[Hörbuch-Rezension] Mein Herz ist eine Insel von Anne Sanders

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Titel: Mein Herz ist eine Insel
Autor: Anne Sanders
Sprecher: Anna Carlsson und Julian Horeyseck
Verlag: Random House Audio, Gekürzte Lesung
Erscheinungsdatum: 10.April 2017
Format: 5 CDs, Laufzeit: ca. 6h 14
ISBN: 978-3837137743
Preis: 10,95€

zum Hörbuch

 

Worum geht es?

Isla Grant ging es schon mal besser. Ohne Wohnung und ohne Job bleibt ihr keine andere Wahl, als nach Hause zurückzukehren, nach Bailevar, eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands. Und das, obwohl sie kaum Kontakt zu ihrer Familie hat. Als sie auch noch ausgerechnet ihre Jugendliebe Finn wiedertrifft, sind alle unliebsamen Erinnerungen zurück. Ihr einziger Lichtblick ist die alte Dame Shona, die wie keine andere Geschichten erzählt, besonders gern die Legende von der verschwundenen Insel. Doch schon bald erkennt Isla, welch tragisches Geheimnis Shona zu verbergen versucht. Und auch ihre eigene Vergangenheit holt Isla unaufhaltsam ein …Quelle

Meine Meinung zum Hörbuch:

Was für ein wunderschönes Cover. Das hat mir schon beim ersten Ansehen sofort gefallen. Ich bin ein großer Meerfan und dieser Blick aus dem Fenster ist traumhaft schön. Genau dort auf den farbigen Kissen würde ich gerne sitzen, lesen und auf das Meer schauen. Auch die hellblauen CDs mit roter Schrift finde ich sehr ansprechend gestaltet.

Der Klappentext klingt sehr spannend, und so habe ich gleich meine Mittagspause genutzt und die erste CD in den Player gelegt. Gleich von Anfang an war ich total begeistert: von der wunderschönen Stimme von Anna Carlsson, die unter anderem auch Eva Longoria ihre Stimme leiht. Sie hat so eine warme Stimme und schafft innerhalb kurzer Zeit eine angenehme Wohlfühlatmosphäre. Mit geschlossenen Augen habe ich dann ihrer Stimme und der Geschichte gelauscht.

Die Beschreibungen der Protagonisten und der Landschaft sind sehr detailgetreu, dadurch habe ich eine ziemlich gute Vorstellung von allem bekommen. Der Einstieg in die Geschichte ist ziemlich seicht und hat mir als Zuhörerin genug Zeit gegeben, mich an die Charaktere zu gewöhnen.

Anna Carlsson spricht mit unterschiedlichen Stimmlagen, was ihr besonders bei der alten Dame Shona gut gelungen ist. Diese habe ich sofort ins Herz geschlossen, genauso die Protagonistin Isla, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Julian Horeyseck übernimmt im Verlauf der Geschichte die Erzählungen von Islas Jugendliebe Finn. Den Wechsel der Erzählerstimmen empfand ich als sehr angenehm und es hat großen Spaß gemacht, der Geschichte zu folgen.

Obwohl die Figur Isla Grant am Anfang ein ziemlich stilles und ruhiges Mäuschen zu sein scheint und nicht besonders charakterstark, habe ich sie trotzdem sofort sehr gemocht. Ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen und habe mich mit ihr als Hauptcharakter sehr wohl gefühlt. Auch Finn hat mir mit seinen Ecken und Kanten gut gefallen. Der Star der Geschichte ist wie oben schon erwähnt allerdings die ältere Dame Shona. Die ist toll! Ich war sofort Hals über Kopf verliebt in sie. Ihre Kommentare und ihre Tipps sind einfach grandios. Ich glaube nicht, dass sie auch nur ein Leserherz nicht im Sturm erobern wird. So eine Omi kann man nur lieb haben und knuddeln.

Stunde um Stunde habe ich begeistert der Geschichte zugehört und immer wieder äußerst ungern zwischendurch den Player ausgeschaltet. Nach den kurzen Pausen bin ich immer wieder gut in die Geschichte reingekommen und habe weiter mit Spannung der Geschichte gelauscht.

Mit dem Verlauf der Geschichte war ich ganz zufrieden. Langsam und seicht beschreibt die Autorin die Liebesgeschichte, nachdem die verschieden Charaktere vorgestellt wurden – und das gefällt mir ziemlich gut. Auch wenn die Geschichte an der ein oder anderen Stelle vielleicht vorhersehbar war.

Von Anfang bis Ende ein sehr schönes Hörbuch.

Schade finde ich nur, dass es sich um eine gekürzte Lesung handelt. Ich hätte gerne die ganze Geschichte gehört.

Fazit:

Ein wirklich tolles Hörbuch, was ich Euch unbedingt ans Herz legen möchte. Ich war begeistert von den Protagonisten und finde, die Autorin hat die Idee des Buches wunderschön umgesetzt. Gerne spreche ich eine Hörempfehlung aus und gebe dem Hörbuch fünf von fünf Sternen. Alle Fans von Anne Sanders werden hier bestimmt auf ihre Kosten kommen.

 

 

[Hörbuch-Rezension] Landliebe von Jana Lukas

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Titel: Landliebe
Autor: Jana Lukas
Sprecher: Diana Amft
Verlag: Random House Audio
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2017
Format: 5 CDs, Gekürzte Lesung, Laufzeit: ca. 5 Std. 31 Min.
ISBN: 978-3837137842
Preis: 10,95€

zum Hörbuch

 

 

Worum geht es?

Tausche High Heels gegen Gummistiefel!

Ellie hat Geldprobleme und nur eine Chance, ihren Kopf aus der finanziellen Schlinge zu ziehen: die Teilnahme an der TV-Show Landliebe. Vier Wochen muss sie, begleitet von Kameras und in ein Dirndl gequetscht, das bayerische Großstadtdummchen mimen. Das Weingut an der Mosel, das als Drehort dient, ist zwar traumhaft schön, doch Winzer Tom entpuppt sich als hinterwäldlerischer Sturkopf. Und er ist gar nicht erfreut, Ellie als Landliebe-Partnerin aufnehmen zu müssen. Doch Ellie hat weder mit Toms Augen gerechnet noch mit seinem Lächeln, das ein Kribbeln in jeden Winkel ihres Körpers jagt …
Diana Amft liest Jana Lukas‘ Debüt mit viel Gefühl und der richtigen Portion Humor.Quelle

Meine Meinung zum Hörbuch:

Den ersten Kontakt mit “Landliebe” habe ich auf der Leipziger Buchmesse im März gehabt. Dort gab es zum Lovelybooks-Treffen einen Karton mit einer Leseprobe und einer Packung mit Blütensalz. Ohne auf den Klappentext zu achten, hat mich das farbenfrohe Cover sofort angesprochen. Dafür schon mal ein großes Lob an die Illustratoren.

Wie alle Messegoodies wanderte die Packung zuerst in einen Karton und lag dort dann ein paar Wochen. Zu einem Badeausflug mit den Jungs wanderte die Leseprobe dann in meine Badetasche. Ich war nach den ersten Seiten sofort Feuer und Flamme und wollte unbedingt die Geschichte weiterlesen. Auf der Homepage von Randomhouse bin ich dann beim Hörbuch hängengeblieben, und als großer Fan von Diana Amft wollte ich dann die Geschichte lieber von ihr vorgelesen bekommen, als sie selbst zu lesen.

Einmal mit dem Hörbuch angefangen, hatte mich die Sucht sofort gepackt, denn die Geschichte ist nicht nur extrem lustig, Diana Amft setzt auch alles perfekt in Szene. Ihre Stimme ist so klar und deutlich und ihr unvergleichlicher Humor kommt bei mir als Leserin sofort an. Ich liebe ihre Rolle bei Doctors Diary und habe sie bildlich vor Augen, während sie die Geschichte liest und sich selber über die lustige Schreibweise amüsiert.

Zugegeben, ich bin schon ein großer Fan dieser “Bauer sucht Frau”-Reihe und ich habe bisher nicht eine Staffel verpasst. Oft frage ich mich, ob es auf den Höfen tatsächlich so schräg zugeht oder ob alles für das Fernsehen nur so in Szene gesetzt wird. Schon nach den ersten gehörten Minuten wird klar, dass dieses Hörbuch ganz klar eine Anlehnung an die bekannte Fernsehserie ist. In diesem Buch geht es also um “Tom, den witzigen Winzer”, der beim Zuhören überhaupt nicht so witzig ist. Tom braucht das Geld und macht deshalb bei dieser Show mit und stimmt den Veränderungen auf seinem Hof zu. Obwohl er als schlecht gelaunter und eigensinniger Mann vorgestellt wird, mag ich ihn bereits von Anfang an. Ich empfinde ihn als sehr ehrlich und zielstrebig, mit einem großen Familiensinn und das gefällt mir sehr gut.

Aber nicht nur Tom konnte mich überzeugen, auch der weibliche Part “Ellie” gefällt mir ebenfalls richtig gut. Auch sie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Gespannt habe ich der Stimme von Diana Amft gelauscht und mit den beiden Protagonisten mitgefiebert.

Durch die detailgetreuen und sehr bildhaften Beschreibungen der Autorin habe ich mir von den Protagonisten und der Umgebung ein sehr gutes Bild machen können. In solch einer Umgebung würde ich mich auch sehr wohl fühlen.

Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen zieht sich komplett durch die gesamte Geschichte und wird durch eine ordentliche Prise Humor und Leichtigkeit stetig vorangetrieben. Ich war so in der Geschichte gefangen, so dass ich für zwei Tage hier im Haus alles habe stehen und liegen lassen. Ich konnte mich einfach auf nichts anderes konzentrieren. Obwohl das Ende für mich ein wenig vorhersehbar war, habe ich das Hörbuch mit einem sehr positiven Gefühl beendet.

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Fazit:

Ein wirklich empfehlenswerter Hörgenuss, vorgelesen von einer großartigen Diana Amft. Die Geschichte hat mich komplett begeistert. Für die nächste Fahrt in den Urlaub ist sie deshalb auch unbedingt zu empfehlen. Die Erzählungen sind locker leicht und zum dahinträumen, auch Nicht-BsF-Fans werden hier auf ihre Kosten kommen. Eine klare Leseempfehlung, die mit fünf von fünf Sternen belohnt wird.

 

[Rezension] Die Doppel-Kekse 1: Einmal Zwilling, immer Zwilling von Patricia Schröder

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Titel: Die Doppel-Kekse 1: Einmal Zwilling, immer Zwilling
Autor: Patricia Schröder
Verlag: Planet! Thienemann-Esslinger Verlag
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2017
Format: Hardcover (224 Seiten)
ISBN: 978-3522505123
Preis:  9,99€

zum Buch

Zur Autorin

Worum geht es?

„Zwengelchen“ – so werden Lea und Lucie von Leipnitz liebevoll von ihrem Opa Pistorix genannt. Doch die Abkürzung für „Zwillings-Engelchen“ trifft es nicht immer: Die eineiigen Zwillinge sorgen nämlich für reichlich Chaos im Schul- und Familienalltag. So zum Beispiel, als sich ihr Papa, der obendrein ihr Mathelehrer ist, ein bisschen zu sehr um die neue Referendarin kümmert … Dass Lea und Lucie genau in dem Moment auf eine Zeltfreizeit verfrachtet werden, hilft da nicht wirklich weiter.

Höchste Zwillingsverwechslungs- und Verdoppelungskunst ist gefragt, um alles wieder in die richtige Bahn zu lenken! Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Es gibt Bucherscheinungen, auf die freue ich mich wie ein Kind auf Weihnachten. Genauso ging es mir bei diesem Buch. Mit “Die Doppel-Kekse” startet eine neue Kinderbuchreihe von Patricia Schröder, auf die ich mich schon seit langer Zeit gewartet habe. Seit “Hanni & Nanni” und “Das doppelte Lottchen” liebe ich Geschichten über Zwillinge und auf die ungleichen “Zwengelchen” Lucie und Lea war ich besonders gespannt.

Schon das Cover ist ein absoluter Eyecatcher und sticht auf den großen Tischen in den Buchhandlungen sofort ins Auge. Farb- und Schriftwahl passen hervorragend zu einem Buch, in dem es um eine fröhliche Zwillingsgeschichte geht: der matt-weiße Hintergrund des Buches, die Mädchen sehen sehr sympathisch aus, die Symbole sind passend zur Geschichte ausgewählt. Ich habe sofort große Lust gehabt in die Geschichte einzutauchen. Auch im Regal stehend wird es jungen Lesern sofort ins Auge springen, denn auch der Buchrücken ist ebenso ansprechend gestaltet.

Ich habe mittlerweile so viele Kinderbücher der Autorin gelesen und fühle mich dank ihres locker-leichten und sehr flüssigen Schreibstils sofort wohl. Es ist jedes Mal ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Ihre Geschichten verzaubern mich jedes Mal und lassen mich durch den bildgewaltigen und detailgetreuen Schreibstil ein Teil des Geschehens werden. Die Dialoge sind sehr humorvoll geschrieben und ich musste bereits auf den ersten Seiten mehrmals schmunzeln. In die Protagonisten Lucie und Lea habe ich ich mich gleich von Anfang verliebt, denn sie sind liebeswert und haben das Herz am rechten Fleck. Aber nicht nur Lucie und Lea gefallen mir, auch die vielen anderen Charaktere sind authentisch beschrieben.

Die Geschichte hat mich gleich von der ersten Seite an mitgenommen. Patricia Schröders Bücher behandeln auf sehr einfühlsame Art und Weise Themen, die die angesprochene Altersklasse interessieren. Eine Prise Humor, etwas Liebe, viel Freundschaft und auch etwas, das zum Nachdenken anregt.

Die Kapitel haben eine perfekte Lese- und Vorleselänge. Die Kapitelanfänge sind toll in Szene gesetzt und die vielen Doppelkekse im Buch machen wahnsinnig Lust auf “Kekse futtern”.

Patricia Schröder schafft es, mich mit jeder ihrer authentischen Geschichten zu begeistern und mir wunderschöne Lesemomente zu schenken. Auch wenn ich die empfohlene Altersklasse um einige Jahrzehnte überschritten habe, bin ich immer wieder begeistert.

Kindermeinung:

Auch ich als Junge lese sehr gerne Patricia Schröders Bücher. Ihre Zwillinge sind super, und ich könnte mir sehr gut vorstellen, mit solchen Mädchen befreundet zu sein. Lucie gefällt mir ein wenig besser als Lea, denn sie ist etwas verpeilt und trägt ihr Herz auf der Zunge. Lea ist etwas ruhiger und stiller, aber auch nicht unsympathisch.

Das Cover sieht schön aus. Ich mag weder Glitzer noch die typischen Mädchenfarben. Bei diesem Buch gibt es eine gute Mischung von verschiedenen Farben. Auch der Buchrücken macht sich im Regal richtig gut. Ich glaube es wird dort entdeckt und danach auch gekauft.

Die Geschichte ist schon auf den ersten Seiten super komisch. Lucie und Lea erleben wirklich viele lustige und spannende Dinge. Es gibt auch einen coolen Jungen, Rabatze, der gefällt mir ziemlich gut.

Ich freue mich, dass es im Sommer schon mit dem zweiten Teil der “Doppel-Kekse” weiter geht. Das werde ich auf jeden Fall auch lesen.

Unser Fazit:

Uns konnte dieser Band “Die Doppel-Kekse – Einmal Zwilling, immer Zwilling” komplett überzeugen. Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die Fortsetzung. Gerne sprechen wir eine Leseempfehlung aus und belohnen die großartige Geschichte mit fünf von fünf Sternen.

[Hörbuch-Rezension] George von Alex Gino

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Titel: George
Autor: Alex Gino
Sprecher: Julian Greis
Verlag: sauerländer audio
Erscheinungsdatum: 25. August 2016
Format: 3 Hörbuch CDs, Laufzeit: 3 Std. 35 Min.
ISBN: 978-3-8398-4861-6
Preis: 16,95€

zur Hörbuch

Hörprobe

 

Worum geht’s?

George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als sie zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen.

George erzählt vom Anderssein und ermutigt, den eigenen Weg zu gehen. Der Musiker Rainer Bielfeldt begleitet George dabei mit sanfter Klaviermusik. (Quelle)

Meine Meinung zum Hörbuch

Das Cover von “George” – schlicht und dennoch ist es mir sofort ins Auge gesprungen, als ich das erste Mal von diesem Buch gehört hatte. Der regenbogenfarbene Name weckt ja sofort Assoziationen. Toleranz, Akzeptanz und Vielfältigkeit und gleichzeitig passt der bunte Name so schön zu einem Buch, das eigentlich für Kinder ausgelegt wurde.
Schnell noch den Klappentext gelesen und ich wusste, dieses Buch muss ich haben. Wie nun aber die Hörbuch-Version davon bei mir eingezogen ist? Ich habe das Hörbuch bei einem Gewinnspiel gewonnen und mir einen Ast weggefreut, als mein Name gezogen wurde.

Eins kann ich ja schon vorweg nehmen. Ich liebe dieses Buch. Die Geschichte ist toll, der Sprecher klasse und auch die Klaviermusik, die ab und an gespielt wird, ist einfach nur wunderschön und passt unheimlich gut in den gesamten Kontext. Eigentlich brauche ich gar nicht mehr zu schreiben als lest oder hört dieses Buch.

Gerade diese etwas sensibleren Themen haben mich schon immer gereizt. Als Erzieherin und besonders jetzt als Mutter. Ich habe während des Hörens immer wieder die Situation vor meinen Augen ablaufen lassen, wie ich wohl reagieren würde, wenn meine Tochter irgendwann ankommen sollte und mir erzählt, sie sei eigentlich ein Junge. Ich hoffe ja, dass ich tolerant und nicht zu gluckenhaft reagieren würde.
Wie schon geschrieben, ein sensibles, aber wirklich wichtiges Thema, das meiner Meinung nach ganz viel Aufmerksamkeit braucht. Denn leider gibt es auch heute noch, in unserer modernen Gesellschaft immer noch zu viel Intoleranz.

Alex Gino hat es wunderbar geschafft das Thema “Transgender” anzupacken. “George” ist eine Geschichte, die Mut machen soll. Besonders Kindern, die sich (noch) nicht trauen mit ihren Lieben über ihre Situation zu sprechen. Es ist aber auch ein Buch für eben diese Eltern und alle anderen, die sich mit dem Thema auseinander setzen wollen.

Gino lässt den Leser in Georges Gedankenwelt eintauchen, lässt ihn fühlen, was George fühlt. Es ist toll zu lesen, wie das Umfeld auf sie reagiert und das eben nicht alles sofort Friede, Freude, Eierkuchen ist. “George” ist auch ein Buch über Freundschaft und Familie und ich müsste lügen, würde ich behaupten, meine Augen wären beim Hören trocken geblieben.

Und wer auch immer auf die Idee gekommen ist, Klaviermusik in das Hörbuch einzubauen, ist ein Genie. Die Musik ist einfach nur wunderschön und passt perfekt zur vermittelten Stimmung.

Fazit

Definitiv ein Must-Hear für mich. Wenn euch das Thema interessiert (aus welchem Grund auch immer), dann holt euch das Hörbuch oder das Buch und lasst euch von der Geschichte mitnehmen. Ich habe das Buch geliebt und kann es ganz uneingeschränkt weiterempfehlen.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine klare Hörempfehlung.

[Hörbuch-Rezension] Der Kuss des Raben von Antje Babendererde

Der Kuss des Raben

Titel: Der Kuss des Raben
Autor: Antje Babendererde
SprecherIn: Leonie Landa
Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: 21. April 2016
Format: 5 Hörbuch CDs, Laufzeit: 07:14:01 Stunden
ISBN: 978-3-8337-3584-4
Preis: 19,99€

zum Hörbuch

Hörprobe

 

Worum geht’s?

Mila ist schön und rätselhaft. Ihre Vergangenheit will sie um jeden Preis geheim halten. In Moorstein sucht die Sechzehnjährige einen Neuanfang und findet ihre große Liebe: Tristan, eigentlich unerreichbar, erwählt ausgerechnet sie. Mila kann ihr Glück kaum fassen. Doch auch Tristan hat ein Geheimnis. Als in der Kleinstadt ein junger Mann namens Lucas auftaucht und das Haus der Rabenfrau in Besitz nimmt, erwachen die Schatten der Vergangenheit zum Leben. Denn Lucas und Tristan scheinen sich zu kennen – und zu hassen. Im undurchsichtigen Spiel der beiden gerät Mila zwischen die Fronten und findet sich plötzlich vor einem finsteren Abgrund wieder… (Quelle)

Meine Meinung zum Hörbuch

Dies ist mein erstes Buch von Antje Babendererde, doch der Name der Autorin war mir schon länger ein Begriff. Auch die Tatsache, dass sie viele Leser mit ihren Büchern begeistern konnte. Als ich dieses Hörbuch entdeckt habe, hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Damals dachte ich jedoch, dass es sich um ein Fantasy- oder Mysterybuch handelt, da die Buchbeschreibung mir das suggeriert hat.

Ich begann also mit dem Hören und wartete lange Zeit darauf, dass sich die Geschichte in diese Richtung entwickelt. Ich wartete allerdings vergebens. Irgendwann begriff ich, dass ich kein Buch über sprechende Raben oder ähnliches hörte, sondern eins, das ganz leicht in die Jugendthrillerrichtung geht. Zu Beginn war das etwas verwirrend, da Antje Babendererdes Protagonistin Mila Geister sehen kann. Zumindest einen unter Wasser. Doch dabei blieb es auch und weitere mysteriöse Gaben und Vorfälle gab es nicht.
Leider hatte ich so recht lange Zeit das Gefühl, das Buch würde nicht wirklich vorwärts kommen und es würde kaum etwas passieren. Ich musste in meinem Kopf erst den Switch zum nicht mystischen Jugendbuch hinbekommen, bevor ich mich richtig auf die Geschichte einlassen konnte.

Auch musste ich mich ein wenig an die Sprecherin des Hörbuchs gewöhnen. Ich erwähnte ja bereits in einer anderen Hörbuchrezension, dass ich leichte Schwierigkeiten mit so ganz hohen Stimmen habe und die Stimme von Leonie Landa, ist für mich recht hoch. Es dauerte ein paar Kapitel, aber dann hatte ich mich reingehört. Leonie Landa macht einen ganz guten Job, doch ich hätte mir eine etwas besser ausgeprägte Intonation gewünscht, besonders wenn sie zwischen den einzelnen Charakteren hin- und herwechselt. Ansonsten konnte ich ihr recht gut folgen und war nur sehr selten abgelenkt.

Antje Babendererde hat hier ein Buch über Freundschaft, Liebe, Vorurteile und Vergangenheitsbewältigung geschrieben. Themen, die ich als wichtig erachte und die gerade in den Köpfen Jugendlicher sehr gut aufgehoben sind.
Mila ist eine Roma und versucht ihrer Vergangenheit zu entkommen und ein neues Leben zu beginnen. Dies schafft sie auch recht gut, bis eben diese Vergangenheit sie wieder einholt. Wie sie damit umgeht und sich der ganzen Thematik entgegenstellt, hat mir sehr gut gefallen.
Insgesamt sind alle Charaktere recht gut ausgearbeitet und bringen eine gewisse Tiefe mit, die es erlaubt sich in sie hineinzuversetzen. Egal, ob man sie nun mag oder nicht.

Fazit

Wäre ich nicht mit “falschen” Erwartungen an das Buch herangegangen, dann hätte ich mich sicherlich sehr viel früher auf die Geschichte einlassen können. So habe ich eine Weile gebraucht, kann aber sagen, dass mir das Buch dennoch insgesamt gut gefallen hat.
Es ist schön geschrieben und besitzt eine gewisse Tiefe, die man als Leser eben nicht in jedem Jugendbuch wiederfindet. Von mir gibt es daher knappe 4 von 5 Sternen für dieses Hörbuch.

 

 

Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Jumbo Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

[Lese-Rückblick] April 2016

April, April, der macht was er will. Und das nicht nur wettertechnisch. Nachdem ich im April nicht nur einmal wegen des Wetters geflucht habe, muss ich auch recht bedröppelt auf meine Monatsstatistik gucken. Viel ist es wieder nicht geworden und mein Goodreads Jahresziel scheint ein wenig gefährdet, wenn ich nicht langsam mal anfange etwas mehr zu lesen. Ich hänge bereits sieben Bücher zurück und weiß auch noch gar nicht, wie sich mein Leseverhalten entwickeln wird, sobald meine kleine Bauchbewohnerin auf der Welt ist.

Gelesen & Gehört

Gelesene Bücher April 2016

Insgesamt gelesene Seiten: 1017
      Ø 34 Seiten pro Tag
Insgesamt gehörte Minuten: 400
      Ø 13 Minuten pro Tag

DIE Statistik

gelesene/gehörte Bücher: 3
abgebrochene Bücher: 0
neue Bücher: 9

  • Reziexemplare: 5
    geschenkt/gewonnen: 3
    ausgeliehen: 0
    gekauft: 1
    ertauscht: 0

Zusammengefasst

Im April habe ich endlich Opal: Schattenglanz zu Ende gehört. Lang genug hat es ja auch gedauert, bis ich es geschafft habe. Die Hörbücher zu Band 1 und 2 fand ich einfach nur toll und habe sie sehr gerne gehört, aber Band 3 hat sich für mich nur noch gezogen und es war leider gar nicht wirklich spannend. Dennoch freue ich mich auf die verbliebenen zwei Teile und hoffe, dass diese wieder besser werden.
Die Blausteinkriege war das Buch, das am längsten auf meinem Rezensionsstapel lag. Ich schäme mich echt ein wenig dafür, dass ich es dort habe so lange versauern lassen…mein Stapel ist immer noch riesig, aber ich bin dabei ihn nach und nach abzuarbeiten. Mit diesem Buch habe ich mich auch wieder an ein episches Fantasybuch gewagt und festgestellt, das es mir zwar gefallen hat, aber ich zumindest momentan dem Genre etwas entwachsen bin.
Der Jungfrauenmacher hat mir in diesem Monat am besten gefallen, auch wenn er nur knappe 4 Sterne von mir erhalten hat. Ich mochte die Protagnisten sehr gerne und der Schreibstil hat mir ebenfalls zugesagt. Band 2 wartet nun auch darauf von mir gelesen zu werden – ich bin gespannt, wie es um die beiden Ermittler weitergeht.

Wie sieht euer Lesemonat April aus? Seid ihr zufrieden? Hattet ihr Highlights? Ich freue mich auf eure Kommentare!

[Lese-Rückblick] Januar 2016–das Jahr hat ganz gemächlich begonnen

Von einem bis zu fünf Sternen haben wir diesmal alles mit dabei. Mein Januar war recht durchwachsen und hat mir auch kurzfristige Leseflauten beschert.

Gelesen & Gehört

Gelesene Bücher Januar 2016

  • Was fehlt, wenn ich verschwunden bin von Lilly Lindner
  • Onyx – Schattenschimmer von Jennifer L. Armentrout (gehört)

  • Spiel der Angst von Veit Etzold

  • Zwei Stufen zum Glück von Emma Belle
  • Der weiße Neger Wumbaba von Axel Hacke (gehört)

  • Eisige Schwestern von S.K. Tremayne (abgebrochen)

Insgesamt gelesene Seiten: 1140
    
Ø 37 Seiten pro Tag
Insgesamt gehörte Minuten: 557
      Ø 18 Minuten pro Tag

DIE Statistik

gelesene/gehörte Bücher: 5
abgebrochene Bücher: 1
neue Bücher: 6

  • Reziexemplare: 2
    geschenkt/gewonnen: 1
    ausgeliehen: 1
    gekauft: 2
    ertauscht: 0

Zusammengefasst

Angefangen habe ich das Jahr mit Veit Etzolds “Spiel der Angst”, was mir auch ganz gut gefallen hat. Für meinen Geschmack war das Buch nicht spannend genug, ich hätte gerne mehr Thrill gehabt. Außerdem ist es ein zweiter Band und wenn man den ersten kennt, überrascht einen der zweite nicht mehr allzu sehr.
Weiter ging es mit “Zwei Stufen zum Glück”. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich mit den 188 Seiten dieses Rezensionsexemplars etwas schwer getan habe. Das Ende gab aber den Ausschlag für die drei Sterne. Hier geht’s zu meiner Rezension, wenn ihr wissen wollt, was ich zu kritisieren hatte.
Die Versprecher, die bei “Der weiße Neger Wumbaba” thematisiert wurden, waren ganz lustig, die meisten kannte ich allerdings schon. “Onyx” hat mir dagegen sehr gut gefallen. Ich fand den zweiten Band sogar noch ein kleines bisschen besser als Band 1.
Lilly Lindners “Was fehlt, wenn ich verschwunden bin” ist einfach nur grandios. Mit einer Wortgewalt, die ihresgleichen sucht, schafft Lilly es gleichzeitig kindlich und erwachsen zu klingen. Ein Buch, das ich jedem einzelnen nur empfehlen kann.
Der Monat endete allerdings sehr zäh…. Ich habe mit “Eisige Schwestern” angefangen und auch knapp über 200 Seiten durchgehalten, aber dann habe ich das Buch zur Seite gelegt. Mich hat es einfach nicht packen können und ich fand Vieles sehr vorhersehbar. Sehr schade, denn ich hatte eigentlich recht hohe Erwartungen an das Buch.

Wie war euer Lesemonat? Auch eher durchwachsen oder habt ihr ein paar richtige Perlen entdecken können?