[Kurz gesagt…] Secrets of Amarak–Spione der Unterwelt von T. Spexx

978-3-401-60206-6©Arena Verlag


Nach über einem Jahr erhält Alexander Mercurius endlich eine Nachricht
von seinen verschollenen Eltern. Doch als er den merkwürdigen
Briefumschlag erwartungsvoll öffnet, enthält der nur ein leeres Blatt
Papier! Alex‘ Freunde Rebecca und Joe sind sich sicher, dass trotzdem
mehr dahintersteckt. Vielleicht ist der Brief eine Warnung? Die
Suche nach Anhaltspunkten führt die drei in ein dunkles Gängesystem
unter der Stadt. Zu spät merken sie, dass ihnen jemand gefolgt ist. (Quelle)

Ich habe in meinem näheren Umfeld recht viele Blogger und buchbegeisterte Menschen, die u.a. sehr gerne Kinderbücher lesen. Aus diesem Grund ist mir das Buch schon häufiger aufgefallen. Als ich dann die Möglichkeit bekam mir ein paar Bücher von einer Freundin auszuleihen, war dieses Buch darunter. Sie selber ist auch sehr begeistert von dem Buch und hat es mir auch ans Herz gelegt.

Ich empfand die Charaktere für ein Kinderbuch ab 10 Jahren ok. Sie sind gut beschrieben und ausgearbeitet, so dass sich die Zielgruppe die Charaktere sicherlich gut vorstellen kann.
Die Protagonisten kamen mir allerdings schon ziemlich “alt” und reif vor. Mich hat es nicht gestört beim Lesen, ich könnte mir nur vorstellen, dass ein Kind mit 10 Jahren ab und an nicht ganz mitkommt. Eine Altersempfehlung ab 12 Jahren mit den Charakteren wie sie im Buch zu finden sind, hätte meiner Meinung nach etwas besser gepasst.

Beim Schreibstil geht es mir ähnlich wie bei den Charakteren. Mir persönlich gefiel der Schreibstil sehr gut. Es war spannend und flüssig geschrieben und ich wollte weiterlesen und wissen wie es weitergeht.
Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass der Schreibstil eher ab 12 Jahren, denn ab 10 Jahren geeignet ist.

Doof fand ich eigentlich nichts, denn das Buch hat mich gut unterhalten und ich habe es sehr gerne gelesen. Wie bereits erwähnt, würde ich lediglich die Altersempfehlung ein wenig kritisieren. Aber da kommt es natürlich immer ganz auf das Kind an. Kinder mit 10 können teilweise reifer sein als welche mit 12, deswegen ist das nicht ganz so einfach und pauschal zu sagen.

Ich habe den ersten Band von “Secrets of Amarak” sehr gerne gelesen und habe mich trotz meines Alters gut unterhalten gefühlt. Die Illustrationen mochte ich auch, obwohl ich eigentlich mehr der “niedliche Typ” bin. Niedlich hätte hier aber gar nicht gepasst.

Wer nach einem spannenden Buch für’s Kind sucht, der wird bei diesem Buch sicherlich fündig werden. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

 


Titel: Secrets of Amarak – Spione der Unterwelt (Band 1)
Autor: T. Spexx
Illustrator: Moritz von Wolzogen
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: März 2017
ISBN: 978-3-401-60206-6
Format: Gebunden (248 Seiten)
Preis: 12,99 Euro

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[Kurz gesagt…] Die Farbe von Milch von Nell Leyshon

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Mein Name ist Mary.
Mein Haar hat die Farbe von Milch.
Und dies ist meine Geschichte.

Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt. (Quelle)

Die liebe Nina vom Kunterbunten Bücherregal hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Nachdem sie es beendet hatte, hat sie mir wärmstens empfohlen es auch zu lesen, da es ein ganz besonderes Buch ist.
Und das ist es in der Tat, aus mehreren Gründen, aber dazu später mehr.

In diesem Buch gibt es einen Charakter, der wirklich, wirklich wichtig ist und das ist Mary – die Protagonistin. Mary ist eine ganz außergewöhnliche junge Frau und auch wenn ich im realen Leben nicht mit ihr zurecht kommen würde, fand ich sie als Buchcharakter einfach nur grandios.
Sie ist absolut nicht auf den Mund gefallen, sagt genau das was sie denkt, besitzt trotz fehlender Bildung eine gewisse Bauernschläue und kann sich durchaus behaupten.

Auch die anderen Charaktere sind meiner Meinung nach gut gelungen. Neben Mary mochte ich noch ihren Opa und die Ehefrau des Pfarrers ganz besonders. Ich mochte einige Charaktere auch gar nicht, aber das war genau so von der Autorin gedacht. Nell Leyshon ist es gelungen, dass fast alle Charaktere emotional zu mir durchgedrungen sind, was für mich ein ganz wichtiger Punkt beim Lesen ist.

Der Schreibstil ist in der Tat ganz besonders. Dies ist ein Aspekt, der dieses Buch so besonders macht.

Im Klappentext heißt es: “In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung […]”.
Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich euch sage, dass Mary das Buch schreibt und zwar so wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Im Text fehlen Kommas, es kommt zu vielen Wortwiederholungen, es ist insgesamt sehr einfach gehalten und entspricht der saloppen Art zu reden, wie es früher auf einem Bauernhof üblich war.
All diese Punkte würden mich sehr wahrscheinlich in einem anderen Buch stören und ich würde mich fragen, ob überhaupt ein Lektorat stattgefunden hat. Doch in “Die Farbe von Milch” ist die Art wie das Buch geschrieben ist fast noch wichtiger als der Inhalt selber. Er macht das Buch zu dem was es ist. Als Leser muss man sich also darauf einlassen können.

Das einzige, was ich ein wenig doof fand, war, dass ich eigentlich schon beim Lesen des Klappentextes wusste worauf das Ganze hinauslaufen wird.
Und obwohl ich grundsätzlich recht hatte, überraschte mich die Autorin doch noch mit dem Ende, das sie für ihr Buch gewählt hat.
Es ist ein Ende, auf das ich persönlich nicht häufig in Büchern stoße, denn es handelt sich nicht unbedingt um ein Happy End.

Auch wenn “Die Farbe von Milch” eigentlich nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Genres gehört, hat mich das Buch gleich von der ersten Seite abgeholt und erst lange nach dem Lesen wieder losgelassen.
Das Buch ist wirklich etwas Besonderes und wenn ihr in der Lage seid euch auf diese Besonderheiten einzustellen, werdet ihr ein paar sehr intensive Lesestunden haben.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.


Titel: Die Farbe von Milch
Autor: Nell Leyshon
Übersetzerin: Wibke Kuhn
Verlag: Eisele Verlag
Erscheinungsdatum: 22. September 2017
ISBN: 978-3961610006
Format: Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen (208 Seiten)
Preis: 18,00 Euro

[Kurz gesagt…] Morgen kommt ein neuer Himmel von Lori Nelson Spielman

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Titel: Morgen kommt ein neuer Himmel
Autorin: Lori Nelson Spielman
Verlag: FISCHER Krüger
Erscheinungsdatum: 22. März 2016
ISBN: 978-3-8105-1330-4
Format: Klappenbroschur (368 Seiten)
Preis: 14,99€

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Leseprobe



Können Träume glücklich machen? Eine Mutter zeigt ihrer Tochter den Weg, ihre wahren Träume zu verwirklichen.
Ein berührender Roman über die eine Liebe, die uns ein Leben lang nicht verlässt.

Wer verscheucht die Monster aus unseren Albträumen?
Wer tröstet uns bei Liebeskummer?
Und wer kennt uns besser, als wir uns selber kennen?

Als Brett 14 Jahre alt war, hatte sie noch große Pläne für ihr Leben, festgehalten auf einer Liste mit Lebenszielen. Heute, mit 34 Jahren, ist die Liste vergessen und Brett mit dem zufrieden, was sie hat: einen Freund, einen Job, eine schicke Wohnung.
Doch als ihre Mutter Elizabeth stirbt, taucht die Liste wieder auf: Aus dem Mülleimer gefischt, hat ihre Mutter die Liste aufgehoben, und deren Erfüllung zur Bedingung gemacht, damit Brett ihr Erbe erhält – und zwar innerhalb von 12 Monaten.

Aber Brett ist nicht mehr das Mädchen von damals. Ein Baby bekommen? Das hat sie schon lange ad acta gelegt. Ein Pferd kaufen? In ihrer Wohnung sind nicht mal Haustiere erlaubt. Eine gute Beziehung zu ihrem Vater aufbauen? Ha – der ist seit sieben Jahren tot. Sich verlieben? Die einzig wahre, große Liebe gibt es doch nur im Film.

Um sie bei der Erfüllung ihrer Ziele zu unterstützen, hat ihre Mutter Brett mehrere Briefe hinterlassen. Wütend, enttäuscht und verletzt liest Brett den ersten Brief – und ist überwältigt von der liebevollen und fürsorglichen Nachricht ihrer Mutter, die gespürt hat, dass Brett in ihrem Leben nicht glücklich ist. Die Briefe ihrer Mutter rufen Brett dazu auf, ihre Träume nicht aufzugeben und ihr Leben in die Hand zu nehmen – denn nur sie selbst kann es ändern …
Kann Elizabeth ihrer Tochter dabei helfen, sich selbst wiederzufinden? (Quelle)

Vor gut einem Jahr habe ich bereits “Nur einen Horizont entfernt” von Lori Nelson Spielman gelesen, weil Nina so begeistert von dem Buch war.
Ich hatte einer anderen Freundin davon erzählt, dass ich das Buch lese und daraufhin lieh sie mir “Morgen kommt ein neuer Himmel” aus. Leider musste das Buch ewig lange auf meinem Ausleih-SuB verweilen, aber nun habe ich es endlich geschafft es zu lesen und kann es meiner Freundin wiedergeben.

Ein großes Potpourri an unterschiedlichen Charakteren, die ich allesamt als authentisch und gut gezeichnet empfunden habe.
Die Autorin hat es geschafft, dass ich emotional wirklich mitgegangen bin und so auch Sympathie und Antipathie bestimmten Charakteren gegenüber empfunden habe.
Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung, die die Protagonistin Brett mitgemacht hat. Es ist echt toll zu sehen, wenn Charaktere nicht in ihrer Entwicklung stehen bleiben, sondern die Umstände, in denen die stecken, sie verändern. Das hat Lori Nelson Spielman wirklich gut geschrieben.

Die Autorin hat einen wirklich angenehmen und flüssigen Schreibstil. Sie schreibt sehr humorvoll und emotional und schafft es auch ernste Themen in eine Leichtigkeit zu verpacken, die diese Themen nicht trivial erscheinen lassen, sie aber auch nicht so schwer werden lässt, dass es einen im Lesefluss hemmt.
Ich habe die Ernsthaftigkeit erkannt, habe mich aber dennoch sehr gut unterhalten gefühlt und konnte das Buch sehr leicht und schnell lesen.

Ich kann mich nicht erinnern irgendetwas doof gefunden zu haben. Ein gutes Zeichen, findet ihr nicht? Smile

Mir hat “Morgen kommt ein neuer Himmel” wirklich gut gefallen. Besser als “Nur einen Horizont entfernt”. Ich fand dieses Buch hier emotionaler und gefühlvoller. Die Geschichte an sich ist schon traurig, aber so voller Hoffnung und schöner Gedanken und Erlebnisse. Es hat einfach Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, auch wenn ich mir nicht nur einmal Tränen aus den Augen wischen musste.

Mit 5 von 5 Sternen gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

[Kurz gesagt…] Apfelrosenzeit von Anneke Mohn

978-3-499-26894-6

 

Titel: Apfelrosenzeit
AutorIn: Anneke Mohn
Verlag: rororo
Erscheinungsdatum: 19. Dezember 2014
ISBN: 978-3-499-26894-6
Format: Taschenbuch (320 Seiten)
Preis: 9,99€

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Leseprobe

 

 

Worum geht's

Vier Freundinnen. Ein Haus. Und ein Wochenende, das alles verändert.
Das Haus mit den Apfelrosenhecken steckt voller Erinnerungen: Hier haben Sanne, Fritzi, Mona und Kirsten zu Studienzeiten in einer WG gelebt. 15 Jahre später treffen sich die Freundinnen wieder vor dem Haus an der Kieler Förde. Um es zu entrümpeln – denn es steht leer, seit Isa, die fünfte im Bunde, bei einem Autounfall starb. Sofort ist die alte Vertrautheit wieder da: Tagsüber wird ausgeräumt, abends bei Rotwein über das Leben geredet. Doch jede der Frauen hat Geheimnisse, die sie lieber nicht erzählt. Als an einem kalten Dezembertag die Heizung ausfällt und sich die Freundinnen um den warmen Ofen versammeln, kommt es zum Eklat. Und nichts ist mehr, wie es einmal war. (Quelle)

Lesegrund

Anna, eine Freundin von mir, drückte mir das Buch vor Mooonaten mal mit dem Satz: “Hier, lies mal. Ich hab’s an einem Tag verschlungen, liest sich echt gut.” in die Hand und lieh mir das Buch aus. Leider musste das Buch diverse Monate bei mir im Bücherregal warten, bevor ich es in die Hand genommen habe, da ständig Rezensionsexemplare “dazwischen gekommen” sind.

Charaktere

Sanne, Mona, Fritzi und Kirsten – alles unterschiedliche Charaktere, die gut gezeichnet wurden. Sie sind nicht zu flach beschrieben worden, aber sehr viel Tiefe besitzen sie auch nicht. Ein gutes Mittelding würde ich behaupten. Ich mochte alle vier, auf ihre eigene Art und Weise. Auch die “Nebendarsteller” waren mir sympathisch und ich konnte mir allesamt sehr gut bildlich vorstellen. Besonders Micha, Sannes Reitlehrer und Schmetterlinge-im-Bauch-Verursacher hatte es mir angetan. Ihn fand ich am detailliertesten gezeichnet.
Schön fand ich auch die Entwicklung, die die einzelnen Charaktere durchgemacht haben. Ich mag es grundsätzlich sehr, wenn ich in Büchern Entwicklungen deutlich wahrnehme und nicht mit großem Wohlwollen etwas erahnen muss.

Schreibstil

Hier gibt’s nicht viel zu sagen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. “Apfelrosenzeit” ist daher ein prima Buch für Zwischendurch. Man muss sich nicht großartig anstrengen beim Lesen, das Buch ist aber auch nicht plump oder anspruchslos geschrieben.

Was war doof

Eigentlich gibt es tatsächlich nur eine Sache, die ich wirklich doof fand. Und zwar wird mal eben, am Rande eingestreut, dass es sein könnte, dass Isa gar keinen normalen Autounfall hatte, sondern sich eventuell das Leben genommen haben könnte. Sanne findet Anti-Depressiva im Badezimmerschrank und zieht ihre Schlüsse…
Also…zum Einen ist nicht jeder gleich selbstmordgefährdet, nur weil er ein Anti-Depressivum schlucken muss und zweitens fand ich es unnötig diesen Mini-Strang in die Geschichte einzuflechten. Es hat nichts zur Sache beigetragen und weiter verfolgt wurde er auch nicht. Ich finde aber gerade dieses Thema wichtig genug und nicht so trivial, das man es einfach so nebenbei erwähnt und sich dann nicht mehr darum kümmert. Das hätte hier besser gelöst werden können.

Fazit

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und war jedes Mal Teil der Geschichte, wenn ich angefangen habe zu lesen. Teilweise konnte ich nur wenige Seiten am Stück lesen, weil sich unsere kleine Maus dann bemerkbar gemacht hat. Glücklicherweise habe ich aber nie lange gebraucht, um wieder in die Geschichte zu finden, was gerade beim Lesen mit einem Säugling ein großer Pluspunkt ist.
Wer also nach einem leichten Buch für Zwischendurch auf der Suche ist, der sollte sich ruhig “Apfelrosenzeit” mal anschauen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.