[Rezension] Die Stadt der träumenden Bücher (Graphic Novel)

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Worum geht’s?

Buchhaim ist die „Stadt der Träumenden Bücher“, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Walter Moers` fantastische Abenteuergeschichte um den jungen Dichter Hildegunst von Mythenmetz, der das Geheimnis eines makellosen Manuskriptes ergründet, hat weltweit die Leser begeistert. Nun gibt es diese Geschichte aus dem Abenteuerreich der Literatur als prächtige Graphic Novel. In jahrelanger Arbeit hat Walter Moers seinen Romantext auf die Bedürfnisse einer Graphic Novel umgearbeitet und in Form eines Szenarios Hunderte von Bildern skizziert, die Florian Biege in enger Zusammenarbeit mit dem Autor kongenial in einen brillanten Comic von plastischer Farbigkeit verwandelt hat.

Band 1, „Buchhaim“, erzählt, wie Hildegunst in die Stadt der Träumenden Bücher kommt, wie es ihn dort in die Katakomben verschlägt, wo Bücherjäger sein Leben bedrohen und er auf das geheimnisvolle Volk der Buchlinge trifft. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Ja, ich schäme mich ein wenig dafür das ich bisher die Originalausgabe von Walter Moers’ “Die Stadt der träumenden Bücher” noch nicht gelesen habe. Aber eins kann ich euch sagen: nachdem ich die Graphic Novel dazu gelesen habe, werde ich mein Versäumnis ganz bestimmt nachholen!

Obwohl ich bisher noch nicht viele Graphic Novels und/oder Comics gelesen habe, bin ich dennoch ein großer Fan dieses Genres. Besonders dann, wenn sie so richtig schön illustriert sind. Und genau das ist Florian Biege bei der Stadt der träumenden Bücher gelungen.
Ich konnte mich gar nicht an den Bildern sattsehen und habe immer wieder neue Details entdecken können, jedes Mal, wenn ich das Buch erneut zur Hand genommen habe.

Die gesamte Graphic Novel ist sehr hochwertig und ganz besonders aufgemacht. Neben detailreichen, sehr plastischen und farbgewaltigen Illustrationen, findet sich auch eine Panorama-Klapptafel im Buch, die einen gefangen nimmt und so schnell nicht wieder loslässt sobald sie einmal ausgeklappt ist. Es gibt so viel zu entdecken.
Am Ende der eigentlichen Geschichte befindet sich noch in Glossar, dass unwissende Leser – wie mich – noch etwas tiefer in das Ursprungswerk von Walter Moers eintauchen lässt.
Die Graphic Novel ist gebunden und unter anderem deswegen ein wahres Schmuckstück für das eigene Bücherregal.

Jahrelang hat Walter Moers seinen ursprünglichen Roman speziell für die Bedürfnisse einer Graphic Novel umgeschrieben und sogar hunderte von Skizzen erstellt. Auch wenn ich den Originaltext nicht kenne, muss ich sagen, dass sie Arbeit sich gelohnt hat, denn mit dieser Graphic Novel ist dem Autor und dem Illustrator ein kleines Meisterwerk gelungen.

Die Geschichte ist für Bücherliebhaber ein Muss und ich habe mich beim Lesen gleich heimisch gefühlt. Der eindeutig bibliophile Autor hat wundersame und sehr interessante Wesen und eine unfassbar tolle Welt erschaffen, in die ich definitiv in voller Länge zurückkehren werde.

Fazit

Ein rundum gelungenes Werk, das ich wirklich jedem Bücherliebhaber und/oder Comicfan ans Herz legen möchte. Mit seinen 25€ ist die Graphic Novel nicht unbedingt günstig, aber definitiv jeden Cent wert.

Von mir gibt es volle 5 on 5 Sternen!


Titel: Die Stadt der träumenden Bücher (Graphic Novel)
Autor: Walter Moers
Illustrator: Florian Biege
Verlag: Knaus
Erscheinungsdatum: 06. November 2017
ISBN: 978-3-8135-0501-6
Format: Gebundenes Buch (112 Seiten)
Preis: 25,00 Euro

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar im Gegenzug für meine ehrliche und subjektive Meinung zur Verfügung gestellt.

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[Rezension] Der Weihnachtosaurus von Tom Fletcher

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Worum geht’s?

Die Weihnachtswichtel am Nordpol sind ganz aus dem Häuschen, als sie tief im Eis ein geheimnisvolles Ei entdecken. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet das Ei unter seinem dicken Po aus. Zur Verblüffung aller schlüpft ein freundlicher kleiner Dinosaurier: der Weihnachtosaurus. Zufällig schickt zur gleichen Zeit, tausende Kilometer entfernt, ein kleiner Junge namens William seinen Wunschzettel an den Weihnachtsmann ab: Er wünscht sich einen echten Dinosaurier. Als William und der Weihnachtosaurus einander in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben die beiden nicht nur ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer, sondern auch, was es heißt, den Wünschen seines Herzens zu folgen. (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Ihr liebt Weihnachten? Und mögt Dinosaurier? Perfekt! Dann ist der “Weihnachtosaurus” DAS Buch für euch.

Erinnert ihr euch noch daran wie ihr in der Schule oder von Mama und Papa gelernt habt wann und wie die Dinosaurier ausgestorben sind? Nun ja, einer hat überlebt. Bei der plötzlich hereinbrechenden Eiszeit wurde ein Dinosaurier-Ei ganz tief im Eis eingefroren und Abermillionen Jahre später wird dieses Ei just von ein paar Wichteln am Nordpol entdeckt. Denn die Wichtel des Weihnachtsmanns produzieren gar keine Geschenke – nee, nee. Sie pflanzen kleine Bohnen, an denen dann ganz viele Geschenke wachsen, die von den Wichteln tief aus dem Eis ausgegraben werden müssen. Und genau dabei sind acht Wichtel auf das Dinosaurier-Ei gestoßen.
Der Weihnachtsmann brütet das Ei ganz höchstpersönlich unter seinem dicken Po aus und pünktlich zu Weihnachten schlüpft unser kleiner Weihnachtosaurus.

Ich möchte euch eigentlich gar nicht so viel vom Buch verraten, denn ihr sollt es ja selber lesen. Im Buch erfahrt ihr nämlich auch wieso gerade ein Dinosaurier das Geschenk ist, welches der Weihnachtsmann dem kleinen William am ehesten erfüllen kann und wieso es so wichtig ist an den Weihnachtsmann zu glauben.

Obwohl ich schon länger kein Kind mehr bin (im Herzen aber immer eins bleiben werde), bin ich sofort auf dieses Buch aufmerksam geworden. Als erstes besticht das Buch nämlich durch seine äußere Erscheinung. Der Schutzumschlag des Buches ist so toll gestaltet – er ist golden und hat mich gleich mit seiner wunderbaren Illustration on William und dem Weihnachtosaurus verzaubert. Im Inneren befinden sich dann weitere 100 Illustrationen von Shane Devries – eine schöner als die andere. Ich konnte mich gar nicht satt daran sehen.

Geschrieben ist das Buch angenehm flüssig, leicht und witzig, so dass Kinder ab 8 Jahren die Geschichte gut verstehen können. Gerade für die junge Zielgruppe sind ein paar Sachen dabei, die die Kinder ganz sicher zum Lachen bringen.
Allerdings muss ich auch sagen, dass es ein paar Aussprüche und Handlungen gibt, bei denen ich nicht wollen würde, dass mein Kind sie alleine liest. Ich habe das Buch geliebt und möchte es auch sehr gerne weiterempfehlen, doch möchte ich Eltern, die das Buch für ihre Kinder kaufen, dringend empfehlen es mit ihnen zusammen zu lesen, damit über das Gelesene gleich gesprochen werden kann. Sagen wir es mal so: Hätte ich dieses Buch für Kinder geschrieben, hätte ich bestimmte Worte und einige Handlungen weggelassen oder verändert. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich euch leider nicht verraten, um was es genau geht. Wenn ihr es aber wissen wollt, schreibt mich gerne an.

“Der Weihnachtosaurus” ist wirklich ein ganz süßes Buch mit einer ganz tollen Botschaft. Zum Ende hin musste ich sogar ein bisschen weinen. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen und freue mich schon darauf, wenn ich es Puschel in sieben Jahren vorlesen kann.
Es geht um Familie, Freundschaft, Mobbing und das Wunder von Weihnachten.

Fazit

“Der Weihnachtosaurus” ist ein tollen Buch mit vielen, wirklich unheimlich süßen und schön gezeichneten Illustrationen, Das Buch ist ab einem Altern von 8 Jahren empfohlen, allerdings würde ich persönlich mein acht- oder auch 10-jähriges Kind dieses Buch noch nicht alleine lesen lassen, da meiner Meinung nach in diesem Buch Geschehnisse verarbeitet werden, mit denen Kinder in diesem Alter noch nicht alleine gelassen werden sollten.
Mir als erwachsene Leserin hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich vergebe sehr gerne 4,5 von 5 Sternen.


Titel: Der Weihnachtosaurus
Autor: Tom Fletcher
Illustrator: Shane Devries
Übersetzerin: Franziska Gehm
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 02. Oktober 2017
ISBN: 978-3-570-16499-0
empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag (384 Seiten)
Preis: 14,99 Euro

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar im Gegenzug für meine ehrliche und subjektive Meinung zur Verfügung gestellt.

[Rezension] Memory Game: Erinnern ist tödlich von Felicia Yap

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Worum geht’s?

Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?

In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen? (Quelle)

Meine Meinung zum Buch

Ich selber habe ein sehr gutes Gedächtnis und frage mich häufiger, wie es sein kann, dass die Menschen in meinem Umfeld so viel vergessen. Ich weiß, dass ich ein eher außergewöhnliches Gedächtnis habe, wundere mich aber dennoch regelmäßig darüber. Daher hat mich auch der Klappentext von “Memory Game” sofort angesprochen.

Stellt euch vor, ihr könntet euch maximal an die letzten 48h erinnern, müsstet jeden Tag Tagebuch über die Dinge führen, die ihr erlebt habt und müsstet Fakten aus eurem Leben auswendig lernen, damit sie in eurem Langzeitgedächtnis bleiben. Was für eine Vorstellung, oder?
Und nun stellt euch auch noch vor, dass in solch einer Welt ein Mord geschieht. Wie soll der Mörder gefunden werden, wenn er sich dazu entschließt seine Tat nicht in sein Tagebuch zu schreiben? Denn dann kann er sich nach spätestens 48h selber nicht mehr daran erinnern, was er getan hat. – Eine echt erschreckende Vorstellung.

Unsere Protagonisten Mark und Claire sind ein ziemlich ungleiches Paar. Mark ist ein Duo und kann sich somit an die vergangenen 48h erinnern. Claire hingegen ist eine Mono und ihr Gedächtnis reicht nur 24h zurück. Die beiden sind bereits seit 20 Jahren verheiratet, was in ihrer Welt eine wirkliche Seltenheit ist, denn normalerweise gibt es keine Mischehen. Die Duos halten sich für die Elite und wollen mit den, in ihren Augen, beschränkten Monos in der Regel nichts zu tun haben. Die Monos erledigen sozusagen die “niederen” Aufgaben, während Duos zu Ärzten, Anwälten, Polizisten, usw. werden.
Als nun eines Tages plötzlich die Polizei vor Claires Tür auftaucht, um ihr zu erklären, dass die Leiche einer Frau im nahe gelegenen Fluss gefunden wurde und es sich hierbei angeblich um Marks Geliebte handeln soll, bricht Claires Welt zusammen. Kann sie ihrem Ehemann noch trauen? Und kann sie sich selber auch noch vertrauen?

Mit ihrem Debütroman ist Felicia Yap ein wirklich interessantes Gedankenspiel gelungen. Obwohl das Buch als Thriller ausgezeichnet ist, stand für mich die Tat an sich und die Aufklärung des Mordfalls eher im Hintergrund. Ich habe mich mehr mit den philosophischen Fragen und der “Zwischen-den-Zeilen” – Gesellschaftskritik beschäftigt, die die Autorin mit ihrer Geschichte implizit aufgeworfen hat.
Kann man in einer Welt wie dieser wirklich lieben? Wie funktioniert Liebe, wenn man all die alltäglichen Kleinigkeiten, die Liebe so schön macht, spätestens nach 48h wieder vergisst? Wird Liebe in so einer Welt nicht zu etwas rein Mechanischem?
Die Diskriminierung der Monos durch die Duos war auch sehr präsent und hat mich stark an die Situation in den USA denken lassen, in denen die dunkelhäutigen Menschen auch heutzutage leider immer noch einen geringeren Stellenwert haben. Oder auch daran wie unterschiedlich auch heute noch die Gehälter von Männer und Frauen sind und wie wenig Frauen es immer noch in Spitzenpositionen gibt.

Eingefleischte Thriller-Leser würden dieses Buch vermutlich nicht unbedingt dem Thriller-Genre zuordnen, zumindest ging es mir so. Ja, es sind Thriller-Aspekte drin, aber für mich war insgesamt zu viel Spannung drin und ab einem Punkt wurde es dann doch zu vorhersehbar.
Auch bin ich der Meinung, dass auf Grund eines bestimmten Themas dieses Buch nicht unbedingt für alle Thriller-Fans geeignet ist.

Spoiler-Alarm  – zum Lesen bitte die freie Stelle markieren.

Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser, dass Claire an Depressionen leidet und damals vor 20 Jahren, als Mark und sie geheiratet haben, ein Kind zur Welt gebracht hat. Dieses Kind hat sie – weil sie unter einer Wochenbettdepression litt – erstickt. Sie hat also ihr eigenes Kind umgebracht, es nicht in ihr Tagebuch geschrieben und es somit vergessen.
Ich finde, dass das ganz schön harter Tobak ist und mich hat das extrem mitgenommen. Ich weiß zwar nicht wie genau, aber ich hätte mir eine kleine (Trigger-)Warnung gewünscht. Vielleicht hätte ich das Buch dann gar nicht gelesen.

Felicia Yaps Schreibstil ist insgesamt aber sehr angenehm und flüssig. Das Buch lässt sich auf Grund der großen Schrift und der kurzen Kapitel sehr schnell lesen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Claire, Mark und dem Detective geschrieben

Fazit

“Memory Game” ist insgesamt betrachtet ein gutes Debüt, das aber definitiv noch Luft nach oben hat. Felicia Yap kann meiner Meinung nach schreiben, doch sie wollte zu viel auf einmal für ihren ersten Roman. Beispielsweise hätte ich mir gewünscht den genauen Unterschied zwischen Fakten und Erinnerungen erklärt zu bekommen. Außerdem bleiben die Charaktere für diese Art von Buch zu flach.
Nichtsdestotrotz hat mir das Buch und das Gedankenspiel der Autorin gefallen, so dass ich 3,5 von 5 Sternen vergebe.

 

Titel: Memory Game: Erinnern ist tödlich
Autorin: Felicia Yap
Übersetzerin: Bettina Spangler
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsdatum: 25. September 2017
ISBN: 978-3-7645-3182-9
Format: Klappenbroschur (445 Seiten)
Preis: 14,99€

Rezensionsexemplar für eine Blogger-Aktion zur Verfügung gestellt

[Leseaktion] #memorygamelesen – Leseabschnitt 3

Claire weicht zurück als hätten meine Worte sie körperlich getroffen. Alle Farbe scheint aus den Iris ihrer Augen gewichen. Ihr Gesicht ist aschfahl. (S. 350)

Ich habe den dritten Leseabschnitt beendet und stehe nun kurz vor der Auflösung. Wie ich bereits in meinen Storys bei Instagram angemerkt hatte, würde ich “Memory Game” mittlerweile nicht mehr ins Genre Thriller einordnen. Ich wüsste zwar auch nicht genau WO ich das Buch einordnen sollte, aber ein “richtiger” Thriller ist es für mich nicht.
Insgesamt finde ich das Buch sehr dramatisch und in Teilen philosophisch. Es ist auch spannend und ich glaube, dass uns im letzten Leseabschnitt noch eine Überraschung erwartet (zumindest hoffe ich es), aber es ist eben kein klassischer Thriller für mich.

Diese Woche gibt es ein kleines Highlight in unserer Rätselrunde! Am Donnerstag, den 26. Oktober 2017 nimmt sich die Autorin exklusiv eine Stunde Zeit um auf Twitter in einem Live-Chat Fragen zu ihrem Buch zu beantworten.
Ich finde das Event ziemlich genial und werde schon mal ein paar Fragen vorformulieren und bin sehr gespannt darauf, ob sich ein paar Fragezeichen in meinem Kopf nach dem Chat auflösen werden.

Die heutigen Fragen könnten für Einige von euch schon zu sehr spoilern. Ich versuche möglichst nichts Wichtiges zu verraten, aber wer dennoch nicht zu viel wissen möchte, dem empfehle ich ab hier nicht mehr weiter zu lesen.


Was könnte tatsächlich mit Sophia geschehen sein? Könnte Claire die Mörderin sein?

Ich habe da so meine Theorie, was mit Sophia geschehen sein könnte. Diese Theorie ist allerdings so abstrus, dass ich mich gar nicht traue sie öffentlich aufzuschreiben. Winking smile
Nach meiner Theorie ist Claire definitiv nicht die Mörderin von Sophia. Klar könnte sie die Mörderin sein, aber ehrlich gesagt würde ich das ziemlich unspektakulär finden. Daher hoffe ich mal darauf, dass die Autorin sich noch eine dicke Überraschung hat einfallen lassen.
Da Claire und Mark von Anfang an unter erdacht standen, würde ich es tatsächlich eher langweilig finden, wenn sich einer der beiden als Mörder entpuppt.

Kannst Du nachvollziehen, dass Mark Claire nie die Wahrheit über Catherine erzählt hat?

Yap, kann ich. Für Diejenigen unter euch, die das Buch noch nicht kennen, wird der Rest meines Textes vermutlich ziemlich kryptisch werden, aber vielleicht versteht ihr trotzdem, was ich meine.

Wie weit würdest du gehen, um einen Menschen, den du liebst zu schützen? Würdest du ihm die Erinnerung an etwas rauben, das sein ganzes Leben verändern könnte?

Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Kapitel, in dem Catherine erwähnt wird, fertig gemacht hat. In diesem Kapitel habe ich auch angefangen darüber nachzudenken, ob Triggerwarnungen auf Büchern (und auch bei Filmen) Sinn machen könnten. Wie seht ihr das? Findet ihr Triggerwarnungen sinnvoll?

Nochmal zur Beantwortung der eigentlichen Frage. Ja, ich kann nachvollziehen, dass Mark Claire nie die Wahrheit gesagt hat, aber ich weiß nicht wie ich dazu stehen soll. Auf der einen Seite würde ich es vielleicht auch tun, wenn ich beispielsweise die Möglichkeit hätte damit das Leben eines meiner Familienmitglieder insgesamt schöner und glücklicher zu gestalten. Auf der anderen Seite denke ich mir, wer bin ich denn bitte, dass ich mir so einen Eingriff erlauben darf? Außerdem glaube ich, dass unser Unterbewusstsein sehr wohl weiß was passiert ist, auch wenn wir aktiv/bewusst bestimmte Dinge vergessen und dann möchte ich nicht wissen, was das für Auswirkungen auf das gesamte weitere Leben hat.


Weitere Antworten zu diesen Fragen findet ihr auf den folgenden Blogs:

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[Leseaktion] #memorygamelesen – Leseabschnitt 2

Emily Wade steht vor der Tür zu ihrer Wohnung. Die um ihre üppigen Hüften gebundene Kochschürzt ist mit Sahne verschmiert. Der wunderbare Duft nach zerlassener Butter und karamellisiertem Zucker umschmeichelt meine Nase. Offensichtlich ist sie gerade am Backen.

Das Rätsel um die im Fluss gefundene Leiche geht weiter und mittlerweile haben sich auch in meinem Kopf einige Theorien breitgemacht.
Ich habe nun etwas mehr als die Hälfte des Buches gelesen und tappe zum Glück immer noch im Dunkeln, was den Mörder angeht. Klar ist, dass hier eine Menge Leute Dreck am Stecken haben.
Vielleicht haben einige dieser Personen sogar mit Absicht bestimmte Erinnerungen nicht in ihre iDiarys geschrieben, DAMIT sie sich nicht mehr daran erinnern können. Denn wer sich nicht erinnern kann, der kann auch nichts zugeben.

Wir haben nun den zweiten Leseabschnitt beendet und sind am Ende von Kapitel 16 angelangt. Auch zu diesem Abschnitt gibt es wieder Fragen, die ich euch gerne beantworten möchte.

Stell dir vor, Du könntest Ereignisse aus Deiner Vergangenheit für immer vergessen, indem Du sie einfach aus Deinem iDiary löscht. Würdest Du davon Gebrauch machen?

Ich muss ehrlich zugeben, dass die Fragen es ganz schön in sich haben. Aber das gefällt mir. Das gefällt mir sogar richtig gut!

Ich habe mir nicht nur ein Mal im Leben gewünscht, dass ich ein bestimmtes Ereignis aus meiner Vergangenheit vergessen könnte, damit die Erinnerung an solch ein Ereignis nicht mehr weh tut und ich wieder glücklich(er) sein kann.
Ich denke, jeder von uns hat schon Dinge in seinem Leben erlebt, an die man sich nicht gerne zurück erinnert, die einen aber auch geprägt haben und zu dem Menschen gemacht haben, der man heute ist.
Wäre man immer noch dieser Mensch, wenn man sich an bestimmte prägende Ereignisse in seinem Leben nicht mehr erinnern könnte oder wäre man anders? Ich weiß es nicht. Und ich weiß auch nicht, ob eine andere Miri mir besser gefallen würde, als die Miri, die ich momentan bin. Vielleicht ja, vielleicht würde aber eine fehlende Erinnerung an eine Situation mich zu einem Menschen machen, den ich selber nicht leiden kann.
Ihr seht, es wird philosophisch. Winking smile Ich schreibe dies in einem starken Moment, einem Moment, wo ich das Gefühl habe, ich könnte so ziemlich alles, was passiert wuppen. Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in einem Moment, in dem es mir nicht gut geht und ich eher schwach bin, sehr wahrscheinlich Gebrauch davon machen würde etwas aus meinem iDiary zu löschen oder es erst gar nicht zu notieren.

Die Protagonisten in Memory Game verlassen sich auf ihr iDiary, um sich zu erinnern. Hast Du das Gefühl, dass wir uns auch ohne Gedächtnisverlust viel zu sehr auf unsere Smartphones verlassen und uns weniger merken können, als früher?

Ja, definitiv. Unsere Smartphones mit ihren digitalen Kalendern und den ganzen Social Media Apps erinnern uns doch fast täglich an irgendwelche Geburtstage oder Termine.
Ehrlich gesagt, bin ich auch froh darüber, dass ich daran erinnert werde, aber trotzdem versuche ich mir meine Termine und gerade die Geburtstage von meiner Familie und meinen Freunden selbst in meinem eigenen Gedächtnis zu merken. Ich persönlich finde es wirklich nicht schön, wenn man nicht auswendig weiß, wann die eigenen Eltern oder Geschwister Geburtstag haben.
Es ist schön und gut, dass unsere Smartphones uns so viel abnehmen, aber irgendwo hört es doch echt auf.

Es ist wie in jedem anderen Bereich auch. Wenn du jemanden oder etwas hast, worauf du dich verlassen kannst, dann widmest du der Sache nicht mehr so viel Aufmerksamkeit. Es wird ja quasi für dich erledigt. Und so ist es auch mit den Erinnerungen auf unseren Smartphones. Das Gerät wird zum Gedächtnis umfunktioniert, warum soll man sich dann noch selbstständig daran erinnern, wenn man es nicht mehr muss?
Ich finde diese Entwicklung etwas bedenklich und hoffe sehr, dass es noch mehr Menschen gibt, die ähnlich denken wie ich und sich nicht komplett auf ihr digitales Gedächtnis verlassen, sondern sich wichtige Termine auch ohne Erinnerungshilfe merken können.


Wie seht ihr das? Würdet ihr eine Erinnerung löschen? Wenn ja, warum und wenn nein, warum nicht?





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[Leseaktion] #memorygamelesen – Memory Game von Felicia Yap + Mittendrin Mittwoch

Zehneinhalb Stunden bis Tagesende

Mark Evans’ Nachbarn haben entweder keinerlei Interesse für das, was um sie herum geschieht, oder sie interessieren sich ausschließlich für sich selbst. Oder beides. Jedenfalls habe ich es bislang bei vier Haushalten versucht, aber bislang will niemand etwas Auffälliges gesehen oder gehört haben.

Ich habe nun den ersten Leseabschnitt zu Memory Game beendet und bisher gefällt es mir ziemlich gut. Kurzzeitig hatte ich zwar einen “Was soll das denn werden?!”-Moment, aber der ist verflogen und mittlerweile bin ich gespannt, was die Autorin noch alles thematisiert, in einer Welt, in der sich die Bevölkerung maximal 48h lang zurückerinnern kann.

Zur Aktion gehören auch einige Fragen zu den Leseabschnitten, die ich nun gerne beantworten möchte.

Stell Dir vor, Du lebst in der Welt von Memory Game – welchen Fakt aus Deinem Leben würdest Du wieder und wieder nachlesen, um ihn auf keinen Fall zu vergessen?

In der Welt von Memory Game gibt es zwei Klassen von Menschen – die Monos und die Duos. Monos können sich lediglich an die letzten 24h und die Zeit vor ihrem 18. Geburtstag erinnern und die Duos haben das Privileg sich an die Zeit bis zu ihrem 23. Geburtstag zurückzuerinnern und haben zugleich eine Erinnerungsspanne von 48h.

Ich mag mich da ehrloch gesagt gar nicht auf nur einen Fakt beschränken, da mir ganz spontan mindestens drei Fakten bzw. Situationen einfallen, die ich niemals vergessen wollen würde.
Zum Einen wäre da der Zeitpunkt des Kennenlernens zwischen meinem Mann und mir. Es ähnelte einem kleinen “Bäm”-Moment, denn er ist in einer Masse von über 100 Menschen für mich nur so herausgestochen. Das war ein wirklich toller Moment, den ich definitiv auswendig lernen würden, in der Hoffnung, dass die dabei gefühlten Emotionen nicht verloren gehen.
Genauso wie der Heiratsantrag, denn mir mein Mann etwa sechs Jahre nach unserem Kennenlernen gemacht hat. Er hat unser gesamtes Wohnzimmer in einen Garten verwandelt, da ich ihn damals für einen Gärtner hielt. ❤

Und zu guter Letzt würde ich die Geburt meiner Tochter auswendig lernen. Auch wenn es ein paar Situationen gab, die nicht ganz so schön waren und es nicht gerade schmerzfrei vonstatten ging, ist dies dennoch ein Fakt, den ich niemals vergessen wollen würde.

Wenn Du im Alter von 18 Jahren die Fähigkeit verlieren würdest, neue Erinnerungen zu schaffen – was würdest Du vor dem 18. Geburtstag unbedingt noch tun wollen, um Dich für immer daran erinnern zu können?

Schwierige Frage. Es gibt so viele schöne Dinge, die wir Tag für Tag erleben und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mich an diese Kleinigkeiten erinnern kann.
Für mich gibt es nichts Großes, dass ich vor meinem 18. Geburtstag erleben oder machen wollen würden, denn heiraten und Kinderkriegen, würde ich vor 18 nicht wollen.
Wahrscheinlich würde ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie und meinen liebsten Freunden verbringen, um mich an diese schönen Momente immer erinnern zu können.
Und ich würde mir vermutlich ein paar Dinge beibringen, wie Nähen mit der Nähmaschine etc. um es später nicht immer wieder neu lernen zu müssen.

Liebt Mark Claire wirklich? Ist es überhaupt möglich, ohne Erinnerung zu lieben?

Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es für mich nicht danach aus, als würde Mark Claire wirklich lieben, sondern als wäre sie nur Mittel zum Zweck.

Da ich selber ein recht gutes Gedächtnis habe, ist die Frage auch rein hypothetisch betrachtet nicht so einfach zu beantworten. Ich kann mich gerade schwer in einem Menschen hineinversetzen, der so eine kurze Erinnerungsspanne hat.
Aber ich denke schon, dass es möglich ist ohne Erinnerung zu lieben. Ich selber glaube ja eh an die Liebe auf den ersten Blick und in den ersten ersten Lebensjahren erfahren ja alle Monos und auch Duos Liebe in den verschiedensten Formen und das vergessen sie ja nicht.
Wie es allerdings damit aussieht eine Liebe ohne Erinnerung über Jahre aufrecht zu erhalten, ohne, dass diese zu emotionslos bzw. mechanisch wird, das weiß ich nicht.

Auf jeden Fall eine sehr spannende Frage. Wie seht ihr das? Kann man ohne Erinnerung lieben?





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[Leseaktion] Memory Game von Felicia Yap–Gemeinsam Lesen & Miträtseln

Vor einiger Zeit erhielt ich eine Anfrage aus dem Penhaligon Verlag, ob ich nicht zusammen mit ein paar anderen Bloggern Lust hätte “Memory Game – Erinnern ist tödlich” von Felicia Yap lesen möchte.
Na klar! Immerhin landete das Buch bereits auf meiner Neuerscheinungsliste für den September, das lasse ich mir doch nicht entgehen.

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Klappentext:

In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?

Doch wie läuft das Ganze eigentlich ab?

Offizieller Start ist der 06.10.2017 – also heute.
Das Ende am 03.11.2017.

Das Buch wird in vier Leseabschnitte geteilt und jede Woche lesen wir Blogger einen Abschnitt und berichten darüber. Hier auf unseren Blogs und ganz wichtig – auf Twitter, unter folgendem Hashtag:

#memorygamelesen

Ich persönlich werde noch Leseupdates auf Instagram geben (aer1th_bookish_life).

Das besondere Highlight dieser Aktion ist der Live Chat mit der Autorin über Twitter, der am Donnerstag, den 26. Oktober 2017 stattfinden wird.


Weitere Teilnehmer der Aktion:

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