[tthinkttwice-Rezi] Blutebbe von Derek Meister


Titel:
Blutebbe
Autor: Derek Meister
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 17. Juni 2017
Format: Klappenbroschur (400 Seiten)
ISBN: 978-3734104787
Preis: 9,99€

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Meine Meinung zum Buch

Henning und Jansen sind zurück und erneut wird es blutig und spannend im kleinen Kaff Valandsiel.
Nachdem ich die ersten beiden Bände der Thrillerserie um die beiden Ermittler gelesen und geliebt habe, war die Vorfreude groß, als ich bei meiner Suche nach Neuerscheinungen auf das Cover von “Blutebbe” gestoßen bin.

Ein wirklich tolles Cover, wie ich finde. Passend zum Genre und zum Inhalt des Buches. Auch der Klappentext klang wieder sehr spannend und ich konnte es kaum erwarten endlich mit dem Buch zu beginnen.

Wie auch in den ersten beiden Bänden fackelt Derek Meister nicht lange und kommt sofort zur Sache. Meine Herren, “Blutebbe” fängt ziemlich heftig an – definitiv nichts für zartbesaitete Menschen.
Ich habe früher King gelesen, blutige und detaillierte Szenen machen mir in Büchern selten etwas aus, das hier war allerdings schon hart an der Grenze.
So rasant und spannend wie es anfing, lies es meiner Meinung nach aber für eine Weile wieder nach. Ich ertappte mich beim Lesen dabei, dass ich über viele, mir unbekannte Begriffe aus dem Segeljargon gestoßen bin und mich leider auch darüber geärgert habe. Normalerweise stören mich einige unbekannte Wörter nicht, weil ich sie dann einfach überlese, bei Interesse nachgucke oder sie sich aus dem Kontext erschließen. Hier hat es mich allerdings gestört, vielleicht, weil es für meinen Geschmack zu viele auf wenig Text waren.

Nachdem ich diese, für mich, schwierigere Passage gemeistert hatte, bin ich dann auch im Buch angekommen und konnte mich wieder am tollen Humor des Autors erfreuen. Dieser hat mir bereits in den ersten beiden Bänden sehr gut gefallen und die spannende Geschichte ein wenig aufgelockert.
In ”Blutebbe” geht es allerdings ernster zu als in den ersten beiden Bänden, was daran liegen mag, dass die Charaktere sich allesamt weiterentwickelt haben und angefangen haben sich mit ihrer Vergangenheit zu beschäftigen. Fand ich persönlich sehr gut. Ich mag es sehr, wenn Entwicklung zu sehen ist und die Charaktere von Band zu Band wachsen.

Derek Meister hat es mit seinem Schreibstil und dem Charakteraufbau sogar geschafft, dass ich kurz Mitleid mit dem Täter empfunden habe, da dieser ein wirklich mieses Leben hat. Mitleid mit einem Täter, der gar kein Mitleid verdient hat, da er und seine Taten einfach nur widerlich sind. Das will schon was heißen.

Leider hat das Buch ab einem bestimmten Punkt für mich eine Wendung angenommen, die mir nicht mehr so gut gefallen hat. Es gibt bestimmte No-Gos für mich, die in der Realität genauso Geltung haben wie auch in Büchern oder Filmen und genau so ein No-Go hat der Autor beschrieben und im Laufe der weiteren Handlung immer wieder darauf hingewiesen.

Achtung, kleiner Spoiler! Zum Lesen bitte die freie Fläche markieren.

Eins dieser No-Gos ist es, wenn Tiere misshandelt oder sogar getötet werden. Ganz schlimm wird es, wenn dieses Tier ein über alles geliebtes Familienmitglied geworden ist.
Der Autor hat in “Blutebbe” so ein Tier grausam töten lassen und es für mich zu detailliert geschildert.
Ich kann euch nicht sagen wieso mich das bei Tieren so sehr aufwühlt und mir den Spaß an der Geschichte nimmt, aber genauso grausame Morde an erwachsenen Menschen für mich ok sind, weil sie ja nur Fiktion sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich Tiere als wehrlos empfinde und erwachsene Menschen eben nicht.

Leider hat mir auch das Ende des Buches nicht wirklich gefallen. Im Vergleich dazu plätscherte der größte Teil des Buches nur so dahin und zog sich regelrecht. Denn ich empfand es als sehr hektisch und die Ereignisse haben sich regelrecht überschlagen. Sich überschlagende Ereignisse finde ich für einen rasanten Thriller grundsätzlich klasse, doch hier wirkte es einfach nur gehetzt. Fast so als müsste noch möglichst viel Inhalt in möglichst wenig Text/Seiten verpackt werden.
Das Ende an sich ist halboffen, was mich persönlich nicht stört, da ich mir meinen Teil denken bzw. selbst zusammenreimen kann. Doch durch das Gehetze davor wirkt es fast ein wenig unfertig.

Fazit

Erneut kann Derek Meister mit tollen Schreibstil und gut durchdachten Charakteren punkten. Leider hat er mich ab einem bestimmten Punkt des Buches verloren und das Ende setzte dem Ganzen dann die Krone auf. Sehr schade, denn insgesamt war es wieder eine spannende Jagd nach einem grausamen Mörder, die mir mit einem nicht so hektischen und gehetzten Ende deutlich besser gefallen hätte.

Daher kann ich leider nur knappe 3 von 5 Sternen vergeben.

 

Wenn ihr Ninas Meinung zu dem Buch lesen wollt, dann klickt hier und schaut, was sie dazu zu sagen hat.
KLICK!

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[tthinkttwice-Rezi] Die Doppel-Kekse 2: Chaos hoch zwei mit Papagei von Patricia Schröder


Titel:
Die Doppel-Kekse: Chaos hoch zwei mit Papagei
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Planet! im Thienemann-Esslinger Verlag
Erscheinungsdatum: 20. Juni 2017
Format: Hardcover (224 Seiten)
ISBN: 978-3522505130
Preis:  9,99€

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Meine Meinung zum Buch

Die Doppel-Kekse sind wieder da! Kinderbücher lese ich (noch) relativ selten, aber wenn alle Kinderbücher wie die Doppel-Kekse wären, würde ich ganz sicher jetzt schon häufiger welche lesen.
Nachdem mir Band 1 schon so gut gefallen hat, war es natürlich klar, dass ich bei Band 2 auch wieder mit dabei sein muss.

Das Cover ist wieder genauso schön gestaltet wie es bereits beim ersten Band der Fall war. So sieht man gleich, dass die Bücher zur einer Reihe gehören, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich habe es gerne einheitlich, besonders bei Büchern. Allerdings besteht auch leichte Verwechslungsgefahr, denn man muss in der Buchhandlung schon genau hingucken, um den richtigen Band zu erwischen. Also im Zweifelsfall einfach beide Bände kaufen. 😉

“Chaos hoch zwei mit Papagei” fängt mit einer kleinen “Wiederholung” in Form einer Liste an, die die Erinnerung an Band 1 prima auffrischt und all denjenigen, die den ersten Band noch nicht gelesen haben, einen einfacheren Einstieg in diese Geschichte ermöglicht.
Ich bin ja großer Fan solcher Stilmittel, wie handgeschriebene Listen/Zeilen und kleine Bildchen in Büchern. Sie lockern das Buch optisch so schön auf.

Patricia Schröders Schreibstil ist gewohnt locker, flüssig und humorvoll, so dass ich das Buch mit vielen Schmunzlern im Gesicht und einigen ausgewachsenen Lachern zügig lesen konnte.
Auch wenn das Buch mich sehr gut unterhalten hat, freut es mich dennoch sehr, dass neben der locker leichten Unterhaltung auch ernstere Themen, wie beispielweise Mobbing oder auch die erste Liebe angesprochen werden. Beim Thema Mobbing hätte ich mir allerdings noch zwei, drei Seiten mehr Inhalt dazu gewünscht, damit es nicht ganz so schnell wieder untergeht.

Trotz dieses kleinen Kritikpunktes hat mir das Buch rundum gefallen. Die Charaktere sind toll authentisch gezeichnet und ich habe mit ihnen sympathisiert oder eben auch nicht. Die Geschichte ist gut durchdacht und schließt den ersten Band wunderbar ab. Doch auch, wenn nun keine Fragen mehr offen bleiben, würde ich mir einen dritten Band der Doppel-Kekse wünschen, um die beiden liebenswerten Zwillinge weiter begleiten zu dürfen.

Fazit

Band 2 der Doppel-Kekse hat mir genauso gut gefallen wie der erste Band, wenn nicht sogar ein kleines bisschen besser. Trotz meines kleinen Kritikpunktes kann ich einfach kein Pünktchen abziehen und empfehle dieses tolle Kinderbuch mit 5 von 5 Sternen gerne allen interessierten Lesern ab 10 Jahren gerne weiter.

[tthinkttwice-Rezi] Mamaglück – Kleine Schätze im Alltagstrubel von Christina Herr

 

Titel: Mamaglück – Kleine Schätze im Alltagstrubel
Autorin: Christina Herr
Verlag: Neukirchener Aussaat
Erscheinungsdatum: 13. März 2017
ISBN: 978-3761563908
Format: Hardcover (128 Seiten)
Preis: 12,99€

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Worum geht’s?

Die pure Wertschätzung für Mütter

Mutter zu sein ist ein Abenteuer – aufregend, überraschend und voller schöner, unvergesslicher Momente. Es ist herausfordernd und beglückend zugleich.
Dieses Buch nimmt Sie mit auf die Abenteuerreise durch den Mama-Alltag. Es steckt voller ermutigender Geschichten, Zitate und Gedichte, voller Denkanstöße und Gebete, die rund ums „Mama-Sein“ kreisen. Denn wenn das auch manchmal im Trubel und den Herausforderungen des Alltags ein wenig unterzugehen scheint: Mütter sind unersetzlich und vollbringen tagtäglich Beachtliches! Dazu gehört aber auch, dass sie ihr Mama-Sein genießen, ohne ihre eigene Persönlichkeit und ihre Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren. Hier verschafft das Buch wohltuende Atempausen. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Wer selber Mama ist, weiß, dass es einfach nur toll ist, aber auch unfassbar anstrengend sein kann. Seine Kinder aufwachsen zu sehen, mit ihnen alles (neu) zu entdecken, mit ihnen zu lachen, aber auch zu weinen und zu bangen – das alles gehört dazu.
Ich selber bin jetzt bald seit einem Jahr Mutter und habe vorher als Erzieherin gearbeitet. Ich hatte schon eine leichte Ahnung, wie es ist Kinder beim Aufwachsen zu unterstützen, aber erst seitdem ich selber Mutter bin, weiß ich was alles dazu gehört und wie emotional und auch körperlich anstrengend es sein kann. Ich weiß aber auch, wie unglaublich schön es sich anfühlt das eigene Kind dabei zu beobachten, wie es die Welt entdeckt, laufend neue Dinge lernt und einen anguckt und ganz klar “Mama” artikuliert und dabei mich meint und nicht den nächsten Baum an der Straßenecke.
Ich glaube sagen zu können, dass Nichts schöner, aber auch Nichts anstrengender ist als Mama zu sein.

Mütter erleben zum Glück immer mehr Wertschätzung für ihr Tun und ihre Arbeit. Zu dieser Wertschätzung zählt auch dieses kleine Büchlein von Christina Herr. Selber Mutter eines Sohnes weiß sie wovon sie spricht.

Als ich das Buch das erste Mal in Händen hielt, war ich ganz begeistert von seiner Aufmachung. Das Cover finde ich einfach nur niedlich und auch innen im Buch ist es wunderschön gestaltet. Viele tolle Bilder, schöne und rührende Zitate und Gedichte, Gebete und noch so vieles mehr. Das Buch besitzt sogar ein Lesebändchen und im Buch findet sich eine ganz tolle Postkarte. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, ihr müsst dieses Buch auf jeden Fall mal in die Hand nehmen und es euch selber anschauen. Es ist ein kleines Schmuckstück.

Ich selber habe das Buch von vorne nach hinten in mehreren Tagen durchgelesen. Dies habe ich so nur getan, um es besser rezensieren zu können. Denn ich finde, dieses Buch sollte immer dann zur Hand genommen werden, wenn man Kraft tanken und mal durchatmen möchte. Auch dann, wenn man als Mama wieder einmal daran zweifelt eine gute Mutter zu sein. Und keine gute Mutter kann mir erzählen, dass sie selber nicht schon mehrmals daran gezweifelt hat.
Ich habe es zwar Seite für Seite nacheinander gelesen, aber man kann dieses Buch an egal welcher Stelle aufschlagen und ein wenig darin blättern und lesen. Überall finden sich wunderschöne und aufbauende Texte.

Meiner Meinung nach ist dieses kleine Büchlein ein ganz tolles Geschenk für alle Mütter da draußen. Hätte ich dieses Buch zur Geburt meiner Tochter oder zum Muttertag geschenkt bekommen, hätte ich mich sehr darüber gefreut.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Mütter, die schon länger diese Rolle bekleiden als ich, sich noch mehr darüber freuen und sich auch häufiger in den Texten wiedererkennen, als ich es getan habe.

Fazit

Christina Herr ist mit ihrem Buch “Mamaglück” wirklich ein kleines Schmuckstück gelungen, das auf keinen Fall im Regal einer Mutter fehlen darf. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich es immer mal wieder zur Hand nehmen werde, sollte ich mal wieder an mir als Mutter zweifeln oder so geschafft sein, dass ich dringend Aufmunterung brauche.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und damit eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

 

Hier könnt ihr Ninas Meinung zu dem Buch lesen:

[Rezension] Mamaglück- Kleine Schätze im Alltagstrubel von Christina Herr

[tthinkttwice-Rezi] Der Jungfrauenmacher von Derek Meister

 

Titel: Der Jungfrauenmacher
AutorIn: Derek Meister
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 15. Juni 2015
Format: Taschenbuch (413 Seiten)
ISBN: 978-3-7341-0060-4
Preis: 9,99€

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Worum geht’s?

Valandsiel ist ein beschauliches kleines Örtchen an der Nordsee. Normalerweise hat die Polizei hier vor Ort keine Mordfälle zu lösen. Doch als eines Tages plötzlich zwei Leichen angeschwemmt werden, wird der noch recht unerfahrene Polizeichef Knut Jansen auf eine harte Probe gestellt.
Die beiden toten Frauen sehen aus wie Meerjungfrauen. Die Beine sind aneinandergenäht und am Hals gibt es Schnitte, die aussehen wie Kiemen. Die beiden Leichen scheinen im Zusammenhang zu stehen.
Zusammen mit der ehemaligen Profilerin des FBIs, Helen Henning, macht sich Jansen auf die Spur des Mörders. Können sie ihn schnappen bevor es ein neues Opfer gibt und sie selber in Gefahr geraten?

Meine Meinung zum Buch

Leider habe ich gefühlte Ewigkeiten gebraucht, um dieses Buch zu beenden, was aber überhaupt nicht an dem Buch lag, sondern an einer generellen Leseunlust. Sehr schade daran ist, dass das Buch diese Verzögerung und diese Unlust gar nicht verdient hat, denn es handelt sich um einen guten Thriller, der mich bis kurz vor Ende nicht einmal ahnen ließ, wer der Mörder sein könnte.

Derek Meister hat einen sehr angenehmen und leicht zu lesenden Schreibstil. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden und war von der ersten Seite an Teil der Geschichte. Er beschreibt recht plastisch, so dass das Kopfkino des Lesers angekurbelt wird, zum Glück aber nicht so plastisch, dass mir beim Lesen und den Beschreibungen der Leichen und den Phantasien des Mörders schlecht wurde.

Der Autor erzählt aus mehreren Perspektiven. Zum einen wären da Knut Jansens Sicht und die des Mörders. Zwischendrin gewährt er aber auch Einblicke in die Köpfe der Nebencharaktere, besonders dem von Helen Henning. Diese Perspektivwechsel haben mir keine Schwierigkeiten bereitet, da immer klar war, wen wir gerade begleiten.
Die Charaktere waren insgesamt recht gut ausgearbeitet, doch ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Gerade die doch recht tragische Geschichte von Helen Henning ist mir etwas zu kurz gekommen. Meiner Meinung nach sind zu viele kleinere, teils psychologische Themen angesprochen, aber nicht zu meiner Zufriedenheit aufgeklärt worden. Beispielsweise die Beziehung von Jansen zu seinem Vater oder die Erlebnisse Hennings, die sie zu einer Ex-Profilerin des FBIs gemacht haben. Ich mag Hintergründe und hier hätte ich sie gerne weiter beleuchtet gehabt. Ich mag es einfach, wenn ich die Charaktere verstehe, wenn sie mir nahe kommen und gerade bei einem Thriller, finde ich es äußert wichtig den Täter bzw. Mörder auf eine Art und Weise zu beleuchten, dass ich einfach nur noch Abscheu empfinde. Hier habe ich durchaus Abscheu empfunden, aber es hätte noch etwas mehr sein können.

Die Kapitel des Jungfrauenmachers waren angenehm kurz, so dass ein schnelles Vorankommen gegeben war – hätte ich nicht so eine furchtbare Leseflaute gehabt. Gerade bei Thrillern finde ich es so wichtig, dass die Spannungskurve hochgehalten wird und im besten Fall permanent gesteigert wird. Da kommen die kurzen Kapitel gerade recht.
Spannend war der Thriller auf jeden Fall, ich hätte es nur gerne mehr genossen. Aber da können nun Autor und Buch nichts dafür, dass ich nur häppchenweise gelesen habe.

Fazit

Insgesamt hat mir “Der Jungfrauenmacher” gut gefallen. Nach langer Zeit habe ich mal wieder einen Thriller in der Hand gehabt (keinen Jugendthriller), der mich nicht gelangweilt hat oder wo ich den Täter schon viel zu früh kannte.
Wer gerne ein spannendes Buch mit Nordseeflair lesen möchte, der ist mit dem Jungfrauenmacher gut bedient. Von mir gibt es knappe 4 von 5 Sternen.

 

Hier geht es zur Rezension von Nina, die den Jungfrauenmacher vor mir gelesen hat. KLICK!

[tthinkttwice-Rezi] Nur einen Horizont entfernt von Lori Nelson Spielman

 

Titel: Nur einen Horizont entfernt
AutorIn: Lori Nelson Spielman
ÜbersetzerIn: Andrea Fischer
Verlag: FISCHER Krüger
Erscheinungsdatum: 21. Mai 2015
Format: Klappenbroschur (368 Seiten)
ISBN: 978-3-8105-2395-2
Preis: 14,99€

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Worum geht’s?

Die berühmte TV-Moderatorin Hannah Farr scheint ein perfektes Leben zu führen. Sie hat ihre eigene TV-Sendung, einen Freund, der Bürgermeister von New Orleans ist, sieht gut aus und hat genug Geld. Doch all das täuscht gewaltig. Als Hannah eines Tages einen Brief von ihrer ehemaligen Schulkollegin Fiona Knowles erhält, verbannt sie diesen zunächst in die hinterste Ecke ihrer Schublade. Sie möchte nichts mehr mit dieser Frau zu tun haben, die ihr die Schulzeit zur Hölle gemacht hat.
Fiona bittet Hannah um Verzeihung und zwar in Form eines Briefes, dem ein Samtbeutelchen mit zwei Steinen beigefügt ist. Einen Stein soll Hannah zurück an Fiona schicken, als Zeichen dafür, dass sie ihr verziehen hat und den anderen Stein soll sie einer Person schicken, die sie selber um Verzeihung bitten möchte. Doch wem soll sie den Stein schicken? Ihrer Mutter? Seit 20 Jahren haben die beiden kein Kontakt mehr. Es wird Zeit reinen Tisch zu machen.

Meine Meinung zum Buch

Nachdem ich so viele begeisterte Stimmen zu dem Buch und vor allem zu “Morgen kommt ein neuer Himmel” gelesen und gehört hatte, musste ich mir selber ein Bild davon machen. Nun kann ich sagen, dass das Buch mir grundsätzlich gut gefallen hat, mich aber leider nicht komplett abholen konnte.

Wahrscheinlich hatte ich wieder zu hohe Erwartungen an das Buch. Die vielen positiven Meinungen, ließen mich auf einen emotional geladenen Roman hoffen, der mich mehr als einmal zu Tränen rühren würde. Dem war aber leider nicht so. Insgesamt bin ich recht unbeeindruckt vom Gesehenen geblieben, obwohl das Buch durchaus seine emotionalen Momente hat. Einen Kloß im Hals oder ein kurzes Brennen der Nase (bevor die ersten Tränen kommen), habe ich auch verspürt, aber das war es leider auch schon. Dabei macht Lori Nelson Spielman ihren Job gut.

Ihr Schreibstil ist bildhaft und schön flüssig zu lesen, die Geschichte im Allgemeinen sehr interessant und die meisten Charaktere auch authentisch und sympathisch. Doch leider wurde ich mit der Protagonistin nicht richtig warm und ich vermute, dass dies der Grund ist, warum ich die Geschichte nicht so an mich habe rankommen lassen.
Ich habe Hannah oftmals nicht verstanden. Eigentlich ist sie eine toughe Frau, doch bei ihrem Freund Michael wird sie zum unterwürfigen Hündchen, das alles tut, was sein Herrchen möchte. Sie scheint nicht zu begreifen, das er eigentlich nur auf sein Wohl aus ist und kuscht immer wieder bei Dingen, zu denen ich meinem Freund/Mann schon lange die Meinung gesagt hätte. Dann ist sie blind für ihre Umgebung oder möchte einfach nicht wahrhaben, was da passiert und kommt mit fadenscheinigen Entschuldigungen um die Ecke, die sie selber beruhigen sollen.
Es ist nicht so, dass ich Hannah gar nicht gemocht habe, aber ich konnte sie in großen Teilen leider nicht sehr ernst nehmen und das hat die Stimmung verhagelt, die die Autorin versucht hat rüber zu bringen. Sehr schade, denn Spielman ist sehr wohl in der Lage viele Gefühle und Emotionen zu transportieren. Sie haben mich in diesem Fall jedoch nur bedingt erreicht.
Glücklicherweise entwickeln sich die Charaktere im Laufe des Buches, so dass auch eine Hannah mir zum Schluss hin ein wenig ans Herz gewachsen ist. 

“Noch einen Horizont entfernt” ist ein Buch über Vergebung, Freundschaft, Familie und Liebe. Es ist auch ein Buch, das zum Nachdenken und Reflektieren einlädt und genau das gefällt mir. Bücher mit einer Botschaft. Es nur wichtig, dass diese Botschaft auch verdeutlicht wird und bestenfalls einen Abnehmer findet. Für mich hat die Autorin das gut gemacht, allerdings gibt es hier noch Spielraum. Ich finde, sie hätte noch mehr aus der Thematik rausholen können, wenn sie sich mehr auf ein einziges Thema fokussiert hätte. So hat sie ein kleines Bisschen zu viel gewollt und mich als Leserin mit zu vielen, kleineren Handlungssträngen von der Wichtigkeit des Ganzen ein wenig abgebracht.

Fazit

“Noch einen Horizont entfernt” ist durchaus ein Buch, das ich weiterempfehlen würde, denn meiner Meinung nach lohnt es sich definitiv es zu lesen. Allerdings habe ich schon andere Bücher gelesen, die mich weit mehr zu Tränen gerührt oder zum Nachdenken gebracht haben. Nichtsdestotrotz behandelt Lori Nelson Spielman hier ein wichtiges Thema, das Gehör finden sollte.
Von mir gibt es ganz knappe 4 von 5 Sternen.

Zu der Gastrezension von benundtimsmama, die ebenfalls dieses Buch gelesen und rezensiert hat, geht es hier entlang: KLICK!

[tthinkttwice-Rezi] The Perfect von Patricia Schröder

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Titel: The Perfect
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Coppenrath Verlag
Erscheinungsdatum: 11. Januar 2016
ISBN: 978-3649667834
Format: Hardcover (416 Seiten)
Preis: 17,95€

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Worum geht’s?

“ADAM C. OULAY sucht DICH! – Teile deine Kreativität, dein Trendgefühl und deinen Geschäftssinn mit mir – und vielleicht sogar noch mehr … BEWIRB DICH JETZT!“

Mit dieser Anzeige macht der neue It-Fashion-Store Oulay’s Werbung für ein ganz besonderes Casting. Der Gewinnerin wird versprochen, als Business-Partnerin bei Oulay’s einzusteigen. Ein Traum, den sich die 18-jährige Leena nur zu gern erfüllen würde, denn nichts liegt ihr mehr als das Designen von Mode.
Die beiden besten Freundinnen Jazz und Leena stehen kurz vor ihrem Abitur als sie die Anzeige entdecken. Jazz’ Pläne für ihre weitere Zukunft sind klar: sie möchte nach Australien reisen und dort ihre Erfahrungen machen. Doch für Leena steht noch alles offen und das Casting verspricht die Erfüllung ihrer Träume zu werden. Zunächst reagiert Jazz sehr verhalten auf die Bitte ihrer besten Freundin, sie zum Casting zu begleiten und sie bei ihren Plänen zu unterstützen. Doch Jazz wäre nicht Jazz, wenn sie Leena nicht unterstützen würde und verschiebt daher kurzerhand ihren Aufenthalt in Australien.
Aus tausenden von Bewerberinnen werden die beiden Freudinnen ausgewählt und finden sich schon bald, von der Außenwelt abgeschottet, in den heiligen Hallen der Oulays wieder. Schnell müssen die beiden feststellen, dass das Casting anders verläuft als sie es sich vorgestellt haben. Der Konkurrenzkampf ist hart und ohne es zu ahnen, schweben die Mädchen schon sehr bald in tödlicher Gefahr.

Meine Meinung zum Buch

Patricia Schröders neuestes Werk ist von der Optik her ein echter Hingucker. Ein weibliches Gesicht auf dem Cover, ein pinkes Lesebändchen und ein perlmuttschimmernder Einband unter dem Schutzumschlag. Man könnte meinen, es würde sich um ein heiteres Jugendbuch für Mädchen handeln, wenn man den Klappentext nicht gelesen und den Inhalt des Buches nicht kennen würde.
In “The Perfect” steckt so viel mehr als ein seichtes Mädchenbuch: Ein Jugendthriller, der mit Spannung, Intrigen und Gefühl glänzen kann.

“The Perfect” ist nicht mein erstes Buch von Patricia Schröder, daher freute es mich umso mehr, dass ich gewohnt leicht und ohne Schwierigkeiten in das Buch einsteigen konnte. Kein langes Einlesen in den Schreibstil, kein holperndes Lesen und auch kein ewig langer Start ins Buch. Gleich zu Beginn wird der Leser durch einen Prolog in Stimmung gebracht und man kann ahnen, was einen erwarten wird – ein Pageturner.
Ich bin geradezu durch das Buch geflogen, da es sich so schön einfach und schnell hat lesen lassen. Wäre ich häufiger zum Lesen gekommen, hätte ich das Buch auch problemlos an einem Wochenende beenden können.
Patrica Schröders Schreibstil ist einem Jugendbuch angemessen, ohne dabei anspruchslos zu wirken. Meiner Meinung nach genau richtig für die anvisierte Zielgruppe der 14-17-Jährigen. Und auch mir, mit meinen knapp über 20 *hust* 30 Jahren haben sowohl Schreibstil als auch Inhalt sehr gut gefallen.

Geschickt lenkt die Autorin den Leser durch das Buch, baut Spannung auf und legt falsche Fährten, die ich beim Lesen des Öfteren mitgenommen habe. So etwas mag ich gerade in Thrillern besonders gerne. Fast nichts ist schlimmer, als wenn ich Vieles schon vorausahnen kann, dann macht das Lesen nämlich nur noch halb so viel Spaß.

Noch vor Lesebeginn hatte ich die leichte Befürchtung, dass der Casting-Prozess zu stark im Fokus der Geschichte stehen würde und es dem Buch so an Tiefe fehlen könnte. Vermutlich habe ich mich unterbewusst von der äußeren Erscheinung des Buches täuschen lassen. Natürlich ist der Casting-Prozess ein wesentlicher Bestandteil des Buches, aber eben nicht nur. Leichte Gesellschaftskritik, ohne erhobenen Zeigefinger – aber mit Message – und zwischenmenschliche Beziehungen, haben in “The Perfect” ebenfalls ihren Platz. An Tiefe mangelt es der Geschichte und den Charakteren zum Glück nicht.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich richtig gut in sie hinein versetzen. Mit Jazz habe ich mich bis zu einem gewissen Punkt auch richtiggehend identifizieren können. Die Freundschaft von Leena und Jazz stand mitunter im Vordergrund, was mich besonders angesprochen hat, da mir im realen Leben Freundschaften sehr wichtig sind und die der beiden Mädchen hat einfach etwas Besonderes.

Der Schluss des Buches kam im Vergleich zum Rest etwas abrupt, war in sich aber schlüssig und hat keine Fragen mehr offen gelassen. Endlich wieder ein gutes Stand-Alone. Danke.

Fazit

Patricia Schröder ist mit “The Perfect” ein vielschichtiges Buch gelungen, das den Leser allerdings nicht überfordert. Es ist spannend und rasant geschrieben, so dass man es kaum noch aus der Hand legen mag. Mir hat es sehr gut gefallen, daher kann ich nur eine Lese- und Kaufempfehlung aussprechen. 4,5 von 5 Sternen für diesen Jugendthriller.

[tthinkttwice-Rezi] Der Fluch des Elfenkönigs von Vanessa Walder

Titel: Der Zauberfluch des Elfenkönigs
Autor: Vanessa Walder
Übersetzer: /
Sprecher: Ulrike Grote
Verlag: JUMBO
Erscheinungsdatum: 29. August 2009
Format: 2 CDs, Laufzeit: 2 Std. 32 Min.
ISBN: 978-3-8337-2398-8
Preis: 14,99€

zum Hörbuch

 

Worum geht’s?

Mitten in einer Sommernacht hört Ariane komische Geräusche vor ihrem Fenster. Was könnte das wohl sein? Als ein Drache sie plötzlich schnappt und mit ihr davon fliegt, weiß Ariane gar nicht wie ihr geschieht. Drachen gibt es doch gar nicht in echt. Der Drache Obligo hat den Auftrag Ariane zu entführen und sie in den fernen und finsteren Zauberwald zu bringen.
Die magischen Geschöpfe, die dort wohnen, scheinen dem Mädchen nicht wohlgesonnen zu sein. Selbst der Elfenkönig hat einen mächtigen Zauber über Ariane gesprochen, der verhindern soll, dass Ariane zurück in die Menschenwelt kehren kann. Dort haben sie alle vergessen. Traurig und verzweifelt, weiß Ariane nicht mehr weiter, als die Waldgeschöpfe des Zauberwaldes ihr zur Hilfe kommen.

Meine Meinung zum Hörbuch

In letzter Zeit scheint mein Herz ganz für Kinderbücher zu schlagen. Ich entdecke immer mehr lesens- oder hörenswerte Bücher, die ich prima auch mit in die Kita bzw. den Hort nehmen kann. Meine liebe  Mitbloggerin ist da nicht ganz unschuldig dran, wofür ich ihr dankbar bin. So bin ich durch sie auch auf “Der Zauberfluch des Elfenkönigs” gestoßen.

Ich konnte mir zunächst nicht recht vorstellen, wie sinnvoll ein Hörbuch für Kinder ist, da ich bisher nur Hörspiele in diesem Bereich kannte. Die Sprecherin Ulrike Grote macht aber einen so wundervollen Job, dass die Zweifel schnell beiseite geschoben wurden.
Sie haucht den verschiedenen Charakteren durch Akzente, Lispeln und einfach verschiedene Intonation Leben ein. Es ist überhaupt nicht schwierig zu erkennen wer da gerade spricht und die einzelnen Charaktere sind mit viel Liebe gesprochen. Der brummelige Drache Obligo, der sehr tief und langsam spricht, die lispelnde Schlange, die Nixe mit dem französischen Akzent und die ruhige und besonnene Wölfin – nur um ein paar wenige Charaktere zu nennen.

Das Hörbuch ist angenehm kurz und kann von Kindern alleine oder mit ihren Eltern an wenigen Tagen durchgehört werden.

Die Geschichte um Ariane ist sehr süß und für Kinder definitiv auch spannend gestaltet, so dass sie sicherlich gebannt zuhören werden. Auch für junggebliebene Erwachsene ist dieses Hörbuch ein phantastisches Erlebnis.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, die sich nach und nach zusammenfügen und in einem spannenden Finale enden. Das Ende an sich ist abgeschlossenen und lässt keine Fragen offen, so dass das Buch als eigenständiges Buch gelesen bzw. gehört werden kann, obwohl es der Auftakt einer Trilogie ist.

Fazit

“Der Zauberfluch des Elfenkönigs” ist ein wunderbares Hörbuch, das durch seine Sprecherin lebt. Geeignet für jung und alt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

tthinkttwice-Rezi

Nina hat das Buch gelesen und rezensiert. Wie sie es gefunden hat, könnt ihr hier lesen: KLICK!