicklung beschrieben und das war unglaublich mitzuerleben.

Aber nicht nur Icare ist toll beschrieben worden, auch die anderen Kinder haben mich sehr beeindruckt. Jedes von ihnen hat unschöne Dinge in der Vergangenheit erlebt, aber trotzdem sind sie zu kleinen eigenständigen Persönlichkeiten geworden.

Die Passagen, in denen aus den fremden Kindern langsam Freunde werden, hat mich besonders berührt. Ihre kindliche und unvoreingenommene Art haben ein besonders schönes und warmes Gefühl in mir ausgelöst. Von einer solchen Eigenschaft können sich manche Erwachsene mal ein Scheibe abschneiden.

Durch die detaillierten Schilderungen des Autors habe ich mich sehr gut in die Geschichte einfinden können und die Kinder in ihrem Waisenhaus begleiten können. Ich habe das Buch zügig gelesen und habe es mit einem guten Gefühl nach 237 Seiten beendet.

Das Cover ist sehr hochwertig verarbeitet, ein ansprechender gelber Schutzumschlag mit auffälligen Protagonisten und einer ins Auge springenden Schrift, welche bei mir ebenfalls punkten konnte.

Zu diesem Buch gibt es auch einen gleichnamigen Animationsfilm, den ich mir auch unbedingt anschauen möchte.

Auf Grund der schweren Thematik finde ich ihn nur bedingt als Kinderfilm empfehlenswert. Zartbesaitete Kinder können durch tragischen Tod der Mutter geschockt sein.

Fazit:

Dieses Buch hat sämtliche Emotionen bei mir hervor gerufen und mich viel nachdenken lassen. Ich habe es gerne gelesen und möchte hierfür eine Leseempfehlung aussprechen. Ein sehr emotionales und nicht immer leichtes zu lesendes Buch aus der Sicht eines kleinen Jungen, den ich sehr liebgewonnen habe. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

 

Skala 4,5 Sterne

[Rezension] Mamaglück- Kleine Schätze im Alltagstrubel von Christina Herr

Titel: Mamaglück- Kleine Schätze im Alltagstrubel
Autorin: Christina Herr
Verlag: Neukirchener Aussaat
Erscheinungsdatum: 13.März 2017
ISBN: 978-3761563908
Format: Hardcover (128 Seiten)
Preis: 12,99

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Leseprobe

zur Autorin

Worum geht es?

Die pure Wertschätzung für Mütter

Mutter zu sein ist ein Abenteuer – aufregend, überraschend und voller schöner, unvergesslicher Momente. Es ist herausfordernd und beglückend zugleich.
Dieses Buch nimmt Sie mit auf die Abenteuerreise durch den Mama-Alltag. Es steckt voller ermutigender Geschichten, Zitate und Gedichte, voller Denkanstöße und Gebete, die rund ums „Mama-Sein“ kreisen. Denn wenn das auch manchmal im Trubel und den Herausforderungen des Alltags ein wenig unterzugehen scheint: Mütter sind unersetzlich und vollbringen tagtäglich Beachtliches! Dazu gehört aber auch, dass sie ihr Mama-Sein genießen, ohne ihre eigene Persönlichkeit und ihre Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren. Hier verschafft das Buch wohltuende Atempausen.Quelle

 

Meine Meinung zum Buch:

Was für ein aussagekräftiger und wahrer Klappentext. Über die Wertschätzung einer Mama gibt es viel zu wenige Geschichten. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal ein solches Buch gelesen zu haben. Es war eine große Freude, als ich dieses hübsche Büchlein dann in den Händen gehalten habe. Neben einem wunderschönen farbig gestalteten Hardcover überzeugen mich auch das handliche Format und ein schönes, weißes Lesebändchen. Im Buch liegt eine hübsche Postkarte mit einem zauberhaften Spruch.

Nach einem liebevollen Vorwort der Autorin beginnt diese ihre Hommage an die Mütter. Mit dem, was ich dann auf den folgenden 121 Seiten gelesen habe, konnte ich mich gleich von Anfang an identifizieren. Dieses Buch ist ein buntes Potpourri an zauberhaften Zitaten, Geschichten, Gedichten und kleinen Gebeten. Ich finde die Zusammenstellung von Texten und Bildern sehr gelungen und konnte dieses Buch beim Lesen nur schwer wieder aus der Hand legen. Die Buchseiten sind glänzend und mit vielen tollen Fotos verziert. Das hat mir beim Lesen gleich ein positives Gefühl gegeben und mir ein schönes Glücksgefühl beschert.

Dieses Buch hat mir eine schöne Auszeit geschenkt, mich nachdenken und in schönen Erinnerungen schwelgen lassen. Besonders die vielen Zitate haben mir gut gefallen. Ich habe mir einige herausgeschrieben und das Buch mit kleinen Notizzetteln versehen, damit ich sie immer wieder nachlesen und ansehen und dann wieder neue Kräfte sammeln kann.

Von Anfang bis Ende ist dieses Buch ein wirklich unfassbar schönes Geschenk an jede Mama. Die Botschaft des Buches ist bei mir angekommen und ich bin unendlich froh, es gelesen zu haben. Das Mama-Sein ist nicht immer leicht und häufig kommt man auch an seine Grenzen, aber es sind solche Bücher, die neue Kräfte schenken und uns nicht aufgeben lassen. Denn es gibt nichts Schöneres, als in die glücklichen Augen seiner Kinder zu sehen.

Fazit:

Auch ein paar Tage nach Beendigung des Buches habe ich es schon einige Male wieder in die Hand genommen und darin geblättert und immer wieder mit einem Glücksgefühl ins Bücherregal gestellt. Ich liebe dieses Buch und möchte gerne eine Leseempfehlung aussprechen und es mit fünf von fünf Sternen belohnen. Es bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und in meinem Herzen. Ein großes Dankeschön an die Autorin Christina Herr und den Neukirchener Aussaat Verlag, die mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

[Rezension] Lea und der Luchs- oder das Überleben in der Wildnis von Tanja Wenz

 

Titel: Lea und der Luchs- oder das Überleben in der Wildnis
Autorin: Tanja Wenz
Verlag: Geest Verlag
Erscheinungsdatum: 9.Dezember 2016
ISBN: 978-3866855632
Format: Klappenbroschur (236 Seiten)
Preis: 14,80€

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zur Autorin

 

Worum geht es?

Als sich die 14-jährige Lea nach einem Flugzeugunglück alleine in der Einsamkeit Nordkanadas wiederfindet, ahnt sie nicht, dass dies erst der Anfang eines großen Abenteuers ist. In der Wildnis dort streifen Bären, Wölfe, Berglöwen aber auch Luchse umher.

Lea nimmt die Herausforderung an, ohne Ausrüstung und Lebensmittel den Weg nach Hause zu suchen. Die tägliche Nahrungsbeschaffung zerrt an ihren Kräften, doch Lea gibt nicht auf. Während ihrer Suche trifft sie auf einen verletzten Luchs, dem sie das Leben rettet und der ihr ein treuer Begleiter in der einsamen Wildnis wird.

Aber reicht dies zum Überleben aus? Quelle

 

Meine Meinung zum Buch:

Auf dieses Buches war ich ziemlich gespannt, denn auf der Visitenkarte der Autorin steht “Bücher, die berühren”. Mal sehen, dachte ich mir, ob ihr dies bei mir auch gelingen wird. Zugegebenermaßen bin ich ziemlich nah am Wasser gebaut, aber bei vielen Geschichten ist es nur von kurzer Dauer und wenige davon bleiben mir nachhaltig im Gedächtnis.

Das Buchcover ist in schönen, warmen Grün-Orange-Tönen gestaltet. Lea und der Luchs sehen gezeichnet aus, nicht perfekt, aber irgendwie macht dies für mich gerade den Reiz aus. Beim näheren Betrachten springt die Innigkeit zwischen Mensch und Tier auf mich über. Ob dieser Eindruck sich durch das Lesen des Buches verstärkt?

Das erste Highlight ist für mich die Größe der Schrift. Ich konnte das Buch deshalb ohne Probleme und ohne das Aufsetzen meiner Lesebrille lesen. Die Geschichte startet mit dem Beginn der Sommerferien. Lea, aus deren Sicht die Geschichte von Beginn an erzählt wird, reist wie so oft alleine nach Kanada, um ihren Vater zu besuchen. Ich war sofort ziemlich beeindruckt, wie selbstbewusst und mutig dieses 14-jährige Mädchen ist. Ihr Charakter gefällt mir sehr gut und hat mich ziemlich schnell mit ihr sympathisieren lassen. Die Autorin hat sich viel Zeit gelassen, um Lea mit all ihren Facetten sehr detailliert zu beschreiben. Das kommt bei mir gut an und ich habe ihre Schritte in der Wildnis mit großer Freude begleitet. Sie macht im Laufe der Geschichte eine große Entwicklung durch und es war schön, ihr dabei über die Schuler zu schauen und sie dabei zu begleiten.

Die Kapitel haben eine angenehme Leselänge und der Schreibstil der Autorin ist durchweg flüssig und sehr bildgewaltig. Ich habe eine gute Vorstellung von Leas Erlebnissen und ihren Gefühlen bekommen. Einige der Schilderungen haben mich wirklich berührt und ich war voller Bewunderung für dieses tapfere Mädchen. Sehr gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen von der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Mit wie viel Achtung und Respekt sie einander gegenübertreten! Ein großes Kompliment an die Autorin, die dies mit ihrem Schreibstil so transportieren konnte.

Durch einen Wechsel der Erzählperspektive gelingt es der Autorin, die Spannung in der Geschichte noch weiter voranzutreiben. Ich war von nun an total gefangen und bin durch die Seiten nur so hindurchgeflogen. Die grandiosen Beschreibungen der dortigen Wildnis setzt ein großes Fachwissen und eine gründliche Recherche voraus. Das hat mich sehr beindruckt und nach 221 Seiten das Buch mit einem zufriedenen Grinsen beenden lassen.

Zum Abschluss sei noch gesagt, dass zum Ende alle gesponnenen Fäden aufgelöst wurden und für mich auch keine Fragen mehr unbeantwortet blieben.

Mein einziger Kritikpunkt ist das am Ende stehende Inhaltverzeichnis. Dies hätte ich mir am Anfang gewünscht, denn dort macht es meiner Meinung mehr Sinn.

Fazit:

Ein wirklich berührendes Jugendbuch mit viel Tiefgang und Raum zum Nachdenken. Ich habe eine wunderschöne Lesezeit gehabt, spreche eine Leseempfehlung aus und belohne dieses Buch sehr gern mit fünf von fünf Sternen.

 

 

[Rezension] Alea Aquarius – Das Geheimnis der Ozeane von Tanya Stewner

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Titel:
Alea Aquarius – Das Geheimnis der Ozeane
Autorin: Tanya Stewner
Illustratorin: Claudia Carls
Verlag: Oetinger Verlag
Erscheinungsdatum: 20. März 2017
Format: Hardcover (448 Seiten)
ISBN: 978-3789147494
Preis: 16,99€

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Die Autorin

Worum geht es?

Auf nach Island! Alea und die Alpha Cru stechen wieder in See und machen sich auf den Weg in den hohen Norden. Dort hofft Alea endlich ihren Vater zu finden und damit Antworten auf die vielen Fragen, die ihr durch den Kopf schwirren. Doch als die Alpha Cru ihr Ziel erreicht, muss sich Alea nicht nur ihrer Vergangenheit stellen, sondern trifft dort auch auf den geheimnisvollen Doktor Orion. Seit dem Untergang der Meerwelt erforscht er den tödlichen Virus, der die Meermenschen vernichtet hat. Kann Alea mit seiner Hilfe ihren großen Traum verwirklichen und das Meervolk wiederaufleben lassen? Und wird Lennox sie bei diesem Plan unterstützen? Er scheint Alea etwas zu verschweigen, und das stellt ihre Liebe auf eine harte Probe.
Der dritte Band der Meermädchen-Saga Alea Aquarius von Bestseller-Autorin Tanya Stewner Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Auf diese Fortsetzung habe ich ein Jahr lang sehnsüchtig gewartet. Bereits vom ersten Band an bin ich ein großer Fan vom Meermädchen Alea und ihren Freunden von der Alpha Cru. Auch bei diesem Buch kann die Gestaltung des Covers bei mir punkten. Es sieht genauso wunderschön wie seine Vorgänger aus. Ich liebe die Meeresfarben und in diesem Fall vor allem die ausdrucksstarken Kinder und die dezent glitzernden Akzente. Alea und ihr Freund Lennox sehen zauberhaft aus und ziehen mich magisch an. Endlich werden mit diesem Cover auch die “lesenden” Jungs angesprochen. Bisher war die Aufmachung eher typisch für ein Mädchenbuch.

Meine Jungs hätten sich diese Bücher niemals im Buchladen näher angeschaut. Glücklicherweise war ich so begeistert vom ersten Buch, dass es deshalb in unseren Bücherschrank eingezogen ist.

Die Reaktion meines 11-jährigen Sohnes fiel bei diesem Buch sehr positiv aus. Er findet, die Kinder sehen ziemlich cool aus und ihre Klamotten wären total in.

Ich finde, Alea ist deutlich reifer und erwachsener geworden und diese Entwicklung kommt auf dem Cover sehr gut rüber.

Wie gewohnt erwarteten mich ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis und die tollen Illustrationen von Claudia Carls. Ich habe schon dort bereits das Gefühl gehabt, nach Hause zu kommen.

Ich gebe zu, dass die Erwartungen an das Buch schon ziemlich hoch waren, denn Tanya Stewner hat die Messlatte mit den beiden Vorgängern schon ordentlich hoch gelegt. Ich war sehr gespannt darauf, ob es möglich ist, noch eine Steigerung der Geschichte hinzubekommen, ohne die Leser zu langweilen oder sich mit zu vielen Erzählungen und Erklärungen zu wiederholen. Es gibt tatsächliche kleine Rückblicke auf die vorherigen Bände, diese sind aber sehr passend in die Geschichte eingefügt. Auch Neuleser werden sich in der Geschichte gut zurecht finden. Trotzdem würde ich jedem Leser empfehlen, beim ersten Buch anzufangen, denn das Aufeinandertreffen der Kinder und ihre ersten Abenteuer sind sehr lesenswert.

Was soll ich sagen: Die Autorin hat meine Erwartungen an das Buch nicht nur erfüllt, sie hat sie sogar übertroffen. Auch ein paar Tage nach Beendigung des Buches bin ich immer noch hin und weg. Unfassbar, wie es der Autorin gelingt, ihre Gefühle und Emotionen so in Worte zu verpacken. Ich habe die Geschichte von der ersten Seite an bereits geliebt und habe mit einem zufriedenen und breiten Grinsen die 448 Seiten viel zu schnell durchgelesen. Die Kapitel haben eine tolle Leselänge und eignen sich auch prima zum abendlichen Vorlesen.

Nach ein paar Kapiteln war ich wieder so in der Geschichte gefangen, dass es mir sehr schwer viel das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ich war nicht nur Leserin der Buches, sondern habe mich gleichzeitig in der Geschichte wiedergefunden. So bildgewaltig und detailgetreu war der Schreibstil der Autorin. Sie erweckt mit ihrer Sprache alle Meeresbewohner zum Leben, und hier und da habe ich tatsächlich eine “Finde-Finja” flüstern hören. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende extrem spannend erzählt und ich habe mit den Protagonisten und den Tieren in der Unterwasserwelt sehr mitgelitten. Ich musste mich häufig zusammenreißen um nicht los zu heulen. Wie in den vorherigen Büchern, ist es auch in “Das Geheimnis der Ozeane” der Autorin sehr wichtig dem Leser zu vermitteln, wie schlimm die Meerestiere unter der Umweltverschmutzung von uns Menschen zu leiden haben. Die Beschreibungen von den Tieren, die unter Wasser in einem Netz festsitzen und so bitterlich weinen, gehen mir so ans Herz und lassen mich wirklich wütend und traurig werden. Ich hoffe, durch das Lesen dieses Buches überdenken einige Leser ihren Konsum von Plastiktüten und fangen an, ihre Einstellung dazu zu ändern.

Aber nicht nur die Geschichte rund um die Meereswelt ist toll erzählt, auch Aleas Entwicklung und die ihrer Freunde, Ben, Sammy, Tess und Lennox, ist toll mitzuerleben. Im Laufe der Bücher lässt die Autorin ihre Figuren wachsen, ich bin begeistert zu lesen, wie großartig ihre Entwicklungen sind. Das Buch ist fröhlich, humorvoll und gleichzeitig traurig und beängstigend. Je nachdem, an welchem Faden Tanya Stewner zieht, änderte sich auch meine Gefühlswelt innerhalb weniger Seiten.

Auch wenn zum Ende des Buches nicht alle meine Fragen beantwortet sind, bleibe ich trotzdem mit einem warmen und schönen Gefühl zurück, mit dem Wissen, im nächsten Jahr ganz bestimmt wieder mit der Alpha Cru in See zu stechen. Die lange Wartezeit werde ich dann mit dem neuen Hörbuch verbringen, das in Kürze erscheinen wird. Wie auch die beiden anderen Hörbücher wird es auch bei diesem Mal von Hörbuchpreis-Trägerin Laura Maire gelesen, die durch ihre wundervolle, ruhige und beruhigende Stimme mich richtig ins Träumen versetzt.

Auch wenn ich definitiv nicht mehr zur empfohlenen Altersgruppe gehöre, bin ich total begeistert und verliebt in diese Geschichte. Den Jungs ist es auch noch wichtig zu sagen, dass auch ihnen die Geschichten von der Alpha Cru besonders gut gefallen.

Fazit:

Dieses Buch gehört schon jetzt zu meinen Bücherhighlights  2017, diese Geschichte ist so voller Liebe zum Detail beschrieben und hat mich total verzaubert. Es ist ein absoluter Schatz in jedem Bücherregal und deshalb gibt es von mir eine ganz dicke Leseempfehlung und fünf von fünf Sternen.

[LBM17] Messetag 3 – Die letzten Kraftreserven werden mobilisiert

 

Die Nacht war kurz und schlaflos. Wir waren schon vor dem Wecker wach und wollten an diesem Messetag unbedingt ganz früh auf dem Gelände ankommen. Also fiel unser Frühstück etwas kürzer als an den vorherigen Tagen aus. Die Fahrt zum Messegelände war unerwartet zügig und wir hatten überhaupt keinen Stau, auch auf dem Gelände war es noch superleer, und so standen wir fast 40 Minuten vor verschlossenen Türen. Das war schon ein wenig doof, hatten wir uns doch die Lesung von Tanya Stewners “Alea Aquarius” um 10 Uhr ausgesucht und wollten da unbedingt ganz weit vorn sitzen. Diese Idee hatten natürlich noch viele andere Besucher, denn um kurz nach zehn war die Lesebude 1 schon rappelvoll.
IMAG0211Bevor wir Zuschauer mit der Alpha Cru endlich in See stechen konnten, führte Helga Blümlein vom Oetinger Verlag ein interessantes Gespräch mit der Autorin. Dann endlich las Tanya Stewner aus “Alea Aquarius – Das Geheimnis der Ozeane” vor. Bereits nach ein paar Sätzen war der Zauber dieser Kinderbuchreihe wieder auf mich übergesprungen. Die Geschichte über das Meermädchen Alea und ihre Freunde ist so wunderschön und begeistert mich jedes Mal wieder.
In der nächsten Woche findet Ihr auf diesem Blog auch die Rezension zu diesem Buch. Nach der Lesung hatte ich kurz Gelegenheit, mit Tanya ein paar Worte zu wechseln, mein Buch signieren zu lassen und noch einige Fotos zu machen. Es war wirklich ein toller Moment, der mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Ganz lieben Dank, Tanya, dass Du Dir, trotz der langen Schlange, ein paar Minuten Zeit genommen hast.

 

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Wie zu erwarten war an diesem Tag in den Gängen viel los, und so haben wir uns extra wenig Termine und Lesungen rausgesucht. Gegen 11 Uhr haben wir uns dann in der Leseinsel Fantasy eingefunden. Dort gab Janet Clark ihre allererste Lesung zu ihrem neuen Buch “Ewig Dein”. Die Autorin hat passend zu ihrem wunderschönen Buchcover, ihr T-Shirt und ihre Hose verziert. Wir fanden ihre Debütlesung ist ihr ziemlich gut gelungen.

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Da zur gleichen Zeit Britta Sabbag “Die kleine Hummel Bommel” vorgelesen hatte und ich dieses Buch so gerne mag, haben wir auch dort kurz vorbei geschaut. Es waren zeitgleich so viele tolle Lesungen und es war wirklich schade, dass man immer nur einen kurzen Einblick bekommen konnte. Leider war die Messe auch so gut gefüllt, dass wir an diesem Tag darauf verzichtet haben, uns durch die engen Gänge zu zwängen

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Um 12.30 Uhr gab es dann ein weiteres Highlight: Kai Lüftner hat seine neue Buchreihe “Die Finstersteins” vorgestellt. Das war wirklich großartig und die ganze Lesebude hat sich köstlich amüsiert. Der Autor ist in die IMG_0868verschiedenen Rollen seiner Protagonisten geschlüpft, und das sah bei dem starken Mann mit den tätowierten Armen zum Brüllen komisch aus. Dort haben wir dann auch wieder Tina von den Superlesehelden getroffen. Ganz spontan, aber die Freunde war genauso groß wie am Donnerstag. Tina gehört seit diesem Monat übrigens auch zum großen Kreis der Autoren. Ihr Erstlingswerk “Mamaglück: Kleine Schätze im Alltagstrubel” ist am 13. März 2017 im Neukirchener Aussaat-Verlag erschienen. Miri und ich wünschen ihr ganz viel Erfolg und weiterhin ganz viel Freude beim Schreiben.

 

IMAG0248Nach der Lesung war es dann auch langsam Zeit, uns auf dem Weg zum großen Lovelybooks Leser- und Bloggertreffen zu machen. Diesmal kamen wir erstaunlicherweise IMAG0262schnell durch die Hallen. So konnten wir es uns vor dem Kongressraum ein wenig gemütlich machen. Diese Rückzugsmöglichkeit und die guten Lichtverhältnisse nutzten auch viele Cosplayer, um ordentlich Fotos zu machen. Nach kurzer Wartezeit gesellte sich Konzi von lagoonadelmar zu uns. Konzi kennen wir schon aus einigen Lovelybooks-Leserunden. Miri hatte sie im letzten Jahr schon in Leipzig getroffen, ich traf sie in diesem Jahr zum ersten Mal. Wir haben uns gleich super verstanden und waren schon ganz gespannt, was uns bei dem Treffen erwartet. Nachdem alle Teilnehmer ihre Goodiebags bekommen hatten, gab es eine herzliche Begrüßung von Tina und ihren KollegInnen des Lovelybooks-Teams.

 

IMG_2590Das Highlight des Treffens war ein Besuch von Anne Freytag, die mit reichlich Fragen zu ihrem neuen Buch “Den Mund voll ungesagter Dinge” gelöchert wurde. Anne hat mit ihrer humorvollen und liebenswürdigen Art schnell die Herzen aller im Raum erobert. Es hat wirklich großen Spaß gemacht und die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Es war toll, endlich mal das ganze Lovelybooks-Team kennenzulernen, die über die komplette Messezeit einen großartigen Job gemacht haben. Nach dem offiziellen Programm konnten wir uns dann mit den vielen anderen Lovelybookern austauschen.  Es wurden einige tolle Gespräche geführt und ich habe mich sehr gefreut, einige Bloggerinnen und Lovelybooker persönlich kennenzulernen.

 

Leider stand schon der nächste Termin auf dem Programm, und so mussten wir das Treffen frühzeitig verlassen. Unser letzter Termin war dann ein “Meet & Greet inkl. Lesung” mit Marah Woolf, organisiert von Team von IMAG0269vorablesen. Am Stand war es unglücklicherweise sehr voll, so mussten wir die ganze Zeit im Stehen der Lesung lauschen. Es war wirklich ein toller Abschluss eines aufregenden Messetages. Nachdem wir dann noch nette Worte mit einigen Bloggern gewechselt haben, ging es dann ein letztes Mal zurück zum Pressebereich. Es war eine unglaublich schöne, aber auch sehr anstrengende Buchmesse, die uns noch ganz lang in Erinnerung bleiben wird. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen in 2018.

 

 

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[LBM17] Messebericht Tag 2- Dieser Tag stand ganz im Zeichen von vielen Lesungen

 

Nach einem Frühstück mit frischen Brötchen und leckerem Tee haben wir uns mit unseren gepackten Rucksäcken schon sehr früh auf den Weg zur Buchmesse gemacht. Es war wirklich ein großer Vorteil, unser Auto auf dem Presseparkplatz parken zu dürfen, und auch die Messe über den Pressebereich betreten zu dürfen, ist wirklich toll gewesen. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an das Orga-Team der Leipziger Buchmesse. Ihr habt wirklich einen tollen Job gemacht und wir haben uns die Tage auf der Messe sehr wohl und sicher gefühlt. Alle Mitarbeiter waren extrem freundlich und sehr hilfsbereit.

Unser Messetag startete um 10.30 Uhr mit Anne Freytags Lesung “Den Mund voll ungesagter Dinge”. Wir hatten das Glück, ganz vorn noch Plätze zu ergattern und konnten alles aus nächster Entfernung hören und sehen. Ich habe mich riesig darauf gefreut, Anne zu treffen, denn ich bin ein großer Fan ihrer Bücher, und ihr Youtube-Wochenrückblick “Jeden Freytag und Popescu”, den sie zusammen mit ihrer Freundin und Autorenkollegin Adriana Popescu betreibt, ist eins meiner Wochenhighlights. Wer ihn noch nicht kennen sollte, schaut ihn sich schnell mal an, ich finde ihn großartig. Genauso großartig war auch Annes Lesung auf der Buchmesse. Der Lese-Treff in Halle 2 war rappelvoll, und mit ihrer humorvollen Art vorzulesen und zu sprechen, sind ihr die Herzen der Zuschauer nur so zugeflogen. Es war unbeschreiblich schön, ich bin immer noch hin und weg, wenn ich daran zurückdenke. Im Anschluss hat sich Anne noch Zeit genommen, um viele Bücher zu signieren und auch für das ein oder andere Foto mit ihren Lesern zu machen. Auch in diesem Jahr veranstalten wir wieder ein Gewinnspiel, denn wir haben natürlich auch an Euch zu Hause gedacht. An dieser Stelle darf verraten werden: Es hat auch etwas mit Anne Freytag zu tun Smiley.

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Nach der Lesung stand gleich das nächste Highlight auf meiner Liste, denn ich hatte mich für ein kurzes Treffen mit Antje Szillat verabredet. Ben, Tim und ich lieben ihre Bücher und haben schon einige schöne Leserunden mit ihr auf Lovelybooks begleitet. Ihr Buch “Flätscher” wurde am Donnerstag mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet. “Herzlichen Glückwunsch” an dieser Stelle auch an den genialen Illustrator Jan Birck. Nach ein paar Autogrammen und einigen Fotos war dann leider auch für Miriam und mich schon wieder die Zeit gekommen, um uns auf den Weg zur nächsten Lesung zu machen.

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Zurück in Halle 2 haben wir noch den letzten Rest von Gina Meyers Lesung über ihren magischen Blumenladen lauschen können. Im Anschluss hat die Autorin noch fleißig Autogramme IMG_0826geschrieben und mit ihren kleinen Fans noch ein paar Worte gewechselt.

 

 

 

 

 

IMAG0161Nach dieser Lesung hatten wir dann eine kurze Verschnaufpause, denn es wurde schon die nächste vorbereitet. Glücklicherweise konnten wir aber einfach IMAG0155sitzen bleiben, denn diese fand am selben Ort statt: Astrid Frank las aus ihrem Buch “Enno Anders: Löwenzahn im Asphalt”. Es gab eine kleine Anmoderation von Michael Stehle. Astrid Frank hat den Zuhörerin kurz erklärt, dass es sich bei ihrem Buch über das aufregende Leben eines hochsensiblen Jungen dreht. Die Illustratorin Regina Kehn hat die Lesung mit vielen genialen Zeichnungen begleitet. Die Geschichte von Enno hat Miriam und mich ziemlich berührt, und so mussten wir das Buch nach Ende der Lesung unbedingt kaufen.

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Auf diese Lesung folgte dann nahtlos auch gleich das nächste Highlight. Irmgard Kramer und ihre “Piratenschiffgäng” hissten die Segel. Auch mit dieser sympathischen Autorin haben die Jungs und ich schon einige tolle Leserunden verbracht. Diese Buchreihe finden die Jungs besonders lustig, denn neben einer sehr spannenden und lustigen Geschichte ist das Buch voll mit großartigen Illustrationen von Zapf.

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IMAG0168Es folgte im Anschluss dann noch eine geniale Session von Ute Krause, die mit ihren Muskeltieren ordentlich für Stimmung sorgte. Obwohl wir an diesem Tag sehr viel gesessen haben, war IMG_0850dieser Tag extrem anstrengend für Miriam und mich. Wir haben den Rest des Nachmittags einfach uns vom Geschehen treiben lassen und einige Stände angeschaut.

 

 

 

 

Den Abschluss des Messetages machte die Lesung von “White Zone – letzte Chance” von Katja Brandis. In ihrem Buch geht es um sechs straffällig gewordene Jugendliche, die eine letzte Chance erhalten hatten: In einer alten Forschungsstation in der Antarktis sollten sie ihr Leben in den Griff bekommen. Sehr interessant waren die Berichte der Autorin, die sich für die Recherche genau auf den Weg in diese Gegend gemacht hat.

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Gegen 17.30 Uhr haben wir uns dann langsam auf den Rückweg gemacht und waren froh, als wir in unserer Ferienwohnung die Füße hochlegen konnten. So ein Messetag ist noch viel anstrengender, als ich es erwartet habe. Nach dem Abendessen haben wir dann noch die letzten Kraftreserven mobilisiert und einen Plan für unseren Messesamstag gemacht. Aber von dem erzähle ich Euch morgen. Es folgen noch ein paar Impressionen vom Messetag.

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[Rezension] Im Wolfsland von Uta Reichardt

 

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Titel: Im Wolfsland
Autorin: Uta Reichardt
Verlag: Fabulus-Verlag
Erscheinungsdatum: 3.Februar 2017
Format: Hardcover (200 Seiten)
ISBN: 978-3944788487
Preis: 16,95€

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Leseprobe

 

 

 

Worum geht es?

Wolfsland — erlebe das Abenteuer deines Lebens«, steht auf dem Werbeprospekt des Schullandheims, in das die 14-jährige Lou mit ihrer Klasse fährt. Der Slogan verspricht nicht zu viel: Im Grenzland zu Polen wird aus einer harmlosen Exkursion unversehens ein Kampf gegen gewissenlose Machenschaften. Und Lou ist mittendrin. Die Ereignisse überstürzen sich, als sich die Waise gegen Mobbing zur Wehr setzt und vorzeitig nach Hause geschickt werden soll. Lou reißt aus. In den einsamen Wäldern trifft sie nicht nur auf Wölfe, sondern auch auf den rätselhaften Lupo, der sich hier versteckt. Unversehens befinden sie sich beide auf der Flucht — vor den Suchtrupps auf der Spur der vermissten Schülerin und vor den Wilderern, die hinter den Wölfen her sind. Wenige Tage und Nächte stellen Lous Leben auf den Kopf. Am Ende erkennt sie: Ich bin nicht allein. Quelle

 

Meine Meinung zum Buch:

Den Anfang meiner Rezension widme ich dem genialen Buchcover. Denn dies war es, was von Anfang an meine volle Aufmerksamkeit geweckt hat und mich bis zum Ende auch nicht mehr losgelassen hat. Die Umschlaggestaltung ist einfach großartig. Die glänzenden Wolfsaugen und der düstere Wald wirken sehr bedrohlich und machten mich extrem neugierig auf die Geschichte. Die Schrift hebt sich vom Cover ab, genauso wie der Name der Autorin, das finde ich sehr gelungen. Ich mag es sehr, wenn die Illustratoren sich sich so intensiv mit der Covergestaltung beschäftigen wie bei diesem Buch. Passend zur Farbe des Titels wurden auch die Außenseiten in einem zarten Gelb gewählt. Das Buch sieht wirklich wunderschön aus, es gibt sogar noch ein blaues Lesebändchen. Schlichtweg kann das Cover bei mir punkten.

Am Anfang habe ich die Protagonisten Louisa genannt Lou kennengelernt, aus deren Perspektive die Geschichte auch erzählt wird. Lou ist eine Außenseiterin, dies wird durch die detaillierten Beschreibungen der Autorin sehr schnell deutlich. Uta Reichardt lässt sich sehr viel Zeit, dem Leser ihre Protagonistin vorzustellen, dies gefällt mir sehr gut und schon nach wenigen Kapiteln habe ich mir ein sehr gutes Bild ihrer Person machen können. Leider ist es mir nicht gelungen, mit Lou richtig warm zu werden. Obwohl es ein sehr interessanter Charakter ist, wächst sie mir leider nicht ans Herz.

Die Geschichte beginnt für mich daher eher schleppend. Dies änderte sich dann schlagartig, sobald die Wölfe in Erscheinung getreten sind. Von da an war ich total in der Geschichte gefangen. Ich finde, Wölfe sind faszinierende und sehr interessante Tiere. Mir gefällt es sehr gut, dass die Autorin sehr viel Zeit mit der Recherche über diese Tiere verbracht hat. Die viele Arbeit hat sich meiner Meinung nach bezahlt gemacht, denn der Autorin ist es gelungen, mich mit ihrem Fachwissen zu beeindrucken und mich somit in ihren Bann zu ziehen. Mein Herz verloren habe ich dann an den Waldjungen Lupo, mit dem es die doch vorher für mich eher blasse Lou schafft, mir sympathischer zu werden. Da der Charakter im Laufe der Geschichte eine deutliche Entwicklung macht und über sich hinauswachsen kann, konnte ich mich mit ihm dann auch besser anfreunden. Die Anzahl der im Buch auftretenden Protagonisten ist überschaubar, klar und deutlich beschrieben, so dass sich die empfohlene Altersklasse sicher gut zurecht finden wird.

Die Botschaft des Buches ist bei mir angekommen und hat mich auch nach Beendigung der Geschichte noch sehr viel über dieses Thema nachdenken lassen. Ich hoffe und wünsche, dass die Aussage des Buches auch bei den Lesern Zuspruch finden wird. Nach fast 200 Seiten findet die Geschichte ein geschlossenes Ende. Es lässt aber auch genügend Zeit und Raum für eigene Spekulationen und Überlegungen. Wenn ich die Geschichte nochmal rückblickend betrachte, wurde meine Erwartungshaltung an das Buch erfüllt, allerdings finde ich die Geschichte zwischen Lou und Lupo nicht richtig zu Ende erzählt. Ich hätte mich gefreut, wenn den beiden und ihrer Beziehung zueinander noch mehr Zeilen gewidmet worden wären. Ich bin außerdem der Meinung, dass die Altersempfehlung von 12-15 Jahren zu hoch gewählt wurde. Ich lese viele Bücher in diesem Genre und denke, dass gerade 14-15 jährige Leser sich gelangweilt fühlen könnten. Ich würde es eher in die Altersklasse bis 13 Jahre einordnen.

Fazit:

Ein wirklich gut geschriebenes Jugendbuch mit einer sehr spannenden Thematik, bei dem alle Wolfliebhaber sicher auf ihre Kosten kommen werden. Ich konnte leider mit der Protagonistin nicht richtig warm werden, was aber wirklich nur meine persönliche Meinung widerspiegelt. Ich möchte die Geschichte trotzdem gerne empfehlen und vergebe knappe vier von fünf Sternen.

Herzlichen Dank an den Fabulus-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar freundlicherweise zu Verfügung gestellt hat.